
Durch die großen medizinisch-technischen Erfolge bei Organtransplantationen sowie dem spezifischen Ersatz von Zell-, Gewebs- und Organfunktionen wird bereits heute das Überleben vieler Patienten mit schwerwiegenden Krankheiten ermöglicht. Damit in den nächsten Jahren weitere Fortschritte in der Transplantationsmedizin erreicht werden können, fördert das BMBF zwei große Forschungsschwerpunkte zu regenerativer Medizin.
Durch die großen medizinisch-technischen Erfolge bei Organtransplantationen sowie dem spezifischen Ersatz von Zell-, Gewebs- und Organfunktionen wird bereits heute das Überleben vieler Patienten mit schwerwiegenden Krankheiten ermöglicht. Aber schon jetzt existieren erhebliche Engpässe bei der Bereitstellung von geeigneten Spenderorganen oder etablierten, alternativen Therapieverfahren. Ferner ist eine steigenden Nachfrage im Bereich der regenerativen Medizin absehbar. Diese Situation wird durch die bisher nur unzureichend beherrschbaren Abstoßungsreaktionen von transplantierten Organen oder Geweben verschärft, die bei einigen Patienten eine Zweittransplantation erforderlich machen. In der Folge sterben jährlich in Deutschland viele Tausend Patienten, die bei einer geeigneten Behandlung eine sehr gute Überlebenschance hätten.
Deshalb wird intensiv an der Weiter- und Neuentwicklung technischer Ersatzmöglichkeiten gearbeitet. Diese sind allerdings entweder auf sehr spezifische Anwendungsgebiete beschränkt oder können in vielen Fällen die Lebensqualität der Patienten erheblich beeinträchtigen. Beim Umfang des bestehenden Bedarfs sind daher in den bedeutsamen Anwendungsgebieten Forschungsansätze, die eine verlorene Organfunktion auf biologischem Wege ersetzen können gegenwärtig wesentlich aussichtsreicher. Das langfristiges Ziel dieses Forschungsbereichs ist es, Prozesse der Zell-, Gewebe- oder Organfunktion und -regeneration aufzuklären und daraus therapeutische Verfahren zu entwickeln. Hierfür ist es zunächst notwendig, das Potenzial und die möglichen Risiken beim Einsatz von Stamm- bzw. Vorläuferzellen für die regenerative Medizin zu klären. Durch die neu entwickelten Therapieverfahren soll eine bessere und umfassendere Versorgung im Bereich des biologischen Ersatzes von Organfunktionen gewährleistet werden, insbesondere in den Anwendungsbereichen, wo eine Transplantation derzeit nicht möglich ist.
Das BMBF fördert zwei Schwerpunkte in der regenerativen Medizin:

Die Heilungsprozesse unseres Körpers verstehen und nutzen
2005, 44 Seiten
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