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Forschung

Bioethik: Grenzfragen des Lebens

Forschung an embryonalen Stammzellen, genetische Diagnostik und genetisch veränderte Organismen? Wie weit geht die Freiheit der Forschung und wo liegen die gesellschaftlichen Grenzen? Aufgabe einer innovationsorientierten Forschungspolitik ist es, wissenschaftlichen Fortschritt für die Menschen in einem verantwortbaren Rahmen zu befördern. Die Forschung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der Biowissenschaften erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für die Beantwortung dieser Fragen.

Die Biowissenschaften und die Biomedizin sind Schlüsseldisziplinen zur Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Bekämpfung von Volkskrankheiten, der Sicherstellung der Welternährung und der Bekämpfung des Klimawandels. Biowissenschaften und Biomedizin sind untrennbar mit rechtlichen und ethischen Fragestellungen verbunden, die den Menschen und seine Umwelt betreffen. Es gehört daher zu den Aufgaben einer innovationsorientierten Forschungspolitik, alle nationalen und internationalen Diskussionsprozesse zu begleiten, die Aspekte der biowissenschaftlichen Forschung berühren. Aktuelle Bespiele hierfür sind die Stammzellforschung, die genetische Diagnostik oder die Fortpflanzungsmedizin, insbesondere vor dem Hintergrund der Debatte über die Präimplantationsdiagnostik (PID). Weiterführende Informationen hierzu und zu anderen Themen des Bereichs "Ethik und Recht" finden Sie unter den in der Linkliste rechts genannten Adressen.

Gesetzgeberische und andere politische Entscheidungen müssen auf wissenschaftlich begründeten Annahmen beruhen. Insbesondere auf dem sich schnell wandelnden Gebiet der Lebenswissenschaften müssen vorhandene wissenschaftliche Erkenntnisse zusammengetragen, ethische, rechtliche und soziale Implikationen aufgezeigt und die Themen wissenschaftlich fundiert aufbereitet werden. Um Parlament und Bundesregierung zu beraten und um zu einer objektiven Information der Öffentlichkeit beizutragen, wurde 2008 der Deutsche Ethikrat eingerichtet (Ethikratgesetz), der dem Nationalen Ethikrat nachfolgt. Die Mitglieder des interdisziplinär zusammengesetzten Gremiums werden je zur Hälfte vom Deutschen Bundestag und der Bundesregierung vorgeschlagen und durch den Präsidenten des Deutschen Bundestags berufen.

Darüber hinaus unterstützt das BMBF mit jährlich rund 4 Mio. Euro einen eigenständigen Förderschwerpunkt zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der modernen Lebenswissenschaften (ELSA). Im Rahmen von nationalen und internationalen Forschungsprojekten, Diskusprojekten oder Klausurwochen wird ein breites Spektrum an interdisziplinären Projekten zu aktuellen Fragestellungen bearbeitet.

1998 wurde mit Projektmitteln des BMBF das Deutsche Referenzzentrum für Ethik in den Biowissenschaften (DRZE) gegründet. Es trägt der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung bioethischer Forschung Rechnung. Aufgabe des DRZE ist es, Informationen zur  modernen Biowissenschaft und ihrer medizinischen Anwengung zentral verfügbar zu machen. Diese sind nicht nur für eine qualifizierte ethische Urteilsbildung erforderlich. Sie sind darüber hinaus maßgeblich um die Präsenz deutscher Ethikwissenschaften in der internationalen Debatte zu verstärken.

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/1056.php)

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  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

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    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821-1210
    • Faxnummer: 0228 / 3821-1257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Geförderte Vorhaben: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/Gefoerderte%20Projekte.php
 

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