Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bisher zehn Förderbekanntmachungen im Programm "Forschung für die zivile Sicherheit" veröffentlicht.
Diese letztgenannte Bekanntmachung ist auch im Zusammenhang mit dem Masterplan "Güterverkehr und Logistik" der Bundesregierung zu sehen. Dabei gilt es, Sicherheitsszenarien zu betrachten, in denen die Warenversorgung durch Anschläge, Naturkatastrophen, Großunfälle oder kriminelle Handlungen bedroht oder betroffen ist.
Eine weitere Bekanntmachung war im Themenfeld "Gesellschaftliche Dimensionen der Sicherheitsforschung" angesiedelt. In diesem Kontext interessieren disziplinübergreifende Fragestellungen nach den gesellschaftlichen Voraussetzungen, Einbettungen und möglichen Konsequenzen innovativer Sicherheitslösungen.
Im Rahmen der "Technologieverbünde" wurden die Themen "Detektionssysteme für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Gefahrstoffe (CBRNE-Gefahren)", "Integrierte Schutzsysteme für Rettungs- und Sicherheitskräfte" und "Mustererkennung" ausgeschrieben. Im Rahmen der internationalen Kooperationen wurde die "Zusammenarbeit mit Israel" ausgeschrieben.
Ziel der Bekanntmachung zur Kooperation in der zivilen Sicherheitsforschung zwischen Deutschland und Israel im Rahmen des Programms "Forschung für die zivile Sicherheit" der Bundesregierung - Bundesministerium für Bildung und Forschung - mit dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur und Sport, Jerusalem, und Ministerium für Industrie, Handel und Arbeit, Tel Aviv, ist die Entwicklung innovativer Lösungen insbesondere zum Schutz der zivilen Bevölkerung und der kritischen Infrastrukturen, zum Katastrophenschutz und Krisenmanagement. Auch eine englische Version ist verfügbar.
Im Bereich "Detektionssysteme für chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Gefahrstoffe (CBRNE-Gefahren)" werden 19 Verbundprojekte mit einem Gesamtvolumen von 43,9 Millionen Euro gefördert.
Im Bereich "Schutz von Verkehrsinfrastrukturen" werden zehn Verbundprojekte mit ca. 36,8 Millionen Euro gefördert.
Sechs ausgewählte Projekte aus der Bekanntmachung "Integrierte Schutzsysteme für Rettungs- und Sicherheitskräfte" sind mit einem Gesamtvolumen von ca. 21 Millionen Euro gestartet.
15 Verbünde aus dem Bereich "Schutz und Rettung von Menschen" sind mit ca. 38 Millionen Euro bewilligt. Fünf Verbundvorhaben sind im Bereich "Schutz vor Ausfall von Versorgungsinfrastrukturen" bereits bewilligt, ein weiteres Projekt ist in der Bewilligungsphase.
Neun eingereichte Skizzen wurden aus der Bekanntmachung "Gesellschaftliche Dimensionen der Sicherheitsforschung" zur Förderung ausgewählt. Drei Forschungsvorhaben wurden bereits bewilligt.
In den Bereichen "Mustererkennung", "Sicherung der Warenketten" sowie "Zusammenarbeit mit Israel" befinden sich die eingereichten Projektvorschläge derzeit in der Evaluations- bzw. Beantragungsphase.
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