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Forschung

Alt werden - bei guter Gesundheit

Die Chancen, gesund zu altern, stehen heute besser denn je. Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg - vor allem aufgrund der rasanten Fortschritte in der Medizin - in den vergangenen 100 Jahren kontinuierlich an und wird nach allgemeiner Erwartung auch weiterhin steigen. Wichtig für Gesundheit im Alter ist der Ausbau von Prävention und Früherkennung zahlreicher Erkrankungen. Das gilt besonders für die Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen.

Die Lebenserwartung steigt seit den letzten Jahrzehnten kontinuierlich und dabei verbessert sich zunehmend auch die Lebensqualität im höheren Alter. Beide Effekte liegen vor allem an einer beständig verbesserten Gesundheitsversorgung. Allerdings treten im Alter weiterhin schwere Krankheiten wie Demenzen, Parkinson, Herz- und Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen oder Krebs verstärkt auf. Auch in Zukunft werden die wenigsten Menschen ihren letzten Lebensabschnitt vollständig gesund und selbstständig genießen können. Von den heute über 60-Jährigen sind viele chronisch krank oder werden von verschiedenen Erkrankungen beeinträchtigt. Die Mehrheit der alten Menschen ist daher in ärztlicher oder pflegerischer Behandlung und auf eine Vielzahl an Medikamenten und Therapien angewiesen.

Nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels unserer Gesellschaft steigen die Anforderungen an Versorgung und Pflege beständig. Deshalb wird in den entsprechenden Bereichen von Forschung und Entwicklung verstärkt nach neuen, effektiven und praktikablen Ansätzen für ein möglichst gesundes Leben im Alter gesucht.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert deshalb - neben umfangreichen krankheitsspezifischen Projekten - gezielt altersbezogene und zum Teil inter- und multidisziplinär angelegte Forschungsvorhaben und -verbünde. Darüber hinaus ist die Forschung zu altersrelevanten Fragestellungen als Querschnittsthema im Regierungsprogramm zur Gesundheitsforschung verankert.

Gesundheit im Alter

Das Bundesforschungsministerium fördert sechs Forschungsverbünde, die zentrale Herausforderungen für die Erhaltung der Gesundheit im Alter bearbeiten. Im Fokus stehen die spezifischen Aspekte der Multimorbidität (Mehrfacherkrankung) sowie die Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen und der Autonomie im Alter. Dafür stellt das Ministerium insgesamt rund 32 Millionen Euro bis Ende 2013 zur Verfügung. Parallel dazu hat sich das BMBF an der europaweiten Fördermaßnahme "Nachwuchswissenschaftler für die gesundheitsbezogene Altersforschung" (Future Leaders of Ageing Research in Europe - FLARE) im Rahmen des European Research Area Network on Ageing (ERA-AGE) beteiligt.

Weitere Informationen zur BMBF-Maßnahme ""Gesundheit im Alter" sowie "FLARE" und den einzelnen Verbünden finden Sie unter: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/4329.php

Krankheitsbezogene Kompetenznetze

Um den Transfer der Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Forschung und letztlich in die Patientenversorgung zu verbessern, förderte das BMBF seit 1999 insgesamt 21 Kompetenznetze in der Medizin. Davon beschäftigen sich aktuell fünf mit Erkrankungen, die insbesondere ältere Menschen betreffen und die die nationale Expertise in den jeweiligen Krankheitsgebieten bündeln:

Krankheitsbezogenes Kompetenznetz Degenerative Demenzen

Das BMBF will - aufbauend auf der Erfahrung der "Medizinischen Kompetenznetze" - durch die Förderung von national angelegten "Krankheitsbezogenen Kompetenznetzen" das Zusammenwirken herausragender Akteure in Forschung und Versorgung zu gesundheitspolitisch wichtigen Krankheitsbildern weiter entwickeln und ausbauen. Damit soll die Effizienz und die Interdisziplinarität der klinischen Forschung gefördert und das nationale Forschungsprofil in der Gesundheitsforschung gestärkt werden. Das "Krankheitsbezogene Kompetenznetz Degenerative Demenzen" soll über insgesamt zwölf Jahre mit rund 50 Millionen Euro gefördert werden.

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) unter der Leitung des Biomediziners Pierluigi Nicotera nahm im Frühjahr 2009 seine Arbeit auf und entwickelt vor allem neue Strategien im Kampf gegen Alzheimer und Parkinson.

Das DZNE hat einen breiten Forschungsauftrag: Durch die Analyse der Krankheitsursachen soll es neue Möglichkeiten der Früherkennung und Prävention, Wege zur Entwicklung wirksamer Therapien und die besten Formen der Pflege und Versorgung aufzeigen.

Das Zentrum arbeitet unter dem Dach der Helmholtz-Gemeinschaft und wurde mit dem Ziel gegründet, die deutsche Forschung auf dem Gebiet der Neurodegeneration zu bündeln und zu verstärken.

Kernelement des Zentrums ist die enge fachlich-räumliche Verbindung zu bestehenden Forschungseinrichtungen wie den Hochschulen und Hochschulkliniken. Es ist außer dem Standort in Bonn auch in München, Tübingen, Rostock/Greifswald, Witten-Herdecke, Göttingen und Magdeburg präsent. Das jährliche Budget des Zentrums umfasst in der Endausbaustufe insgesamt 66 Millionen Euro. 90 Prozent davon trägt das BMBF, 10 Prozent übernehmen die beteiligten Länder.

Neben dem DZNE beschäftigen sich weitere Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung mit altersrelevanten Erkrankungen:

Die BMBF-Broschüre "Kampf gegen das Vergessen" bietet einen Überblick über fasst wichtige Informationen zu Ursachen, Prävention und Therapieformen von Demenzen zusammen.

  • Forschung

    Präventionsforschung - Daten und Fakten

    Ob Präventionsmaßnahmen das Auftreten von Krankheiten wirklich verhindern oder zumindest verzögern können, ist für viele Maßnahmen noch nicht klar beantwortet. Es braucht aber verlässliche wissenschaftliche Grundlagen, wenn auf gesundheitspolitischer Ebene die Prävention und Gesundheitsförderung als vierte Säule des Gesundheitssystems neben Heilung, Pflege und Rehabilitation ausgebaut werden soll. Das BMBF fördert die Präventionsforschung, um neue Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und bestehende zu evaluieren.
     weiterlesen: Präventionsforschung - Daten und Fakten
    (URL: http://www.bmbf.de/de/10503.php)
  • Forschung

    Versorgungsnahe Forschung - Chronische Krankheiten und Patientenorientierung

    Dieser Förderschwerpunkt wurde gemeinsam vom BMBF, der deutschen Rentenversicherung Bund, den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen sowie dem Verband der privaten Krankenversicherung e.V. geschaffen. Unterstützt werden soll die Forschung zu "Chronischen Krankheiten und Patientenorientierung" sowie der Transfer der Ergebnisse zu den Patienten. Besonders bei chronisch kranken Menschen ist eine gute Versorgung stark an den Bedürfnissen der Betroffenen orientiert. Themen sind gezielte Informationen und effiziente Schulungsprogramme für diese Patienten und eine bessere Organisation der Versorgung unter Beteiligung der Betroffenen.
     weiterlesen: Versorgungsnahe Forschung - Chronische Krankheiten und Patientenorientierung
    (URL: http://www.bmbf.de/de/12055.php)

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/10849.php)

Publikationen

  • Medikamente im Alter ID = 1742

    Titelbild der Publikation

    Welche Wirkstoffe sind ungeeignet?

    2012, 44 Seiten
    Bestell-Nr.: 30751

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 3,85 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/priscusbroschuere_medikamente_im_alter.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • Heinrich-Konen-Straße 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821-1210
    • Faxnummer: 0228 / 3821-1257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Geförderte Vorhaben: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/Gefoerderte%20Projekte.php
 

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