Navigationsbereich

Forschung
Verschiedene europäische Flaggen im Wind

Europäisches Forschungsrahmenprogramm

Rahmenprogramm für Forschung und Innovation: Horizont 2020 ist das wichtigste Instrument zur Umsetzung der Innovationsunion. Mit dieser Flaggschiff-Initiative der Europa 2020 Strategie soll Europas Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Der Kommissionsvorschlag vom 30. November 2011 soll bis Ende 2013 sowohl vom Rat für Wettbewerbsfähigkeit als auch vom Europäischen Parlament verabschiedet werden. Das EU-Forschungsrahmenprogramm (FRP) ist das weltweit größte Förderprogramm für Forschungsprojekte. Das BMBF unterstützt die nationalen Bemühungen um exzellente Forschungsarbeiten auf europäischer Ebene. Deutschen Antragstellenden steht ein vielfältiges Beratungsangebot zur Verfügung, zu dem auch die Nationalen Kontaktstellen der Bundesregierung zum Forschungsrahmenprogramm (NKS) gehören.

AKTUELL: Am 28. Januar 2013 gab die Europäische Kommission die beiden Gewinnerprojekte im europäischen Flagship-Wettbewerb bekannt: Das Human Brain Project, geleitet von Prof. Henry Markram an der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), sowie das Projekt Graphen, unter Leitung der Chalmers University of Technology in Schweden. "Deutsche Wissenschaftler sind an beiden Projekten beteiligt und leisten einen wichtigen Beitrag in den Konsortien. Das ist ein herausragender Erfolg für die hiesige Spitzenforschung", sagte Bundesministerin Annette Schavan. "Die internationale Zusammenarbeit in beiden Projekten zeigt, dass sich die großen Fragen zur Zukunft unserer Gesellschaft nicht mehr von einem Land im Alleingang lösen lassen. Umso mehr freut es mich deshalb, dass Deutschland in beiden ausgewählten Projekten eine wichtige Funktion übernimmt." Weitere Informationen finden Sie hier.

"Beteiligung der mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten am Forschungsrahmenprogramm": BMBF-Studie des Fraunhofer-Zentrums für Mittel- und Osteuropa untersucht Erfolge und zeigt Zukunftsperspektiven auf

Die Verhandlungen zu den Verordnungsvorschlägen der Kommission für das neue Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020, sind in vollem Gange. Eine der großen Herausforderungen bei der Gestaltung der künftigen Instrumente der europäischen Forschungs- und Innovationsförderung ist neben der inhaltlichen Ausrichtung und einer effektiven und effizienten Umsetzung auch die Sicherung eines breiten Zugangs zu "Horizont 2020" für die Akteure in ganz Europa.

Eine wichtige Aufgabe ist es deshalb, einer Unterrepräsentierung von Einrichtungen bestimmter Mitgliedsstaaten oder Regionen entgegenzuwirken. Hierauf hat die Expertengruppe für die Zwischenevaluierung des 7. Forschungsrahmenprogramms mit Blick auf die "neuen", insbesondere die mittel- und osteuropäischen Mitgliedsstaaten hingewiesen.

Eine im Auftrag des BMBF vom Fraunhofer-Zentrum für Mittel- und Osteuropa (MOEZ) vorgelegte Studie beleuchtet die Erfolge der mittel- und osteuropäischen Staaten im Exzellenzwettbewerb um Fördermittel aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm erstmals vor dem Hintergrund der nationalen Forschungs- und Innovationssysteme. Die Ergebnisse zeigen, dass einige mittel- und osteuropäische Länder zur Gruppe der erfolgreichen EU-Mitgliedstaaten gehören: Sie können, gemessen an ihrer Größe, sogar eine höhere Beteiligung vorweisen als die "alten" Mitgliedsstaaten im Durchschnitt. Alle mittel- und osteuropäischen Staaten haben spezifische Stärken. Die Studie ist auch erreichbar auf der Webseite des EU-Büros des BMBF

Ein guter Tag für Europa - weiterer Schritt hin zu Horizont 2020

Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Gespräch mit ihrem dänischen Amtskollegen Morten Ostergaard. Copyright: Rat der Europäischen Union.Bundesforschungsministerin Annette Schavan im Gespräch mit ihrem dänischen Amtskollegen Morten Ostergaard am 31. Mai 2012 in Brüssel. Copyright: Rat der Europäischen Union.Auf dem Wettbewerbsfähigkeits-Rat in Brüssel wurde am 31. Mai 2012 die "Teilweise Allgemeine Ausrichtung" zur Verordnung von Horizont 2020 - dem nächsten Rahmenprogramm für Forschung und Innovation - erreicht. Dies ist ein wichtiger Schritt für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitsplätze in Europa. Forschung und Innovation sind der Motor hierfür. Die "Teilweise Allgemeine Ausrichtung" ist Basis der kommenden Verhandlungen mit dem Europäischen Parlament.

Deutschland konnte in die bisherigen Verhandlungen wichtige Forderungen gemäß des Kernthesenpapiers "Horizont 2020: Motor einer neuen Dynamik in Europa" erfolgreich einbringen. Das Papier enthält wesentlichen Punkte der Position der Bundesregierung zum gesamten "Horizont 2020"-Paket, zu dem neben der Verordnung auch das Spezifische Programm, die Beteiligungs- und Verbreitungsregeln und das Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) gehören.

Donauraumstrategie der Europäischen Union weiterentwickeln

Auf Einladung von Bundesforschungsministerin Annette Schavan waren am 9. Juli 2012 EU-Kommissar Hahn sowie Minister und Vizeminister aus Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Österreich, Rumänien, Serbien, der Slowakischen Republik, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Ukraine und Ungarn nach Ulm gekommen. Im Mittelpunkt des zweitägigen Treffens stand die weitere Umsetzung der Donauraumstrategie der Europäischen Union. Es wurden zudem insbesondere die Themen Erneuerbare Energien und Mobilität von jungen Wissenschaftlern erörtert. In einem Konferenz-Kommuniqué einigten sich die Minister darauf, ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Forschung zu intensivieren und die Donauraumstrategie der EU weiter zu entwickeln. Als Sofortmaßnahme wurde die Einrichtung eines Fonds für Forschung, Innovation und Netzwerkbildung angekündigt, für den aus nationalen und europäischen Quellen jeweils 5 Mio. Euro bereitgestellt werden sollen.


Neue Horizonte: Forschungsminister in Kopenhagen

Die europäischen Forschungsminister in Kopenhagen ©Danish EU Council Presidency 2012Auf Einladung der dänischen Ratspräsidentschaft trafen die europäischen Forschungsminister zuletzt im Februar 2012 in Kopenhagen zusammen, um über das zukünftige europäische Forschungsrahmenprogramm "Horizont 2020" zu beraten. Der Rat ist verantwortlich für den europäischen Binnenmarkt und für die Sicherung der besten Rahmenbedingungen für die europäische Industrie und Forschung. Horizont 2020 soll am 1. Januar 2014 starten und Europa für den globalen Wettbewerb stärken.

Europäischer Forschungsraum: Kreative Impulse für das intellektuelle Kapital Europas

Die weitere Realisierung des Europäischen Forschungsraums (EFR) und die Ausgestaltung des zukünftigen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation "Horizont 2020" stehen derzeit auf der Agenda der europäischen Forschungsminister. Nur wenn es gelingt, durch eine zukunftsgerichtete Forschungs- und Innovationspolitik die Wachstumsziele der Europa 2020 Strategie zu erreichen und den Europäischen Forschungsraum (EFR) zu verwirklichen, kann Europa im globalen Wettbewerb bestehen. Die Bundesregierung sieht in dem zukünftigen Rahmenprogramm hierfür das zentrale strategische Instrument.

Wichtige gesellschafts- und wirtschaftspolitische Herausforderungen des 21. Jahrhunderts liegen in Themenbereichen wie Energie, Klima, Ressourcen, Gesundheit, Ernährung oder demographischer Wandel. Antworten und Lösungen lassen sich nur durch europäische oder weltweite Zusammenarbeit in Bildung, Forschung und Wissenschaft finden. Gleichzeitig nimmt der weltweite Wettbewerb um Technologien und Märkte ständig zu. Hier gilt es, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen durch die Förderung von Schlüsseltechnologien zu stärken und Forschungsergebnisse besser und schneller als bisher in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umzusetzen. Eine wesentliche Rolle bei der interdisziplinären Bewältigung wichtiger Herausforderungen der europäischen Gesellschaft, wie beispielsweise der Alterung der Gesellschaft spielen die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, deren zentrale Träger für Forschung in Deutschland und Europa die Hochschulen sind.

2011: Die europäischen Forschungsminister in Sopot/Polen

Die europäischen Forschungsminister kamen am 20. und 21. Juli 2011 auf Einladung der polnischen Ratspräsidentschaft in Sopot zusammen, um über den Europäischen Forschungsraum und das zukünftige EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation zu beraten. 





 EU-Forschungsrahmenprogramme

Alle Maßnahmen auf dem Gebiet der Forschungsförderung und der technologischen Entwicklung, die auf dem "Vertrag von Lissabon" beruhen, werden unter dem Dach eines so genannten "Gemeinschaftlichen Rahmen-programms Forschung" zusammengefasst.

Vordringliches Ziel dieses Forschungsrahmenprogramms der EU ist es, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der in der Gemeinschaft angesiedelten Industrie zu stärken und die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern sowie alle Forschungsmaßnahmen zu unterstützen, die aufgrund anderer Politikbereiche der Gemeinschaft für erforderlich gehalten werden.

Das EU-Forschungsrahmenprogramm wird zentral von Brüssel aus verwaltet. Seine Themen und Ausschreibungen werden von der EU festgelegt, d.h. sie folgen dem "Top-down-Prinzip". Vorangetrieben und sinnvoll ergänzt wird die europäische Forschungszusammenarbeit auch durch die Programme COST und EUREKA, die beide nach dem "Bottom-up-Prinzip" funktionieren, das heißt, hier werden die Themen von den Antragstellern bestimmt.

Das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (2007 - 2013)

Dem 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) stehen 54,4 Milliarden Euro zur Verfügung (davon 4 Milliarden Euro für Euratom).

Das 7. FRP gliedert sich in vier spezifische Programme:

  1. Kooperation (finanzielle Ausstattung 32,4 Milliarden  Euro)

    Das erste spezifische Programm ist die Hauptsäule des 7. FRP. Es fördert grenzüberschreitende Kooperationsprojekte zwischen Universitäten, Industrie und Forschungszentren. Die dabei thematisch vorgegebenen Forschungsbereiche (Themen) sind:
    1. Gesundheit
    2. Lebensmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie
    3. Informations- und Kommunikationstechnologien
    4. Nanowissenschaften, Nanotechnologien, Werkstoffe und neue Produktionstechniken
    5. Energie
    6. Umwelt (inkl. Klimawandel)
    7. Transport (inkl. Luftfahrt)
    8. Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften
    9. Sicherheitsforschung
    10. Weltraum
  2. Ideen (7,5 Milliarden Euro)

    Dieses im 7. FRP neue Programm stärkt die Spitzenkompetenz der europäischen Forschung und macht Europa sowohl für Spitzenforscher als auch für Forschungsinvestitionen attraktiver. Der in diesem Programm eingerichtete Forschungsrat European Research Council (ERC) konzentriert sich auf die Förderung von Grundlagenforschung. Er wählt die kreativsten Forscherinnen und Forscher aus und fördert sie.
  3. Menschen (4,7 Milliarden Euro) 

    Die sog. "Marie-Curie-Maßnahmen" schöpfen das Humanpotenzial in der Forschung maximal aus. Diese im 7. FRP verstärkten Aktivitäten wecken das Interesse für den Forscherberuf bzw. werben Forscherinnen und Forscher in Europa und außerhalb an.
  4. Kapazitäten (4,2 Milliarden Euro)

    Das vierte spezifische Programm verbessert die Möglichkeiten für Forschung und Innovation. Durch die gezielte Förderung von z.B. Forschungsinfrastrukturen und KMU-Forschung wird deren optimale Nutzung gewährleistet.

1,7 Milliarden Euro entfallen auf die Gemeinsame Forschungsstelle (GFS), deren Aufgabe die kundenbezogene wissenschaftliche und technische Unterstützung bei der Planung, Entwicklung, Umsetzung und Überwachung von EU-Politiken ist und die zudem als Referenzzentrum für Wissenschaft und Technik für die Gemeinschaft fungiert.

Im 7. FRP werden erstmals die Verfahren des Rahmenprogramms flexibler und rationaler gestaltet ("Simplification"). Zudem soll es mit der sog. "Risk-Sharing Finance Facility" (RSFF) ein neues Finanzierungssystem geben, welches in Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank (EIB) eingerichtet wird.

Das 6. EU-Forschungsrahmenprogramm (2002 - 2006)

Ende 2006 lief das 6. EU-Forschungsrahmenprogramm (6. FRP) aus. Es hatte für seine vierjährige Laufzeit ein Budget von insgesamt rund 20 Mrd. Euro (inklusive des Euratom-Rahmenprogramms) zur Verfügung. Vordringliches Ziel war die Implementierung des Europäischen Forschungsraums.  

  • Forschung

    Vorschlag der Europäischen Kommission zu Horizont 2020

    Das nächste Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizont 2020) wird - ab dem Jahr 2014 - voraussichtlich mit dem Programm für Wettbewerbsfähigkeit (CIP) und dem Europäischen Institut für Innovation und Technologie (EIT) zusammen geführt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6351.php)

Zusatzinformationen

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/959.php)

Falling Walls

Welche Mauern fallen als nächstes? Detaillierte Informationen zur Falling Walls Conference erhalten Sie hier (Homepage auf Englisch)

Dokumente

Publikationen

  • Studie zur deutschen Beteiligung am 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union ID = 1111

    Titelbild der Publikation

    2009, 97 Seiten
    Bestell-Nr.: 30547

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,14 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/1_ZEW_Endbericht.pdf)

  • Studie zur deutschen Beteiligung am 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union ID = 1113

    Titelbild der Publikation

    Anhang zur Studie - Tabellarische Auswertungen der Vertragsdatenbank

    2009, 125 Seiten
    Bestell-Nr.: 30497

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 8,29 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/2_ZEW-Tabellenanhang.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)