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Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie

Auftrag des neuen Helmholtz-Zentrums Berlin ist es, Großgeräte wie die Neutronenquelle BER II und die Berliner Synchrotronstrahlungsquelle zu betreiben und deren Instrumentierung für die nationale und internationale Forschung mit Photonen und Neutronen zu fördern. Das neue Helmholtz-Zentrum an den zwei Standorten Adlershof und Wannsee zeichnet aus, dass es zusätzlich zur Quellenentwicklung und Betreuung externer Nutzer auch Materialforschung und Analytik auf Gebieten durchführt, die für die Entwicklung von Instrumenten und Methoden neue Herausforderungen bieten und die komplementäre Nutzung beider Quellen zeigen.

Die Zusammenführung von BESSY und HMI vereint für Forschungszwecke wichtige Photonenquellen in Deutschland unter dem Dach der Helmholtz-Gemeinschaft. Damit entsteher die Chance zu einer abgestimmten Gesamtstrategie für Betrieb, Nutzung und Weiterentwicklung dieser Quellen. Das neue Zentrum verfügt über eine Forschungsinfrastruktur, die langfristig konkurrenzfähig angelegt und weiterentwickelt werden soll. Auf dieser Grundlage kann ein interdisziplinäres Zentrum entstehen mit hohem Leistungspotenzial im Bereich der Material- und Energieforschung, das konzeptionell vergleichbar ist mit international renommierten Forschungszentren in Grenoble, Frankreich, den Rutherford Labs in Großbritannien oder dem Paul-Scherrer-Institut in der Schweiz.

Die Ausstattung mit Großgeräten umfaßt

  • die Neutronenquelle BER II, bald ergänzt durch einen im Bau befindlichen Hochfeldmagneten. Mit 30 Tesla wird er ein Magnetfeld erzeugen, das eine Million mal so stark ist wie das der Erde. Der neue Hochfeldmagnet wird es ermöglichen, mit Hilfe von Neutronen Vorgänge in Substanzen zu untersuchen. Der Magnet und die zugehörigen Neutroneninstrumente sind Vielzweckgeräte, die Experimente zu vielen verschiedenen aktuellen Fragestellungen aus der Physik, Chemie, Biochemie und den Materialwissenschaften erlauben werden. Die Suche nach einem grundsätzlichen Verständnis der Hochtemperatursupraleitung - der Fähigkeit einzelner Substanzen, Strom ohne Widerstand zu leiten - wird anfangs eines der zentralen Themen sein. Geplant sind auch Arbeiten zu magnetischen Eigenschaften komplexer Materie und zu ungewöhnlichen, durch die Gesetze der Quantenphysik bestimmten, Prozessen.
  • die Synchrotronstrahlungsquelle BESSY II der modernsten (dritten) Generation, möglichst ergänzt durch einen Freie Elektronen Laser (FEL) der zweiten Generation für den weichen Röntgenbereich, dessen Entwicklung vom Wissenschaftsrat empfohlen wurde. Die Umsetzung wird in einer Forschungs- und Entwicklungsphase untersucht.

Forschungsschwerpunkte

Im Rahmen der Forschungsprogramme der Helmholtz-Gemeinschaft wird das neue Zentrum in den Bereichen "Struktur der Materie" und  "Energie" folgende Forschungsschwerpunkte setzen:

  • Magnetische Materialien 
  • Mikro- und nanostrukturierte Materialien und
  • Materialwissenschaften für die Solarenergietechnologie

Die Strahlquellen wird interessierten Wissenschaftlern von Universitäten, anderen Forschungsinstituten und der Industrie offen stehen.

Ausstattung

Für den Start 2009 ist eine Mitelausstattung in Höhe von 95 Mio. € - 86 Mio. € durch das BMBF, 9 Mio. € durch das Land Berlin - geplant, die zusätzlich um Drittmittel und eigene Einnahmen aus Industrieprojekten erweitert werden kann. Am neuen Zentrum sind 960 Mitarbeiter vorgesehen, davon 200 Doktoranden und Drittmittelstellen.

  • Reaktorhalle des HMI

    Wissenschaft

    Hahn-Meitner-Institut (HMI)

    Das nach den beiden Entdeckern der Kernspaltung, Otto Hahn und Lise Meitner benannte Hahn-Meitner-Institut (HMI) wurde 1959 als Kernforschungszentrum gegründet. Das Institut ist heute Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und wird vom Bund zu 90 Prozent, vom Land Berlin zu 10 Prozent finanziert. Jährlich stehen dem HMI mit seinen rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa 75 Millionen Euro zur Verfügung. Das HMI ist sowohl in Berlin Wannsee beheimatet als auch in Adlershof, wo ein ehemaliges Institut der Akademie der Wissenschaften der DDR integriert und eigene Anlagen an der Synchrotronstrahlungsquelle BESSY aufgebaut wurden.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/10683.php)

Zusatzinformationen

Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH

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