Ein Studium ist eine Möglichkeit, eine Fachsprache zu erwerben. Die andere ist die nebenberufliche Weiterbildung. Sie eignet sich für alle, die Grundkenntnisse in Spanisch mitbringen und innerhalb kurzer Zeit einen Abschluss in Wirtschaftsspanisch vorweisen müssen, etwa bei einer Bewerbung um einen neuen Job. Die STIFTUNG WARENTEST hat bundesweit bei Sprachinstituten nachgefragt, welche Vorbereitungskurse wo angeboten werden.
Über Datenbanken wurden Zertifikatskurse für Wirtschaftsspanisch recherchiert. Deren Anbieter wurden anschließend unter anderem zu Kurskosten, Kursdauer oder dem geschätzten Lernaufwand sowie den möglichen Abschlüssen befragt. Die Ergebnisse wurden in einer Marktübersicht zusammengestellt.
Für Handels- oder Wirtschaftsspanisch gibt es zwei anerkannte Gruppen von Abschlüssen. Die eine umfasst die beiden Zertifikate der Amtlichen Spanischen Handelskammer für Deutschland, die speziell für den deutschen Markt entwickelt wurden. Die zweite Gruppe besteht aus den drei Zertifikaten der Industrie- und Handelskammer Madrid. Dauer und Preise der einzelnen Vorbereitungskurse auf die Zertifikate variieren stark: In Hamburg beispielsweise hat man die Wahl zwischen drei Kursen, die zwischen 24 und 100 Stunden dauern und 108, 199 und 1070 Euro kosten. Eine meist längere und teurere Alternative ist der Fernunterricht. Die Prüfung wird dann entweder bei der Spanischen Handelskammer in Frankfurt/Main oder einer kooperierenden Sprachschule absolviert.
Es ist keine Pflicht, einen Vorbereitungskurs zu besuchen, wenn man ein Zertifikat in Wirtschaftsspanisch erlangen möchte. Experten raten dennoch dazu, weil viele Prüflinge die Anforderungen unterschätzen. Um sich vorzubereiten, kann man Musterprüfungen für die beiden Zertifikate der Amtlichen Spanischen Handelskammer für Deutschland absolvieren. Die Unterlagen dazu können unter www.coeca.de angefordert werden.
Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier