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Wissen für kulturelle und soziale Orientierung

Kulturelle Bildung kann und soll die kreativ-künstlerischen Potenziale und Fähigkeiten junger Menschen fördern und entwickeln und damit die mathematisch-naturwissenschaftlichen und technisch-instrumentellen Fähigkeiten ergänzen. Die Beschäftigung mit Kunst und Kultur eröffnet neue Wege für eine umfassende Entwicklung der Persönlichkeit und für eine aktive Lebensgestaltung.

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in der Interkulturelle Bildung eine besondere Rolle übernehmen kann. Sie erleichtert Menschen mit und ohne Migrationshintergrund das Verständnis für den Wert kultureller Vielfalt und fördert das Zusammenleben aller - die Begegnung auf Augenhöhe - in einer multiethnischen Gesellschaft.

Der im Sommer 2007 verabschiedete Nationale Integrationsplan hat dem Thema Interkulturelle Bildung seine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die interkulturelle Komponente von Kultureller Bildung und damit die kulturellen Erwartungen und Biografien von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, sind bislang noch zu wenig beachtet worden. Gerade diese junge Menschen bilden jedoch eine große Gruppe in den Bildungseinrichtungen unseres Landes, auf die sich das Bildungssystem mehr als bisher einstellen muss. 

Die Interkulturelle Bildung bedarf neuer inhaltlicher Präzisierungen und Vermittlungsformen und muss sich auf die unterschiedlichen Wünsche, Erwartungen und Fähigkeiten ihrer Adressaten einlassen. Auf einer Tagung des BMBF in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. vom 14. bis 15. November 2007 in Bonn wurden hierzu unter der Leitfrage "Interkulturelle Bildung - Ein Weg zur Integration?" praktische Erfahrungen, theoretische wie empirische Grundlagen und politische Erfordernisse vorgestellt und diskutiert. Dabei kamen, vor über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, nicht nur Praktiker, Wissenschaftler und Politiker zu Wort, sondern auch Kinder und Jugendliche selbst als Experten in eigener Sache.

Die Tagungsdokumentation ist im September 2008 beim Institut für Kulturpolitik der Kulturpolitischen Gesellschaft in Bonn erschienen.

Interkulturelle Bildung - Ein Weg zur Integration

Titel des Tagungsbandes Interkultrelle Bildung - Ein Weg zur IntegrationDokumentation der Tagung vom 14./15. November 2007 in Bonn

Bonn / Essen: Klartext Verlag 2008; 229 Seiten; 15,00 Euro; ISBN 978-3-8375-0074-5
Kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche erlebt derzeit eine große öffentliche Wertschätzung. Die interkulturelle Komponente der Kulturellen Bildung und damit die kulturellen Interessen der Kinder und Jugendlichen, die einen Migrationshintergrund haben, gewinnen dabei vor allem unter Integrationsaspekten an Bedeutung. Diese jungen Menschen bilden mittlerweile eine große Gruppe in den Kindergärten und Schulen unseres Landes und werden darin in absehbarer Zeit die Mehrheit stellen.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Kooperation mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V. im November 2007 in Bonn die Fachtagung "Interkulturelle Bildung - Ein Weg zur Integration?" ausgerichtet, an der neben Wissenschaftlern, Praktikern und Politikern auch Kinder und Jugendliche als Experten in eigener Sache teilnahmen.

Der Band dokumentiert die Veranstaltung in ihren zentralen Beiträgen.

AutorInnen sind u.a. Svetlana Acevic, Christian Alt, Helle Becker, Maria Böhmer, Anka Bolduan, Thomas Brehm, Wilfried Ferchhoff, Max Fuchs, Lisa Gaupp, Manfred Grunenberg, Ute Hachmann, Hannelore Kunz-Ott, Barbara Müller, Volker Pirsich, Daniel Rottner, Michaela Schult, Michael Thielen, Oliver Scheytt und Melike Yar.

  • Singende Mädchen mit Migrationshintergrund

    Bildung

    Integration, Popmusik und Schule

    Das Integrationsprojekt "InPop" der Popakademie Baden-Württemberg richtet sich an Mannheimer Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Es zielt auf eine bessere Integration durch Förderung und Verbesserung ihrer sprachlichen, sozialen und kreativen Kompetenzen mittels Musik.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/14362.php)
  • Bildung

    Interkulturelles Lernen mittels computergestützter Projektarbeit - come_IN

    Das Projekt "come_IN" am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Universität Siegen ermöglicht, unterstützt und erforscht das gemeinsame Lernen in interkulturellen Computerclubs. Dabei wird es vom Referat für Kulturelle Bildung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Die Gelegenheit zum gemeinsamen Lernen, Spielen und Arbeiten am und mit dem Computer fördert Kinder und Erwachsene in ihrem kreativen Umgang mit modernen Medien. Die Clubs sind an Grundschulen angesiedelt. Unterstützt werden die Teilnehmer dabei von Lehrern der Schulen, Helfern auf dem Stadtviertel und Tutoren des come_IN Teams.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/13957.php)
  • Bildung

    Studium Kultur und der Arbeitsmarkt für kulturvermittelnde und interkulturelle Tätigkeitsfelder

    Das Projekt leistet eine Bestandsaufnahme von Studiengängen, die sich mit Inhalten und Methoden der Kulturvermittlung und Interkultur befassen und veröffentlicht ihre Profile in einer online-Datenbank zum Wintersemester 2009/2010. In der zweiten Projektphase werden die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes für kulturelle und interkulturelle Tätigkeitsfelder ermittelt und den bestehenden Studienangeboten gegenüber gestellt: Wie sieht das Verhältnis von Angebot und Nachfrage aus? Werden Studentinnen und Studenten adäquat auf den aktuellen Arbeitsmarkt Kultur vorbereitet oder müssen Studiengänge Anpassungen vornehmen? Workshops und in 2010 eine bundesweite Fachtagung bieten ein Forum zum Austausch zwischen Beschäftigern und Vertretern der Studiengänge über die Ergebnisse des Forschungsprojektes.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7543.php)