
Gemeinsam mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat das BMBF 2003 eine gemeinsame Initiative für die patientennahe medizinische Forschung in Deutschland gestartet. Damit können klinische Studien unabhängig von thematisch eingegrenzten Förderprogrammen finanziert werden. Das Programm besteht seit 2005 und ist jährlich mit insgesamt 30 Millionen Euro ausgestattet. Das BMBF fördert nicht-kommerzielle klinische Studien zu pharmakologischen Therapieverfahren sowie systematische Reviews von klinischen Studien nach internationalen Standards. Die Förderung erfolgt in enger Abstimmung mit der DFG, die nichtkommerzielle klinische Studien zur nicht-pharmakologischen Therapie sowie Diagnosestudien, Prognose-Studien und kontrollierte Studien zur Sekundärprävention fördert.
Das BMBF hat von von 1999 bis 2009 den Aufbau von insgesamt zwölf Koordinierungszentren für Klinische Studien (KKS) mit einer Gesamtsumme von rund 38 Mio. € gefördert. Die KKS sollen alle Prozesse klinischer Studien wirksam unterstützen und die Qualität der patientenorientierten klinischen Forschung an den Universitäten weiterentwickeln. Dazu gehören sowohl von der Wissenschaft initiierte Studien als auch industriell initiierte klinische Studien. Ein KKS stellt eine zentrale Dienstleistungseinrichtung der Hochschule dar, die personelle und logistische Ressourcen und Kompetenzen zur Verfügung stellt, um klinische Studien zu planen, vorzubereiten, durchzuführen und auszuwerten. Durch diese BMBF-Förderung wurden Strukturen geschaffen, die auch nach Ablauf der Förderung weiterhin einen wertvollen Beitrag für die klinische Forschungslandschaft in Deutschland leisten.
Die Fördermaßnahme "Klinische Studienzentren" verfolgt das Ziel, eine nachhaltige Infrastruktur für die Koordination der patientenbezogenen klinischen Forschung zu etablieren. In der ersten, vierjährigen Förderrunde wurden bis Anfang 2011 vom BMBF mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von rund 24 Mio. € an sechs Standorten klinische Studienzentren gefördert. In der zweiten Förderrunde wird die Förderung mit 20 Mio. € an fünf Standorten bis 2015 fortgesetzt.
Bei vielen operativen Verfahren fehlen gesicherte wissenschaftlicher Erkenntnisse, die anhand von multizentrischen klinischen Studien gewonnen werden können. Als Ursache für diese Situation werden mangelnde Forschungsexpertise und besonders hohe methodische Anforderungen bei chirurgischen Studien angesehen. Ziele der BMBF-Förderung des Studiennetzwerks Chirurgie" (CHIR-Net) sowie des "Studienzentrums der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie" (SDGC) sind daher der Aufbau einer flächendeckenden Forschungsinfrastruktur, die Weiterbildung von Chirurgen im Bereich klinischer Studienforschung sowie die Durchführung klinischer Studien zu chirurgischen Fragestellungen. Seit 2005 wurde vom BMBF das Studiennetzwerk Chirurgie mit fünf Regionalzentren an den Universitäten in Berlin, Mainz, TU München, Schleswig-Holstein und Witten-Herdecke/Köln zusammen mit dem "Studienzentrum der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (SDGC) in Heidelberg mit insgesamt 4,9 Mio. € gefördert. In einer zweiten Förderperiode soll die Förderung verlängert werden.
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