Rom zur Zeit der Napoleonischen Eroberungszüge. Mittendrin ein unsterblich verliebter Maler, seine angebetete Opernsängerin und ein machtgieriger Polizeichef. Kann die Liebe dem Konflikt um politische Ideale standhalten?
Die Unausweichlichkeit der Handlung wird durch die Musik verstärkt: Neben der Schilderung äußerlicher Ereignisse (Schlacht bei Marengo, Geheimpolizei, Engelsburg) gibt es gefühlsbetonte Arien und Duette, die das Innenleben der Figuren nach außen kehren. Es entsteht ein Sog, der nicht nur die handelnden Figuren zur Katastrophe führt, sondern die Zuschauer mitreißt und zu Identifikation und Mitleiden zwingt.
Ausgehend von der Musik spielen wir die Figuren der Oper, setzen die Verwicklungen gesanglich und dramatisch in Szene. Alle fühlen sich in eine der Figuren der Puccini-Oper ein und setzen sich aus der Rollenperspektive heraus mit der dramatischen Entwicklung auseinander.
Einige musikalische Nummern werden erarbeitet und für die Abschlusspräsentation mit szenischen Elementen angereichert. Vorkenntnisse zum Singen oder Spielen sind nicht erforderlich - aber auch nicht hinderlich.
Die gemeinsam erarbeiteten Beiträge des Workshops werden am Sonntagabend im Rahmen des Bühnenprogramms präsentiert.
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Jens- Erik Schulze erhielt mit 13 Jahren den ersten Gesangsunterricht. Er studierte an der Hochschule für Musik "Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig und schloss sein Studium als Konzertsänger mit einem Diplom ab. Engagements am Landestheater Altenburg, Opernhaus Halle, Dessau und am Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg und jüngst an der Staatsoper Berlin folgten. Jens-Eric Schulze konnte u.a. viele Erfolge als Papageno, Posa in "Don Carlos" und als Scarpia in "Tosca" feiern. Als Lied-und-Konzertsänger ist er mit Franz Schuberts "Winterreise" sowie mit dem "Deutschen Requiem" von Johannes Brahms auf vielen Konzertpodien zu hören.

Rainer O. Brinkmann ist Leiter der Jungen Staatsoper an der Staatsoper im Schiller Theater. Seit 2001 hat er an der Staatsoper die musiktheaterpädagogische Arbeit aufgebaut. Er hat als Theaterpädagoge (BuT), Schauspieler (Zan Pollo Theater) und Regisseur (KonzerTheater, Theatercompanie Voland, theater 3 hasen oben) gearbeitet. Seit 1984 beschäftigt er sich mit der wissenschaftlichen Erforschung des Themas "Szenische Interpretation von Musik + Theater" und hat zahlreiche Bücher und Aufsätze dazu veröffentlicht. Seine Lehrtätigkeit führte ihn an Hochschulen im In- und Ausland. Als Produktionsleiter zahlreicher Kinder- und Jugendprojekte hat er das Thema Oper in der kulturellen Bildung verankert.