Im Test waren fünf überregionale Sprachschulen. An jeweils drei Standorten haben geschulte Tester Englischkurse für Fortgeschrittene mit den Zielniveaus B1/B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens mindestens sechs Monate lang verdeckt besucht. Ebenfalls getestet wurden exemplarisch sechs regionale Sprachschulen und drei Volkshochschulen in Berlin, Hamburg und München. Hier wurden die Kurse mit den Zielniveaus B1/B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens mindestens zwei Monate lang geprüft. Der Gruppenunterricht fand überall ein- bis zweimal wöchentlich statt. Die Kursqualität wurde mit teilstandardisierten Erhebungsbögen und Protokollen dokumentiert. Experten begutachteten Lehrmaterialien und Kundeninformationen.
Bewertet wurden Beratung und Einstufung, Kursdurchführung, Lehrmaterial, Organisation und Kundeninformationen. Außerdem prüfte ein Rechtsgutachter die allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) auf unzulässige Klauseln.
Ob Small Talk oder Diskussion - ums Sprechen kam in den untersuchten Englischkursen keiner herum. Das Gespräch stand überall im Vordergrund. Hinzu kam in allen Kursen ein gutes bis sehr gutes Grammatiktraining. Doch besser als "befriedigend" war der Unterricht nirgendwo. Vor allem kulturelle Inhalte kamen zu kurz. Auch beim Schreib-, Hör- und Lesetraining blieben die Kurse hinter ihren Möglichkeiten zurück. Auch die allgemeinen Geschäftsbedingungen boten wenig Anlass zur Freude. Bei den überregionalen Anbietern drückten sie das Qualitätsurteil um eine halbe Note nach unten.
Wer seine Sprachkompetenz im Mündlichen verbessern will, ist in einem Sprachkurs richtig. Denn Sprechen steht heute überall im Mittelpunkt. Wer spezielles Vokabular, etwa Geschäftsenglisch, trainieren will, sollte vorher beim Anbieter nachfragen, welcher Kurs dies bietet. Die STIFTUNG WARENTEST hat ein Anforderungsprofil für Englisch-Fortgeschrittenenkurse erarbeitet, das die wichtigsten Inhalte auflistet.
Dieses und die ausführlichen Testergebnisse finden Sie unter www.weiterbildungstests.de