Ministerium

UN-Standort Bonn

Im Juli 2006 hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den neuen Dienstsitz der Vereinten Nationen in Bonn an UN-Generalsekretär Kofi Annan übergeben. 55 Mio. Euro hatte die Bundesregierung in den Umbau des einstigen Abgeordnetenhochhauses "Langer Eugen" investiert. Die zur Zeit 17 Bonner UN-Organisationen arbeiten dort gemeinsam unter einem Dach. BMBF fördert fünf wichtige UN- Organisationen mit Sitz in Bonn, die internationale Kooperation und Netzwerkbildung betreiben.  Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen die Bereiche Bildung, lebenslanges Lernen, Energiesicherheit und Umwelt.

United Nations University - Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS)

Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) wurde im Jahre 1973 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen gegründet. Als internationale Gemeinschaft von Wissenschaftler dient sie als Denkfabrik der VN. UNU versteht sich als Brücke zwischen der akademischen Welt und dem UN-System. Der Hauptsitz der UNU ist in Tokio, Japan.

Das United Nations University Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) ist eines von weltweit 13 Forschungs- und Ausbildungszentren der Universität der Vereinten Nationen. Es befasst sich mit der interdisziplinären Erforschung von Ursachen und Vorbeugungsstrategien bei Naturkatastrophen und dauerhaften Umweltveränderungen, die die menschliche Sicherheit bedrohen, sowie mit der Entwicklung und Implementierung von Konzepten zur Vulnerabilitätsminderung und zum Katastrophenmanagement. Die Kompetenz deutscher Forschungseinrichtungen in diesen Bereichen wird durch den Aufbau enger Kooperationsbeziehungen mit UNU-EHS verstärkt in die weltweite Zusammenarbeit und den Aufbau von Kapazitäten gerade auch in Entwicklungsländern eingebunden.

Für die 5-jährige Aufbauphase des 2003 in Bonn gegründeten Instituts stellen BMBF und das Land NRW jeweils insgesamt 2,5 Mio. Euro zur Verfügung.

United Nations University - Vice Rectorate in Europe (UNU-ViE)

Die Universität der Vereinten Nationen (UNU) und BMBF unterzeichneten am 4. Juni 2007 im UN-Campus in Bonn eine Vereinbarung zur Einrichtung des UNU-Vizerektorats in Europa (UNU-ViE).

Mit dieser Einrichtung entsteht das erste Vizerektorat außerhalb Tokios. Es ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Präsenz der UNU in Europa und ein weiterer Schritt in dessen Dezentralisierungsprozess. Das Vizerektorat soll gute Beziehungen zu Gremien des VN-Systems, internationalen/ regionalen Organisationen, zu Regierungen, Unternehmen, Hochschul- und Forschungseinrichtungen und Stiftungen, vor allem in Europa, entwickeln.

Seit März 2007 sind die Universität Bonn und UNU durch ein Assoziierungsabkommen miteinander verbunden. Thematisch wird sich UNU-ViE vor allem auf Fragen der "Wissenschaft und Technologie für die menschliche Sicherheit" konzentrieren. Zu den wichtigen Themen gehören dabei der Klimawandel, Energiesicherheit und Umweltzerstörung. Der regionale Schwerpunkt liegt auf Europa, Russland, Zentralasien und Afrika. Die mehrdimensionale Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn führte bereits zu gemeinsamen Projekten in Afrika und Zentralasien. Die Aktivitäten von UNU-ViE konzentrieren sich hauptsächlich auf die Initiierung, Unterstützung und Koordination von Projekten zur Entwicklung geistiger Kapazitäten und zum Wissenstransfer. Dazu sind mehrere wissenschaftliche Austauschprogramme zwischen Europa, Afrika und Zentralasien sowie mehreren UNU Forschungs- und Trainingzentren geplant.

Für die 5-jährige Aufbauphase des Instituts stellt BMBF insgesamt 5 Mio. Euro zur Verfügung.

International Human Dimensions Programme on Global Environmental Change der Universität der Vereinten Nationen (UNU-IHDP)

Das Internationale Programm zur sozialen Dimension der globalen Umweltveränderung ist ein internationales, interdisziplinäres Wissenschaftsprogramm, das sich seit dem 1. Januar 2007 in Bonn unter das Dach der UNU als ein Projekt des UNU-ViE (siehe oben) begeben hat. Neben der UNU sind weitere Paten des Programms das International Council for Science (ICSU) und das International Social Science Council (ISSC). Ziel des Programms ist die weltweite Koordinierung von Forschung in den Bereichen gesellschaftliches Verhalten und Ökonomie vor dem Hintergrund der globalen Umweltveränderungen, als Bindeglied zwischen Forschung und Politik.

UNESCO-UNEVOC International Centre for Technical and Vocational Education and Training

Das UNEVOC-Zentrum (Centre for Vocational Education and Training) bildet UNESCOs Koordinierungsstelle für ein weltweites Netz von Einrichtungen in 157 Ländern für den Bereich der Berufsbildung - seit Mitte 2006 bezieht es in Bonn Räume im Langen Eugen.

Im Rahmen der Gründung des Zentrums im Jahr 2000 verpflichtete sich die Bundesregierung im Rahmen eines Sitzstaatenabkommens zu einer Anschubfinanzierung. BMBF trägt davon ca. 205.000 Euro p. a. und BMZ bis zu 500.000 Euro p. a. über Projektmittel.

UN-Water Decade Programme Office (UNW-DPC)

Die Vereinten Nationen haben in Bonn das UN-Water Decade Programme Office eingerichtet. Dieses Büro hat die Aufgabe, im Rahmen der Wasserdekade der Vereinten Nationen (bis 2015) die Capapcity Building Aktivitäten der mehr als zwanzig im Wasserbereich tätigen VN-Organisationen zu vernetzen und Vorschläge für gemeinsame Maßnahmen zu entwickeln. Die Finanzierung wird im Wesentlichen durch das BMZ und das BMBF getragen. Auch mit dem BMU ist eine enge Zusammenarbeit vorgesehen. Das Büro ist beim Institute for Environment and Human Security der UNITED NATIONS UNIVERSITY angesiedelt.

Weitere UN-Einrichtungen in Bonn

Name Internetadresse
 Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (UNV) www.unvolunteers.org/
 Sekretariat des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) unfccc.int
 Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) www.unccd.int/
 Sekretariat des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (UNEP/CMS) www.cms.int/
 Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen wandernden Wasservögel (UNEP/AEWA) www.unep-aewa.org/
 Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee (UNEP/ASCOBANS) www.ascobans.org/
 Sekretariat des Abkommens zur Erhaltung der europäischen Fledermauspopulationen (UNEP/EUROBATS) www.eurobats.org/
 Europäisches Zentrum für Umwelt und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO/ECEH) www.euro.who.int/ecehbonn
 Sekretariat der Vereinten Nationen für die Internationale Strategie zur Katastrophenvorsorge Plattform zur Förderung von Frühwarnung (UN/ISDR-PPEW) www.unisdr.org/ppew
 Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen/ Verbindungsbüro in Deutschland (UNRIC) www.unric.org/
 Beratungsstelle für Nachhaltige Tourismusentwicklung der Welttourismusorganisation (UNWTO) www.unwto.de/
 United Nations Platform for Space-based Information for Disaster Management and Emergency Response (UN-SPIDER) www.un.org/

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Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • - PT Internationales Büro -
    • Heinrich-Konen-Straße 1
    • 53227 Bonn-Oberkassel
    • Telefonnummer: +49 228 3821-1453
    • Faxnummer: +49 228 3821-1444
    • E-Mail-Adresse: brigitta.kaspers@dlr.de
    • Homepage: http://www.internationales-buero.de/