Forschung

Astrophysik

Wenn wir sehen wollen, was bereits Aristoteles sah, sollten wir den Blick auf die Sterne richten. Galileis Fernrohr, die Keplerschen Gesetze und Newtons Gravitationstheorie sind seit Aristoteles Arbeiten über die Astronomie wichtige Meilensteine, die uns das Universum immer besser verstehen lassen. Gerade die Entdeckungen der letzten Jahre haben unsere Vorstellungen vom Kosmos in nie erwarteter Weise erweitert.

Basis für diese Leistungen war nicht zuletzt die moderne wissenschaftliche Infrastruktur mit immer leistungsfähigeren Großgeräten wie Teleskopen und Forschungssatelliten, deren Bau und Betrieb vom BMBF in Kooperation mit vielen Partnern innerhalb und außerhalb Europas seit vielen Jahren gefördert wird. Die immer weiter gesteigerte Leistungsfähigkeit der Beobachtungsgeräte lässt für die Zukunft weitere bahnbrechende Erkenntnisse erwarten. Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler leisten dabei wichtige Beiträge.

Die grundlegenden wissenschaftlichen Fragestellungen der Astrophysik in den kommenden 20 Jahren können, wie 2007 in der Denkschrift von ASTRONET "A Science Vision for European Astronomy" und zuvor auch in der Denkschrift der DFG zu "Status und Perspektiven der Astronomie in Deutschland 2003 - 2016" dargelegt, folgendermaßen zusammengefasst werden:

  • Das Universum: Entstehung, Entwicklung, Dunkle Materie, Dunkle Energie, Schwarze Löcher ,
  • Galaxien und massereiche Schwarze Löcher,
  • Materiekreislauf und Sternentwicklung sowie
  • Stern- und Planetenentstehung.

    Diesen Forschungsthemen gehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit folgenden, vom BMBF geförderten, erdgebundenen Großgeräten nach:

    Europäische Südsternwarte (ESO):

    • Paranal-Observatorium, Very Large Telescope (VLT): 4 Teleskope mit je 8,2 m Spiegeldurchmesser, Standort: Chile,
    • La Silla-Observatorium, Standort: Chile,
    • Atacama Large Millimeter Array (ALMA), Standort: Chile.

    Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und Astrophysikalisches Institut Potsdam (AIP):

    • Large Binocular Telescope (LBT): zwei Spiegel mit je 8,4 m Durchmesser; Standort: Mount Graham, Arizona, USA.

    Max-Planck-Gesellschaft (MPG):

    • Calar Alto - Observatorium, Standort: Spanien,
    • Institut für Radioastronomie im Millimeterbereich (IRAM), Standort: Frankreich.

    Astrophysikalisches Institut Potsdam (AIP):

    • STELLA, Standort: Teneriffa, Spanien

    Kiepenheuer - Institut für Sonnenphysik (KIS), Astrophysikalisches Institut Potsdam (AIP) und Max-Planck-Gesellschaft (MPG):

    • Sonnenteleskop GREGOR, Standort: Teneriffa, Spanien


    Beteiligte Forschungseinrichtungen (Finanzierungsanteil BMBF in %)

    Europäische Südsternwarte  (25)
    Astrophysikalisches Institut Potsdam  (50)
    Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik Freiburg  (50)
    Max-Planck-Institut für Astronomie, Heidelberg  (50)
    Max-Planck-Institut für Astrophysik, Garching  (50)
    Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, Garching  (50)
    Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn  (50)
    Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Katlenburg-Lndauy  (50)

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(URL: http://www.bmbf.de/en/101.php)

Ansprechpartner

  • Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

    • Projektträger DESY (PT-DESY)
    • Notkestraße 85
    • 22607 Hamburg
    • Telefonnummer: +49 40 8998-3702
    • Faxnummer: +49 40 8994-3702
    • E-Mail-Adresse: pt@desy.de
    • Homepage: http://pt.desy.de
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-DESY&Z_CHK=0

VERÖFFENTLICHUNGEN

Ergebnisberichte aus dem Bereich Astrophysik des Projektträgers DESY können Sie hier einsehen.