
Bei vielen Erkrankungen ist eine frühe Diagnostik entscheidend für Prävention und Therapieerfolg. Dabei ist Krankheit ein Prozess, der meistens Jahre vor der Entwicklung von Symptomen molekulare Veränderungen auf Zellebene hinterlässt, eine lange Zeit, bevor die Erkrankung mit der konventionellen Bildgebung diagnostizierbar ist. Die Molekulare Bildgebung macht sich diese frühen Veränderungen zunutze. Sie soll den Nachweis solcher Spuren ermöglichen, deutlich vor dem Auftreten eines Infarktes oder eines Tumors.
Spezifische molekularbiologische Fingerabdrücke sind vielen Erkrankungen eigen. Eine ähnlich zukunftsweisende Rolle könnte die Molekulare Bildgebung daher auch bei der Diagnose altersbedingter oder chronisch-entzündlichen Erkrankungen spielen. Maßgeschneiderte Sonden (Kontrastmittel oder Tracer) spüren die für eine krankhafte Veränderung typischen Moleküle im Körper auf. Mit Hilfe bildgebender Verfahren werden die so markierten molekularen oder zellulären Veränderungen sichtbar gemacht. Das eröffnet die Chance, Erkrankungen frühzeitig zu diagnostizieren und gezielt zu therapieren.
Bundesministerin Dr. Annette Schavan und die Vorstände bzw. Geschäftsführer der Unternehmen Bayer-Schering Pharma AG, Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Carl Zeiss AG, Karl Storz GmbH & Co. KG und Siemens AG haben am 09.10.2007 in Berlin die Innovationsallianz Molekulare Bildgebung gestartet und die Technologie-Initiative Molekulare Bildgebung angekündigt.
Die Innovationsallianz Molekulare Bildgebung ist Teil des BMBF-Aktionsplans Medizintechnik und baut auf die bereits laufende direkte Projektförderung des BMBF zum Forschungs- und Innovationsfeld Medizinische Bildgebung in den Gesundheitsforschungs- und Technologieprogrammen auf.
Die Innovationsallianz Molekulare Bildgebung wird maßgeblich durch die Verzahnung akademisch-klinischer mit technologisch-industriellen Aktivitäten getragen. Im Zentrum ersterer steht die bereits veröffentlichte BMBF-Bekanntmachung "Molekulare Bildgebung in der Medizin - MoBiMed". Den technologischen Schwerpunkt bildet nun die "Technologie-Initiative Molekulare Bildgebung - MoBiTech".
Die Partner der Innovationsallianz, das BMBF und die Industrie, werden in einer Technologie-Initiative gemeinsam 900 Mio. Euro in die Molekulare Bildgebung investieren. In den nächsten zehn Jahren werden die Unternehmen sich mit 750 Mio. Euro engagieren; das BMBF plant im Rahmen der Bekanntmachung "Technologie-Initiative Molekulare Bildgebung - MoBiTech" die Förderung von Verbundprojekten zwischen Wirtschaft und Wissenschaft - Forschungseinrichtungen und Universitäten - mit bis zu 150 Mio. Euro.
Im Ergebnis der Initiative sollen für die klinische Diagnostik sowie für die Arzneimittelentwicklung neue bildgebende Sonden - also Kontrastmittel oder nuklearmedizinische Tracer -, neue bildgebende Medizingeräte und neue leistungsfähige Systeme zur Datenverarbeitung und Bildanalyse realisiert werden.
Mittelfristig eröffnen diese Technologien völlig neue Produktgenerationen
Langfristig werden diese Technologien einen wesentlichen Beitrag zur Früherkennung von Erkrankungen und damit das zu einer verbesserten Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung leisten.
Zur Innovationsallianz Molekulare Bildgebung gehören die Unternehmen:
Bayer Schering Pharma AG
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Carl Zeiss AG
Karl Storz GmbH & Co. KG
Siemens AG

2006, 36 Seiten
Bestell-Nr.: 30221
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Bis 26. Juni 2009 (URL: http://www.bmbf.de/foerderungen/11265.php)
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