Forschung

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Im Herzen soll die Liebe zu Hause sein. Weit weniger prosaisch, aber noch viel wichtiger ist das Herz als unermüdlicher Motor unseres Lebenskreislaufs. Leider sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland immer noch Todesursache Nummer 1. In Deutschland arbeiten die besten Expertinnen und Experten in der Forschung gemeinsam an neuen Erfolg versprechenden Verfahren.

Fast jeder zweite Todesfall in Deutschland geht auf eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems zurück. Vor allem ältere Menschen sind betroffen. Angesichts der steigenden Lebenserwartung und der wachsenden Anzahl chronischer Herzerkrankungen ist mit einer weiteren Zunahme der Zahlen zu rechnen. Störungen des Herz-Kreislauf-Systems manifestieren sich aber auch bereits in jüngeren Jahren (im Alter unter 50 Jahren). Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht, Rauchen, Bluthochdruck, ein erhöhter Cholesterinspiegel und Diabetes.

Die Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht hohe Kosten: Allein der Anteil der Herz-Kreislauf-Medikamente beträgt rund ein Viertel der gesamten Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung. Zu den Ausgaben für Diagnostik und Behandlung kommen noch die Aufwendungen für die Rehabilitation der Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten, die nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus weiterhin betreut werden müssen, hinzu.

Weitere Informationen zu Herz-Kreislauf-Forschung finden Sie [hier]

Nationales Genomforschungsnetz (NGFN)

Diagnose und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen konnten durch die Forschung vergangener Jahre erheblich verbessert werden. Dennoch ist eine Heilung nur selten möglich. Durch die neuen molekular- und zellbiologischen Methoden erwarten die Expertinnen und Experten in der kardiovaskulären Forschung zukünftig wesentliche Fortschritte.

Mit der Etablierung des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) hat das BMBF im Jahr 2001 die Voraussetzungen daafür geschaffen. Eines der insgesamt fünf krankheitsorientierten Genomnetze arbeitet auf diesem Gebiet. Das Genomnetz Herz-Kreislauf 22 Arbeitsgruppen an 11 Standorten wurde bis 2007 mit ca. 22 Mio. € gefördert. Untersucht werden beispielsweise die genetischen Mechanismen bei Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Arteriosklerose. Neben der systematischen Funktionsanalyse der Gene können die Forschungsergebnisse der Netze die Grundlagen für die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren liefern.

Kompetenznetze in der Medizin

Dies sind überregionale Netzwerke zu definierten Krankheitsbildern, in denen Forschung und Versorgung eng miteinander verzahnt sind. Vor dem Hintergrund der hohen Erkrankungszahlen fördert das BMBF seit 2003 drei medizinische Kompetenznetze für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die bundesweit agierenden Netzwerke beschäftigen sich mit den Krankheitsbildern Vorhofflimmern, Herzschwäche (Herzinsuffizienz) und angeborene Herzfehler.

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(URL: http://www.bmbf.de/en/1135.php)

Publikationen

  • Herz in Gefahr?

    Titelbild der Publikation

    Ursachen, Prävention, Therapie - Ergebnisse der Herzkreislaufforschung (Aktualisierung der Erstauflage von 2004)

    2007, 76 Seiten

    Download [PDF - 1,44 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/Herzkreislauf.pdf)

  • Von der Forschung in die Versorgung

    Titelbild der Publikation

    Kompetenznetze in der Medizin

    2006, 100 Seiten

    Download [PDF - 1,99 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/von_der_forschung_in_die_versorgung.pdf)

  • Das Nationale Genomforschungsnetz

    Titelbild der Publikation

    Krankheitsbekämpfung durch Genomforschung

    2003, 60 Seiten

    Download [PDF - 3,42 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/das_nationale_genomforschungsnetz.pdf)

  • Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen

    Titelbild der Publikation

    Programm der Bundesregierung

    2001, 80 Seiten

    Download [PDF - 1,51 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/gesundheitsforschung.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • - PT Gesundheitsforschung -
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 38 21 210
    • Faxnummer: 0228 /38 21 257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-DLR&P_APC_REF=614&Z_CHK=0