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Forschung
Lindau Meetings of Nobel Laureates

Mission Education: Die Nobelpreisträger kommen im Juni 2013 wieder nach Lindau

Seit 1951 treffen sich in Lindau regelmäßig Nobelpreisträger der Chemie, Physik und Medizin oder Physiologie gemeinsam mit mittlerweile jeweils rund 550 exzellenten Nachwuchswissenschaftlern aus aller Welt zu den "Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau". Diese Tagungen haben nicht nur den Auftrag, die wissenschaftliche Elite von morgen zu bilden. Sie sollen auch der interessierten Öffentlichkeit Wissen vermitteln. Und zwar unter dem Motto: "Mission Education". Das nächste Treffen wird es in Lindau vom 30.Juni bis 5. Juli 2013 geben. Gewidmet ist es der Chemie.
Insel Mainau im BodenseeBodensee©ThinkstockVom 30. Juni bis 5. Juli 2013 findet am Bodensee die 63. Lindauer Nobelpreisträgertagung statt. 36 Laureaten der Disziplinen Chemie, Physik und Physiologie/Medizin sowie ein Friedensnobelpreisträger treffen sich hier mit herausragenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt. 625 Studierende, Doktoranden und Post-Docs aus 78 Ländern wurden in einem mehrstufigen Verfahren als Teilnehmer ausgewählt. Sie werden sich mit fachspezifischen und interdisziplinären Fragen auseinandersetzen, aber auch gesamtgesellschaftlich und global relevante Themen debattieren. Turnusgemäß ist die Tagung dieses Jahr der Chemie gewidmet. Ein Großteil der Vorträge und Veranstaltungen behandeln Aspekte der "Grünen Chemie"- also umweltverträgliche und energiesparende Herstellungsverfahren. Darüber hinaus bilden biochemische Prozesse und Strukturen einen weiteren thematischen Schwerpunkt.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier

Die Lindauer Nobelpreisträgertagungen bringen seit 1951 alljährlich für eine Woche rund 30 Nobelpreisträger und annähernd 600 besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler aus bis zu 80 Ländern zusammen. Ziel ist der interkulturelle und generationenübergreifende Austausch von Wissen und Erfahrungen sowie der Aufbau von Netzwerken. Vorträge, Diskussionsrunden, Podiumsdiskussionen und Master Classes machen den Großteil des Programms der Tagungen aus. Doch die Lindauer Nobelpreisträgertagungen lassen ihren Teilnehmern bewusst auch Raum für Inspiration und Reflexion, für persönliche Begegnungen und intensive Gespräche - darin unterscheiden sie sich von üblichen wissenschaftlichen Konferenzen.

Der Ursprung der Tagungen geht zurück auf die Initiative der Lindauer Ärzte Franz Karl Hein und Gustav Wilhelm Parade, sowie auf Graf Lennart Bernadotte, Mitglied der schwedischen Königsfamilie und Hausherr der Bodenseeinsel Mainau. Die erste Tagung 1951 - ein Medizinerkongress, zu dem 7 Nobelpreisträger aus Dänemark, Schweden, der Schweiz, den USA und Deutschland anreisten,  - leistete einen wichtigen Anstoß zur Wiederaufnahme von Kontakten zwischen Wissenschaftlern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Unter dem Motto "Mission Education"  haben sich die Lindauer Nobelpreisträgertagungen seither zu einem international beachteten Forum für wissenschaftliche Debatten über Themen von globaler Bedeutung entwickelt und zahlreiche Wegbegleiter und Förderer aus der ganzen Welt gewonnen. Das Leitmotiv "Educate. Inspire. Connect." begleitet nicht nur die Tagungen, es ist auch richtungsweisend für das gesellschaftliche Engagement der Veranstalter, des Kuratoriums für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau e.V. und der Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee. Zahlreiche Projekte vermitteln die Faszination von Wissenschaft und Forschung, leisten Denkanstöße und regen zur Diskussion an. Sowohl der Austausch unter Wissenschaftlern - zwischen Generationen, Disziplinen und Kulturen - als auch die Verankerung von Wissenschaft und Forschung in der Mitte der Gesellschaft bleiben Kernanliegen des Kuratoriums, der Stiftung und ihrer Partner.

Copyright: C. Flemming/Lindauer Nobelpreisträgertagungen Lindauer NobelpreisträgerNeben der Spitzenforschung stehen auch globale Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft wie die Nachhaltigkeitsfrage oder Diskussionen um die Verantwortung von Wissenschaftlern in und gegenüber der Gesellschaft im Zentrum der Lindauer Debatten. Dieser breite thematische Zuschnitt der Tagungen hat eine lange Tradition. Das Mainauer Manifest beispielsweise, 1955 von Otto Hahn initiiert, war ein Friedens-Appell von zunächst 18 internationalen Nobelpreisträgern, der den Staaten und Regierungen der Welt die Gefahren der militärischen Nutzung der Kernenergie deutlich machen sollte. Ein Jahr später schlossen sich insgesamt 52 Nobelpreisträger auf der Lindauer  Tagung der Warnung vor einem nuklearen Krieg an. Die Grüne Charta von der Mainau, die auf Initiative von Graf Lennart Bernadotte am 20. April 1961 von 16 Personen Experten des Natur- und Landschaftsschutzes in der Bundesrepublik Deutschland unterzeichnet wurde, war nahezu 10 Jahre vor dem ersten Zusammentreffen des Club of Rome ein wegweisendes Naturschutz- und Umweltdokument.

Seit dem Jahr 2000 richten die Veranstalter die Tagungen zunehmend international und interdisziplinär aus. Das globale Netzwerk akademischer Partner, zu dem größtenteils Akademien der Wissenschaften, Universitäten und Forschungseinrichtungen gehören, wird kontinuierlich erweitert. Diese Partnerinstitutionen bilden eine tragende Säule des mehrstufigen Nominierungs- und Auswahlverfahren, welches hochqualifizierten und motivierten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der ganzen Welt die Möglichkeit zur Teilnahme an den Lindauer Tagungen eröffnet. Hierdurch steigt auch der wissenschaftliche Standard der Tagungen insgesamt stetig an. Die weltweite Berichterstattung und die Akkreditierungen von zahlreichen internationalen Journalisten spiegeln die Steigerung des öffentlichen Interesses an den Tagungen. Die Weiterentwicklung der Lindauer Nobelpreisträgertagungen erfolgt mit Unterstützung des BMBF.

Das reiche und zeitlos aktuelle Vermächtnis der Lindauer Tagungen - Wissen, Ideen, Erfahrungen - ist in der Lindauer Mediathek online frei zugänglich. Dort fügen sich die Videos und Textzusammenfassungen der Lindauer Vorträge und Podiumsdiskussionen, Mini-Lectures und Laureaten-Profile zu einem vielfältigen Bild der Wissenschaftsgeschichte zusammen und bilden eine Quelle der Information und Inspiration. Die fortlaufende Vervollständigung und Überarbeitung der Mediathek wird vom BMBF gefördert. 

Veranstalter der Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee

  • Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau e.V.
  • Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee

 

 

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/16473.php)

Stiftung Lindauer Nobelpreisträgertreffen am Bodensee

Reden

  • 10.01.2013

    Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse an Herrn Professor Hans Jörnvall

    Laudatio der Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen, Bundesministerium für Bildung und Forschung, anlässlich der Verleihung des Verdienstkreuzes 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Herrn Professor Hans Jörnvall am 10. Januar 2013 in Berlin

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    [URL: /pub/reden/stqt_20130110.pdf]
  • 01.07.2012

    Eröffnung der 62. Nobelpreisträgertagung

    Grußwort der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, MdB, anlässlich der Eröffnung der 62. Nobelpreisträgertagung am 1. Juli 2012 in Lindau

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    [URL: /pub/reden/mr_20120701.pdf]