Forschungsprogramm für die zivile Sicherheit

Ziel des Sicherheitsforschungsprogramms der Bundesregierung ist, durch die Entwicklung innovativer Lösungen die zivile Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhöhen. Das Sicherheitsforschungsprogramm ist kein reines Technologieprogramm. Innovation meint nicht nur technische Neuerungen, sondern beinhaltet auch innovative organisatorische Konzepte und Handlungsstrategien. Interdisziplinäre Projekte, Wissenstransfer in die Öffentlichkeit, Begleitforschung zu kritischen Fragen und Transparenz sind in der Sicherheitsforschung Voraussetzungen für den Programmerfolg. Das Programm ist zudem in einen europäischen Rahmen eingepasst.

Das Programm ist in einen europäischen Rahmen eingepasst und besteht aus zwei Programmlinien.

  • Programmlinie 1 umfasst die "Szenarienorientierte Sicherheitsforschung". Damit werden die Bedürfnisse der Nutzer und Anwender von Beginn an in die Forschung eingebracht. Auf der Basis der Szenarien wird gewährleistet, dass alle für die Erarbeitung umsetzungsfähiger Sicherheitslösungen notwendigen Disziplinen aus den Technik-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften eingebunden und auf gemeinsame Anwendungsziele ausgerichtet werden. Die Szenarien bieten zudem die Plattform, auf der Behörden und privatwirtschaftliche Akteure als Betreiber und Anbieter von Sicherheitstechnik zusammenwirken. Einzelfragen und Einzellösungen werden somit zugunsten passfähiger Systeminnovationen vermieden. Kernelemente der Förderung sind: Schutz von Verkehrsinfrastrukturen, Schutz und Rettung von Menschen, Schutz vor Ausfall von Versorgungsstrukturen sowie Sicherung der Warenketten.
  • Programmlinie 2 zielt auf die Erforschung von Querschnittstechnologien in "Technologieverbünden" ab, die in vielen Szenarien benötigt werden. Dazu zählen die Technologien zur raschen und mobilen Erkennung von Gefahrstoffen, zur Einsatzertüchtigung von Sicherheits- und Rettungskräften, zur Mustererkennung und zur schnellen und sicheren Personenidentifikation. Die Technologieverbünde erschließen für die Sicherheitsforschung wichtiges Basiswissen und entwickeln aus bestehenden und neuen Technologien innovative Systeme. Sie arbeiten anwendungsnah durch Einbeziehung der gesamten Innovationskette von der Forschung über die Industrie bis hin zu den Endnutzern.

In beiden Programmlinien nehmen Fragen zur Akzeptanz der Technologieentwicklungen, zu Quellen von Bedrohungen, zum Datenschutz oder zur Auswirkung auf die Menschen- und Freiheitsrechte einen hohen Rang ein. Die Forschung zu gesellschaftlichen Fragen legt zudem besonderen Wert auf den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit. Publikationen, Workshops und Diskurse unter den Beteiligten verstärken das Bewusstsein für sicherheitsrelevante Fragen und unterstützen die forschungspolitische Willensbildung. Dialog und Transparenz werden als eine wichtige Voraussetzung für einen Erfolg angesehen.

Für eine erste Förderperiode stellt das BMBF bis zum Jahr 2010 Haushaltsmittel im Umfang von rund 123 Millionen Euro bereit.

Integraler Bestandteil des Programms ist die Kooperation des Forschungsministeriums mit den für die jeweiligen Politikbereiche verantwortlichen Ressorts. Forschung, Gesetzgebung, Regelsetzung, internationale Kooperation und Beschaffung im Bereich der zivilen Sicherheit werden als Gesamtkontext betrachtet. Auf der Grundlage der Hightech-Strategie geht es auch darum, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, die Beiträge zur Sicherheit erbringen, zu stärken und Technologieführerschaft in spezifischen Sicherheitstechnologien zu erreichen.

Die Ergebnisse der Sicherheitsforschung sollen dazu beitragen, die Ursachen der Gefahren für die zivile Sicherheit frühzeitig zu erkennen und diesen wirksam zu begegnen, effiziente Organisationsformen und technische Mittel zur Prävention von Gefahren sowie zur Abwehr und Bewältigung von Anschlägen und Katastrophen zu entwickeln. Präventiv geht es darum, Gefahren zu erkennen und ihnen so früh wie möglich zu begegnen. Auf Prävention zielt auch die Sicherung der Infrastrukturen. Innovative Sicherheitslösungen sollen Verkehrssysteme, Kommunikationsnetze, Versorgungssysteme oder Warenströme robuster gegen Katastrophen und von vornherein für Angreifer unattraktiv machen. Reaktiv zielt die Sicherheitsforschung darauf, bei Krisen optimal zu reagieren und die Folgen zu minimieren.

  • Hightech-Strategie

    Wissenschaftlicher Programmausschuss Sicherheitsforschung

    Der Wissenschaftliche Programmausschuss zur Sicherheitsforschung trat am 29.10.2007 in Bonn zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Es handelt sich um ein unabhängiges Expertengremium, das die Bundesregierung in Fragen der Sicherheitsforschung berät.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/11781.php)
  • Hightech-Strategie

    Landkarte zur Sicherheitsforschung: SecurityResearchMap

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Vernetzung der Akteure in der zivilen Sicherheitsforschung, dazu gehören Unternehmen wie Forschungseinrichtungen Deutschlands, unter anderem durch die Forschungslandkarte SecurityResearchMap.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/11777.php)
  • Hightech-Strategie

    Nationale Förderung in der Sicherheitsforschung

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bisher zehn Förderbekanntmachungen im Programm "Forschung für die zivile Sicherheit" veröffentlicht.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/11770.php)

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(URL: http://www.bmbf.de/en/11773.php)

Publikationen

  • Research for Civil Security

    Titelbild der Publikation

    Programme of the German Federal Government

    2007, 60 Seiten
    Bestell-Nr.: 30264

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,65 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/research_for_civil_security_.pdf)

  • Forschung für die zivile Sicherheit

    Titelbild der Publikation

    Programm der Bundesregierung

    2007, 23 Seiten
    Bestell-Nr.: 30263

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,65 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschung_fuer_zivile_sicherheit.pdf)

  • Research for Civil Security

    Titelbild der Publikation

    An Inventory: Research Landscape and Contacts

    2007, 116 Seiten

    Download [PDF - 2,19 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/research_for_civil_security_an_inventory.pdf)

  • Forschung für die zivile Sicherheit

    Titelbild der Publikation

    Eine Bestandsaufnahme: Forschungslandschaft und Ansprechpartner

    2007, 116 Seiten

    Download [PDF - 2,22 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/forschung_fuer_zivile_sicherheit_eine_bestandsaufnahme.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Sicherheitsforschung
    • Dr. Andreas Hoffknecht
    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 6214-456
    • Faxnummer: 0211 6214-139
    • E-Mail-Adresse: hoffknecht@vdi.de
    • Homepage: http://www.vditz.de/home/kompetenzen/forschungsfoerderung/sicherheitsforschung/index.html
  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Sicherheitsforschung
    • Dr. Karin Wey
    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 6214-433
    • Faxnummer: 0211 6214-484
    • E-Mail-Adresse: wey@vdi.de
    • Homepage: http://www.vditz.de/sicherheitsforschung
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-VDI&P_APC_REF=522&Z_CHK=0