
Zur Bewältigung dieser Aufgaben wurden mit maßgeblicher Unterstützung des BMBF, flankiert von den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen, seit 2006 zwei Translationszentren in Leipzig und Berlin aufgebaut. Ein drittes Zentrum, ebenfalls Bund-Land finanziert, wurde im April 2009 in Rostock eröffnet.
In diesen Zentren befassen sich Wissenschaftler und Kliniker, unterstützt von der Industrie, mit der Entwicklung innovativer regenerativer Therapien. Neben der Forschung an Stammzellen werden auch neuartige Biomaterialien und in vitro, das heißt im Labor hergestellte, Gewebe entwickelt.
Das 2006 gegründete BCRT ist ein gemeinsames Projekt der Charité - Universitätsmedizin Berlin sowie der beiden Helmholtz-Zentren Helmhotlz-Zentrum Geesthacht und Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. Ein Schwerpunkt der dortigen Arbeiten ist die Förderung der körpereigenen Heilungs- und Regenerationskräfte bei akuten und chronischen Erkrankungen. Das ebenfalls seit 2006 bestehende Translationszentrum für Regenerative Medizin (TRM) in Leipzig deckt Anwendungsgebiete vom Ersatz geschädigten Gewebes durch künstliche Implantate über den biologischen Ersatz mittels gezüchteten Gewebes bis zur Stimulation körpereigener Reparaturprozesse ab. Sowohl BCRT als auch TRM befinden sich nach einer erfolgreichen Evaluation seit 2011 in einer zweiten 4-jährigen Förderphase. Je Förderphase beteiligt sich das BMBF mit 15 Mio. € je Förderphase und Zentrum.
Neben diesen beiden Zentren wird in Rostock das Zentrum für kardiale Stammzelltherapie (RTC) gefördert. Hier wird die weltweit erste klinische Studie der Phase drei für diesen Bereich durchgeführt. Neben den dort entwickelten Methoden und Verfahren stehen auch die regulatorischen Anforderungen zur Durchführung und Zulassung zellbasierter Therapien (ATMP) auf dem Prüfstand. Damit kann dieses Projekt auch für zukünftige Entwicklungen auf dem Gebiet der Stammzellforschung als Referenz dienen. Das ebenfalls Bund-Land geförderte Zentrum wird vom BMBF in den Jahren 2009 bis 2011 mit 3,4 Millionen Euro unterstützt.
Mit der Bekanntmachung "Entwicklung und Validierung von Methoden und Verfahren der Regenerationstechnologien für den Einsatz in der Medizin" werden insbesondere Verbünde zwischen Wissenschaft, Klinik, Wirtschaft 0 vor allem KMU, Zulassungsbehörden und Kostenträgern gefördert. Eine wirtschaftlich nachhaltige, auf Evidenz beruhende Verwertung von Entwicklungen der Regenerationstechnologien, auch Stammzell-basierter Verfahren sollen fachübergreifend vorangetrieben und damit Wege zur Kommerzialisierung geebnet werden. Der Bund unterstützt diese Maßnahmen zwischen 2008 und 2012 mit 15 Mio. €.
Basierend auf einem "Memorandum of Understanding" zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem "California Institute for Regenerative Medicine" (CIRM) aus dem Jahr 2009 werden seit 2010 Wissenschaftler in Deutschland, die sich zur Ergänzung bestehender Projekte an amerikanischen Ausschreibungen im Bereich der Regenerativen Medizin beteiligen, vom Bundesforschungsministerium gefördert .
Das CIRM ist eine bundesstaatliche Förderagentur, die gezielt zur Förderung der Stammzellforschung für medizinische Anwendungen geschaffen wurde. Insgesamt stehen dem CIRM dafür drei Milliarden US-Dollar für zehn Jahre zur Verfügung. Im Rahmen eines speziellen Abkommens zwischen dem BMBF und dem CIRM können auch deutsche Forscher an ausgewiesenen Forschungsprogrammen des CIRM, sogenannten Awards, partizipieren. Konkret geschieht dies in enger Kooperation mit amerikanischen Wissenschaftlern im Rahmen von Verbundprojekten.
English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/1084.php)

BMBF fördert intensiv Regenerative Medizin
2011, 8 Seiten
Download [PDF - 1,41 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_vorteilhafte_implantate_aus_koerpereigenen_Zellen.pdf)

Selbstheilungskraft des Körpers verstehen und nutzen
2012, 59 Seiten
Download [PDF - 4,63 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/BMBF_RegenerativeMedizin_2012r.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/2027.php)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/1764.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4218.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
2.-4.November 2011, Leipzig (URL: http://www.wcrm-leipzig.com/)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
biotechnologie.de - Die Informationsplattform (URL: http://www.biotechnologie.de/)