
Für den Einzelnen und die Gesellschaft lohnen sich Investitionen in Bildung. Personen mit höheren Bildungsabschlüssen sind seltener arbeitslos als Personen mit geringer Qualifikation und weisen höhere Erwerbstätigkeitsquoten auf. So lag im Jahr 2005 in Deutschland die Erwerbstätigenquote der 25-64-jährigen Männer mit einem Hochschul- oder vergleichbaren Abschluss bei 86 %, die für Frauen bei 78 % (OECD-Mittel: Männer 89 %, Frauen 79 %). Deutlich niedriger liegen die Beschäftigungsquoten bei denen, die über einen beruflichen Abschluss im Sekundarbereich II (z.B. abgeschlossene Lehre) oder darunter verfügen.
Zugleich gibt es einen starken positiven Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Durchschnittseinkommen. In allen OECD-Ländern verdienen Personen mit einem Hochschulabschluss deutlich mehr als Absolventen des Sekundarbereichs, in der Regel sind es mehr als 50 %. In Deutschland liegt der Einkommensvorteil für 25- bis 64-Jährige mit einem Abschluss der Tertiärbereichs im Verhältnis zum Einkommen aus einer Ausbildung im Sekundarbereich II bei 51 % und nimmt damit international eine mittlere Position ein.
Steigende Anforderungen des Arbeitsmarkts, der Übergang in die Informations- und Wissensgesellschaft sowie höhere Bildungsansprüche des Einzelnen und der Gesellschaft haben international den Anteil junger Menschen, die einen Hochschulabschluss erwerben, ansteigen lassen.
Die Bundesregierung strebt eine Studienanfängerquote von 40 % eines Altersjahrgangs an. Um einer wachsenden Zahl von Studienberechtigten die Aufnahme eines Studiums zu ermöglichen, haben sich Bund und Länder auf einen Hochschulpakt verständigt. Der Hochschulpakt versetzt die Hochschulen finanziell in die Lage, bis zum Jahr 2010 insgesamt mehr als 90.000 zusätzliche Studienanfängerinnen und Studienanfänger gegenüber dem Jahr 2005 aufzunehmen.
Der Anteil der finanziellen Hilfen an den öffentlichen Bildungsausgaben für den Tertiärbereich lag in Deutschland im Jahr 2004 bei 17,9 % und damit etwa im Durchschnitt der OECD-Staaten. Bei der Aufteilung dieser Mittel in Darlehen und Stipendien zeigt sich, dass der Anteil der Stipendien und sonstigen Unterstützungen für private Haushalte mit 14,1 Prozentpunkten in Deutschland deutlich über dem OECD-Mittel von 9,9 Prozentpunkten liegt, der der Studiendarlehen mit 3,8 Prozentpunkten deutlich unter dem OECD-Mittel. Studierende in Deutschland haben beispielsweise seit Frühjahr 2006 die Möglichkeiten, ihr Studium über einen Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu günstigen Konditionen zu finanzieren. Ein weiterer Ausbau der Begabtenförderung und der Stipendienkultur in Deutschland ist erforderlich. Das BMBF wird daher den Anteil der Studierenden, die über die vom BMBF finanzierten Studentenförderungswerke unterstützt werden, innerhalb von 4 Jahren um 50 % steigern.
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(URL: http://www.bmbf.de/pubRD/bildung_auf_einen_blick_07_wesentliche_aussagen.pdf)
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