Lob und Tadel vom PC

Ob im Urlaub oder im Beruf - Englisch braucht heute fast jeder. Um die Sprachkenntnisse aufzupolieren, muss man nicht unbedingt einen Kurs besuchen oder an einer Sprachreise teilnehmen. Es geht auch ganz bequem von zu Hause aus: mit einem Computerprogramm. Die STIFTUNG WARENTEST hat 14 Englischprodukte für fortgeschrittene Lerner getestet.

Untersuchung

Die Vorteile des E-Learnings, des Lernens mithilfe des Computers, liegen auf der Hand: Der Lerner muss sich nicht an starre Kurszeiten halten, sondern bestimmt selbst, wann und wo er lernt. Allein zu Hause lacht auch keiner, wenn es bei der Aussprache mal hapert. Mit dem Notebook lernt es sich sogar im Café oder während der Bahnfahrt.

Man braucht allerdings eine gute Portion Motivation und Selbstdisziplin, um sich allein vor dem PC durch die Übungen zu klicken. Ist das Programm didaktisch gut und interessant gestaltet, kann das helfen, durchzuhalten. Die STIFTUNG WARENTEST hat untersucht, welche Programme den größten Lernerfolg versprechen und 14 Software-Produkte getestet.

Qualitätskriterien

Zwei Sprachsoftware-Experten und fünf Nutzer spielten jedes einzelne Produkt am Computer durch und bewerteten es anschließend. Wichtige Prüfpunkte waren die didaktisch-methodische Gestaltung des Programms sowie die Lerninhalte, zu denen beispielsweise der Wortschatz und die vier Sprachaktivitäten Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben zählen.

Ergebnisse

Lernen wie von selbst funktioniert auch mit einem Sprachprogramm nicht. Der Lernwillige braucht schon Fleiß und Durchhaltevermögen, um sich selbst auf ein fortgeschrittenes Englisch-Sprachniveau zu bringen. Die beste Unterstützung dafür bieten die drei "guten" Programme im Test. Sie waren anregend und sachgerecht aufbereitet und eigneten sich zur Verbesserung von Wortschatz und Grammatik. Auch das Sprechen und das Hören wurden mittels Headset und Spracherkennungssoftware bei guten Produkten trainiert. Viele der Kurse, die im Test deutlich schlechter abschnitten, legten den Schwerpunkt auf das Vokabeltraining, übten aber kaum den aktiven Sprachgebrauch.

Verbrauchertipps

Anfangs- und Zielniveau der Sprachsoftware sind auf vielen Verpackungen angegeben. Man sollte seine eigenen Fähigkeiten realistisch einschätzen, sonst fühlt man sich mit dem Programm schnell über- oder unterfordert. Das führt zu Frustration beim Lernen. Einen Einstufungstest bieten einzelne Hersteller im Internet oder auf einer Demo-CD an, die es kostenlos im Buchhandel gibt. Anhand des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) kann man sich auch selbst einzuschätzen. Er definiert aufgrund objektiver Kriterien sechs Niveaus beim Sprachenlernen, von der elementaren über die selbstständige bis hin zur kompetenten Sprachverwendung. Die 14 Produkte im Test sollten laut Anbieter auf das Zielniveau B1 oder B2 vorbereiten.

Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie unter http://www.test.de/themen/bildung-soziales/weiterbildung/test/-/1567887/1567887/1576553/