International anerkannt ist zum Beispiel das Zertifikat English for Business, kurz EFB, von der London Chamber of Commerce and Industry (LCCI), der größten Handelskammer Großbritanniens. Den Abschluss gibt es auf fünf Schwierigkeitsstufen. Um die Prüfung abzulegen, muss man keinen Sprachkurs besuchen, empfehlenswert ist es jedoch. Die STIFTUNG WARENTEST wollte wissen, wo Interessierte Präsenz- und Fernkurse belegen können und hat eine bundesweite Anbieterbefragung durchgeführt.
Über Datenbanken wurde recherchiert, welche Bildungsinstitute Vorbereitungskurse auf das EFB-Zertifikat anbieten. Die Anbieter wurden schriftlich befragt - nach Preisen, Dauer, Kursformen, angebotenen Schwierigkeitsstufen, Fördermöglichkeiten und ob die Prüfung direkt bei der Sprachschule abgelegt werden kann. Die Ergebnisse wurden in einer Marktübersicht zusammengestellt.
Was Dauer und Kosten betrifft, unterscheiden sich die Präsenzkurse erheblich. Da ist ein Abendkurs über zweieinhalb Monate für 141 Euro zu haben, anderswo wird für 2070 Euro dreieinhalb Monate in Vollzeit gebüffelt. Viele der teuren Vollzeitkurse werden vor allem von Teilnehmern mit Bildungsgutschein gebucht. Das heißt: Sie bekommen die Weiterbildung von den Arbeitsagentur bezahlt. Wer per Fernunterricht Wirtschaftsenglisch lernen will, muss acht bis zwölf Monate Zeit investieren und mit Kosten zwischen 1400 und 1700 Euro rechnen.
Bevor Interessierte einen Kurs buchen, sollten sie sich erkundigen, auf welche EFB-Schwierigkeitsstufe der Kurs vorbereitet und wie der Anbieter das Sprachniveau ermittelt. Möglich ist zum Beispiel ein Einstufungstest. Vor der Prüfung kann ein Probeexamen absolviert werden. Aufgaben aus früheren Prüfungen lassen sich kostenlos aus dem Internet herunterladen.
Die vollständigen Testergebnisse finden Sie hier