Wissenschaft

Qualitätspakt Lehre - Einsatz für optimale Studienbedingungen

In zwei Förderrunden sichert der Qualitätspakt Lehre von Bund und Ländern eine breit wirksame und regional ausgewogene Unterstützung für gute Studienbedingungen an den deutschen Hochschulen. Der Bund stellt hierfür im Zeitraum von 2011 bis 2020 insgesamt rund 2 Milliarden Euro zur Verfügung - ein in der Geschichte der deutschen Hochschulpolitik beispielloses Engagement für die Hochschullehre. Insgesamt 186 Hochschulen aus allen 16 Bundesländern profitieren von dieser Förderung, darunter 78 Universitäten, 78 Fachhochschulen und 30 Kunst- und Musikhochschulen.

Mehr Informationen zum Förderprogramm und zu allen geförderten Projekten gibt es ab sofort unter: www.qualitaetspakt-lehre.de.

Vielfältige Fördermöglichkeiten für die Hochschulen

Mit dem Qualitätspakt Lehre erhalten die Hochschulen eine breit wirksame Unterstützung zur Verbesserung von Studienbedingungen und Lehrqualität, die auf den spezifischen Bedarf vor Ort abgestimmt ist. Grundlage für den Qualitätspakt Lehre ist die gemeinsame Vereinbarung der Regierungschefs von Bund und Ländern, die am 10. Juni 2010 beschlossen wurde.

Bis 2020 stellt die Bundesregierung rund 2 Milliarden Euro für bessere Studienbedingungen an den deutschen Hochschulen bereit. Über 90 Prozent der antragsberechtigten Hochschulen haben sich mit einem Einzel- oder Verbundantrag beteiligt. In einem qualitätsgeleiteten Auswahlverfahren mit zwei Auswahlrunden wurden aus den eingereichten Anträgen die überzeugendsten Konzepte für gute Lehre identifiziert. Die Auswahlentscheidungen wurden durch ein Gremium getroffen, dem in der Hochschullehre ausgewiesene Expertinnen und Experten, Studierende sowie Vertreter des Bundes und der Länderseite angehören.

Gefördert wird eine breite Palette von Maßnahmen:

Schwerpunkt vieler Anträge war erstens eine bessere Personalausstattung der Hochschulen auf allen Ebenen - vom Professor über den Mittelbau bis zum Tutor. Die Länder stellen sicher, dass dies kapazitätsneutral geschieht und damit tatsächlich zu einer Verbesserung der Betreuungssituation an den Hochschulen führt.

Zweitens werden Maßnahmen zur Qualifizierung des Hochschulpersonals für die Aufgaben in Lehre, Betreuung und Beratung gefördert. Dies zielt sowohl auf Nachwuchskräfte am Beginn ihrer Laufbahn als auch auf berufserfahrene Hochschullehrer.

Drittens sollen neue Impulse zur Weiterentwicklung der Lehrqualität und zur Professionalisierung der Lehre von der Förderung profitieren. Hierzu gehören sowohl hochschulinterne Ansätze etwa zur Erprobung innovativer Lehrformate als auch fach- oder methodenbezogene Verbünde z.B. in den Bereichen E-Learning, Ingenieurstudium oder Medizinausbildung.

Viele Hochschulen zielen mit ihrem Konzept auf eine optimierte Gestaltung der Studieneingangsphase und auf den Umgang mit immer vielfältigeren Startvoraussetzungen und Vorkenntnissen, die Studierende heute mitbringen.

 

186 geförderte Hochschulen aus allen 16 Bundesländern

Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan und Prof. Dr. KarinDonhauser (HU Berlin), Vorsitzende des Auswahlgremiums, bei der Förderbekanntgabe der zweiten Runde des Qualitätpakt Lehre am 13.12.2011 in Berlin"Die Hochschulen in Deutschland sind so attraktiv wie noch nie zuvor. Das ist eine große Chance in einer Gesellschaft, die immer älter wird und auf Fachkräfte dringend angewiesen ist", sagte Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan anlässlich der Bekanntagabe der Gewinner der zweiten Runde des Qualitätpaktes Lehre am 13.12.2011 in Berlin. Insgesamt erreicht die Förderung aus dem Qualitätspakt Lehre 186 Hochschulen in allen 16 Bundesländern, von der forschungsstarken Volluniversität bis zur regional orientierten Fachhochschule. Das sind 77 Prozent der staatlichen Hochschulen in Deutschland. Unter den geförderten Hochschulen sind 78 Universitäten, 78 Fachhochschulen sowie 30 Kunst- und Musikhochschulen.

Die Förderung läuft seit dem Wintersemester 2011/12 bzw. seit dem Sommersemester 2012 und ist zunächst auf maximal fünf Jahre bis 2016 befristet. Über eine mögliche Anschlussförderung bis Ende 2020 wird auf der Grundlage einer Zwischenbegutachtung entschieden. Eine 2013 startende programmbegleitende Evaluation wird die Wirkungen des Förderprogramms auf Studienbedingungen und Lehrsituation bewerten. 


Tabelle: Verteilung der zur Förderung ausgewählten Hochschulen (Einzel- und Verbundanträge) auf Länder und Hochschularten - Gesamtergebnis

 Land Gesamtzahl
der geförderten
Hochschulen
     
   

 davon:  Universitäten

 davon: Fachhochschulen  davon: Kunst- und Musikhochschulen
 BW  29  14 1)  12  3
 BY  28  9  14  5
 BE  10  3  3  4
 BB   9  3  5  1
 HB   3  1  1  1
 HH   5  3  1  1
 HE   8  5  2  1
 MV   4  2  2  0
 NI  17  9  6  2
 NW  27  11  12  4
 RP   6  3  3  0
 SL   3  1  1  1
 SN  13  5  5  3
 ST   7  2  4  1
 SH   8  3  3  2
 TH   9  4  4  1
 Summe  186  78  78

30 

1)einschließlich 5 Pädagogische Hochschulen

 

Die Expertinnen und Experten im Auswahlgremium für den Qualitätspakt Lehre:

  • Prof. Dr.-Ing. Manfred Ahn, Hochschule Wismar
  • Prof. Dr. Monika Bessenrodt-Weberpals, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg 
  • Prof. Dr. Daniela Braun, Fachhochschule Koblenz 
  • Yasmin Bushra, Fachhochschule Frankfurt /M. 
  • Prof. Dr. Karin Donhauser, Humboldt-Universität zu Berlin 
  • Prof. Dr. Sigrid Harendza, Universität Hamburg 
  • Prof. Dr. Marcus Hasselhorn, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung 
  • Prof. Dr. Sabina Jeschke, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen 
  • Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Goethe-Universität Frankfurt / M. 
  • Daniela Teodorescu, Humboldt-Universität zu Berlin 
  • Prof. Dr. Elke Wild, Universität Bielefeld 
  • Prof. Dr. Joachim Winter, Ludwig-Maximilians-Universität München



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Qualitätspakt Lehre

Informationen aller teilnehmenden Hochschulen finden Sie hier
 

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

    • Projektträger des BMBF
    • Heinrich-Konen-Straße 1
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    • Faxnummer: 0228-3821-1752
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