Ziel des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung ist, durch die Entwicklung innovativer Lösungen die zivile Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Das Sicherheitsforschungsprogramm ist kein reines Technologieprogramm. Innovation meint nicht nur technische Neuerungen, sondern beinhaltet auch innovative organisatorische Konzepte und Handlungsstrategien. Interdisziplinäre Projekte, Wissenstransfer in die Öffentlichkeit, Begleitforschung zu kritischen Fragen und Transparenz sind in der Sicherheitsforschung Voraussetzungen für den Programmerfolg. Das Programm ist zudem in einen europäischen Rahmen eingepasst.
Das Programm ist in einen europäischen Rahmen eingepasst und besteht aus zwei Programmlinien.
In beiden Programmlinien nehmen Fragen zur Akzeptanz der Technologieentwicklungen, zu Quellen von Bedrohungen, zum Datenschutz oder zur Auswirkung auf die Menschen- und Freiheitsrechte einen hohen Rang ein. Die Forschung zu gesellschaftlichen Fragen legt zudem besonderen Wert auf den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit. Publikationen, Workshops und Diskurse unter den Beteiligten verstärken das Bewusstsein für sicherheitsrelevante Fragen und unterstützen die forschungspolitische Willensbildung. Dialog und Transparenz werden als eine wichtige Voraussetzung für einen Erfolg angesehen.
Für eine erste Förderperiode stellt das BMBF bis zum Jahr 2010 Haushaltsmittel im Umfang von rund 123 Millionen Euro bereit.
Integraler Bestandteil des Programms ist die Kooperation des Forschungsministeriums mit den für die jeweiligen Politikbereiche verantwortlichen Ressorts. Forschung, Gesetzgebung, Regelsetzung, internationale Kooperation und Beschaffung im Bereich der zivilen Sicherheit werden als Gesamtkontext betrachtet. Auf der Grundlage der Hightech-Strategie geht es auch darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die Beiträge zur Sicherheit erbringen, zu stärken und Technologieführerschaft in spezifischen Sicherheitstechnologien zu erreichen.
Die Ergebnisse der Sicherheitsforschung sollen dazu beitragen, die Ursachen der Gefahren für die zivile Sicherheit frühzeitig zu erkennen und diesen wirksam zu begegnen, effiziente Organisationsformen und technische Mittel zur Prävention von Gefahren sowie zur Abwehr und Bewältigung von Anschlägen und Katastrophen zu entwickeln. Präventiv geht es darum, Gefahren zu erkennen und ihnen so früh wie möglich zu begegnen. Auf Prävention zielt auch die Sicherung der Infrastrukturen. Innovative Sicherheitslösungen sollen Verkehrssysteme, Kommunikationsnetze, Versorgungssysteme oder Warenströme robuster gegen Katastrophen und von vornherein für Angreifer unattraktiv machen. Reaktiv zielt die Sicherheitsforschung darauf, bei Krisen optimal zu reagieren und die Folgen zu minimieren.
English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/11773.php)

Programme of the German Federal Government
2007, 60 Seiten
Bestell-Nr.: 30264
Download [PDF - 1,65 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/research_for_civil_security_.pdf)

Programm der Bundesregierung
2007, 23 Seiten
Bestell-Nr.: 30263
Download [PDF - 1,65 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschung_fuer_zivile_sicherheit.pdf)

An Inventory: Research Landscape and Contacts
2007, 116 Seiten
Download [PDF - 2,19 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/research_for_civil_security_an_inventory.pdf)

Eine Bestandsaufnahme: Forschungslandschaft und Ansprechpartner
2007, 116 Seiten
Download [PDF - 2,22 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschung_fuer_zivile_sicherheit_eine_bestandsaufnahme.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)