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Innovationen "Made in Germany" - EFI-Kommission legt Jahresgutachten 2013 vor

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) hat am 27. Februar in Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka das Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit 2013 überreicht. Die Kommission bescheinigt der deutschen Forschungs- und Innovations-Politik (F&I) in ihrem sechsten Gutachten wichtige Erfolge, "die ihr international hohe Anerkennung verschafft haben". Die Gutachter heben dabei die Bedeutung von Forschung und Innovation für den Wirtschaftsstandort Deutschland hervor: Wichtig sei deshalb auch weiterhin "ein klares Bekenntnis der Politik zu einer langfristig angelegten Forschungs- und Innovationspolitik", schreiben die Experten.

"Das Gutachten bestätigt unseren Innovations- und Wachstumskurs. Wir haben den Innovationsstandort Deutschland spürbar gestärkt", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka anlässlich der Übergabe des EFI-Gutachtens am 27. Februar 2013 im Kanzleramt. "Damit Deutschland auch in Zukunft zu den führenden Ländern im internationalen Standortwettbewerb gehört, haben die Themen Bildung und Forschung auch in Zukunft Priorität für die Bundesregierung. Das EFI-Gutachten gibt uns wichtige Hinweise, in welchen Bereichen wir noch zulegen können."

AutodesignerWesentlicher Erfolgsfaktor für die positive Entwicklung der vergangenen Jahre sind die Investitionen von Wirtschaft und öffentlicher Hand in Forschung und Entwicklung: Die Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung sind zwischen 2005 und 2011um fast 34 % auf 74,8 Mrd. Euro gestiegen. Allein der Bund hat hierzu 2011 13,3 Mrd. Euro beigetragen. Damit hat Deutschland das 3-Prozent-Ziel fast vollständig erreicht. Die Experten fordern daher, in Zukunft über dieses Ziel hinauszugehen und für 2020 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Forschung und Entwicklung bereitzustellen.

Die Expertenkommission lobte auch wegweisende Initiativen wie den Forschungscampus und den Spitzenclusterwettbewerb, durch die die Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft weiter gestärkt und neue Impulse für den Wissens- und Technologietransfer erschlossen worden. Die Bundesregierung setze hier richtige Akzente, urteilen die Wissenschaftler.

Forscherteam arbeitet gemeinsam im LaborAuch die Wissenschaft profitierte von Reformen und Initiativen: Durch die Exzellenzinitiative, den Hochschulpakt und den Pakt für Forschung und Innovation wurden wesentliche Schritte zur Profilbildung, Differenzierung und Flexibilisierung unternommen. Diese Entwicklungen müssten weiterverfolgt werden, so die Experten.

Das Gutachten macht aber auch Handlungsbedarf für die nächste Legislaturperiode deutlich: Die Priorität auf Forschung und Innovation müsse fortgeführt werden. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungs- und Innovationssystems zu sichern, braucheDeutschland ein innovationsförderndes Steuersystem, weitere Initiativen zum Wissens und Technologietransfer, die Aufhebung des Kooperationsverbots, einen weiteren Ausbau von Investitionen in Bildung sowie eine bessere Nutzung der Potenziale von Frauen im Wissenschaftssystem.

Zum EFI-Gutachten 2013 kommen Sie hier 

BUFI: Bundesbericht Forschung und Innovation 2012

Forschung und Innovation sind in Deutschland auf Expansionskurs. Dies geht aus dem Bundesbericht Forschung und Innovation 2012 hervor. Ob die Entwicklung von klimaschonender Energie oder Mobilität, künstlicher Intelligenz oder virtueller Realität: Deutschland ist überaus erfolgreich darin, mit innovativen Technologien, Produkten und Dienstleistungen Lösungen zum Wohle des Menschen zu finden sowie mit einer starken industriellen Basis im weltweiten Wettbewerb zu bestehen und zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen.

Studentengruppe vor einer Tafel mit mathematischen GleichungenDie Innovationsleistung Deutschlands ist in den letzten Jahren aufgrund der großen Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft stetig gestiegen. So konnte Deutschland bei der Zahl der wissenschaftlichen Publikationen im Verhältnis zur Einwohnerzahl erstmals die USA überholen. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ihre Leistungsfähigkeit in den vergangenen Jahren erheblich steigern konnten.

Dank der Innovationskraft von Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist Deutschland ein wichtiger Stabilitätsanker in Europa. Innovative Unternehmen, insbesondere kleinere und mittlere Firmen sind entscheidende Wachstums- und Beschäftigungsmotoren. Die Grundlage hierfür legen mehr als eine halbe Million Menschen, die in Deutschland inzwischen in Forschung und Entwicklung arbeiten, so viele wie noch nie.

Elektromobilauto beim AufladenDie Bundesregierung hat in der laufenden Legislaturperiode mehr Geld in Bildung, Forschung und Entwicklung investiert als jemals zuvor. Die jährlichen Ausgaben dafür stiegen von 9 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf zuletzt 13,7 Milliarden Euro. Die deutsche Wirtschaft hat auf die Impulse der Politik und den Druck der Märkte reagiert und ihre Investitionen seit 2005 ebenfalls deutlich gesteigert. Allein 2010 investierten die deutschen Unternehmen rund 47 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung.

Der Bundesbericht Forschung und Innovation bietet als Standardwerk einen umfassenden Überblick zu Forschung und Innovation in Deutschland. Übersichtlich und aktuell werden der Aufbau des deutschen Forschungs- und Innovationssystems, sowie wichtige Entwicklungen und Eckdaten vorgestellt und eine Bilanz der Reformen der vergangenen Jahre gezogen. Mit dem Bundesbericht Forschung und Innovation antwortet die Bundesregierung auf das Gutachten 2012 der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI).

Jahresgutachten der Kommission Forschung und Innovation 2012

29.02.2012: Die Expertenkommission Forschung und Innovation übergibt ihr Jahresgutachten an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Annette Schavan ©Steffen WeigeltDie Forschungsförderung der Bundesregierung hat auch Privatunternehmen dazu veranlasst, ihre Investitionen für Forschung und Entwicklung zu erhöhen. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) begrüßt, dass Deutschland in den vergangenen Jahren die öffentlichen und privatwirtschaftlichen FuE-Investitionen systematisch steigern konnte.
In ihrem am 29. Februar 2012 an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Annette Schavan übergebenen fünften Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit bestätigen die Wissenschaftler Deutschlands Rolle als "führender Wirtschafts- und Innovationsstandort" im internationalen Wettbewerb.

Die öffentlichen und privaten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sind 2010 auf den Rekordwert von knapp 70 Milliarden Euro gestiegen, das entspricht 2,82 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Davon entfielen 46,9 Milliarden Euro auf die Wirtschaft und 12,8 Milliarden auf den Bund. Kein anderer großer Mitgliedstaat der Europäischen Union hat sein nationales FuE-Budget so stark gesteigert.

Die EFI-Expertenkommission fordert eine Erweiterung der verfassungsrechtlichen Kooperationsmöglichkeiten von Bund und Ländern. Um den Beitrag der Hochschulen zum Wissens- und Technologietransfer zu verbessern, soll es dem Bund ermöglicht werden, Hochschulen im Falle überregionaler Bedeutung nicht nur im Rahmen von Projekten, sondern auch als Einrichtungen zu fördern. Bei außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist dies schon heute der Fall. Die EFI bescheinigt zudem der Exzellenzinitiative eine differenzierende und profilgebende Wirkung auf die deutschen Hochschulen. Neben der Exzellenzinitiative trugen auch der "Hochschulpakt 2020" und der "Pakt für Forschung und Innovation" zur Weiterentwicklung der Hochschullandschaft bei.

Neue Förderinstrumente wie der Spitzenclusterwettbewerb oder die Initiative "Forschungscampus - öffentlich private Partnerschaften für Innovationen" wurden geschaffen, um Wirtschaft und Wissenschaft zu strategisch angelegter Zusammenarbeit anzuregen. Diese Kooperationen werden von der Expertenkommission ausdrücklich begrüßt. Gute Perspektiven für Innovationen biete insbesondere die Energiewende, so die Expertenkommission. Deutschland habe das Potential sich als weltweiter Innovationsführer für Energieversorgungstechnologien zu etablieren. Die Experten begrüßen das "kooperative Vorgehen der Ressorts in der energiebezogenen FuE-Politik". Auch die Akteure der Wirtschaft sollten, so rät die EFI, "in einen vorwettbewerblichen Koordinationsprozess einbezogen werden".

Diese Forderung ist in den Zukunftsprojekten im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung schon erfüllt. Hier werden alle relevanten Akteure einbezogen. Im Zukunftsprojekt "CO2-neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt" beispielsweise entwickeln Wirtschaft und Wissenschaft gemeinsam Antworten auf den Klimawandel und seine Konsequenzen für Städte. Die Expertenkommission begrüßt die bildungs- und forschungspolitischen Kooperationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit China. Der Aufschwung Chinas berge neben Risiken auch viele Chancen für Deutschland, deren Nutzung einen intensiven Dialog voraussetzt.

Dazu gehört zum Beispiel die Einrichtung einer deutsch-chinesischen Plattform für Innovationsforschung und Innovationspolitik. Die Expertenkommission Forschung und Innovation berät seit 2007 die Bunderegierung. Die Kommission leistet wissenschaftlich fundierte Politikberatung für die Forschungs- und Innovationspolitik und zeigt jährlich Fortschritte und Handlungsmöglichkeiten auf. Bundesministerin Schavan kündigte an, dass die Bundesregierung das Gutachten sorgfältig prüfen und im Sommer im Bundesbericht Forschung und Innovation 2012 dazu Stellung nehmen werde. Das Gutachten finden Sie im Internet unter http://www.e-fi.de.

Jahresgutachten der Kommisson Forschung und Innovation 2011

Die Bundesregierung hat eine Wachstumsphase für Forschung und Innovation in Deutschland eingeleitet. Das ist das Fazit der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem vierten "Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands". Es wurde am 23. Februar 2011  in Berlin an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesforschungsministerin Annette Schavan übergeben.
Die sechs Professorinnen und Professoren unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dietmar Harhoff (Ludwig-Maximilians-Universität München)  loben die "wegweisenden Budgetzuweisungen" und "strukturellen Neuerungen" der Bundesregierung, die trotz der Finanzkrise verstärkt in Forschung und Entwicklung investiert habe.

Der Anteil der gesamten Aufwendungen von Unternehmen und öffentlicher Hand für Forschung und Entwicklung am Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahr 2009 rund 2,8 Prozent. Dies ist gegenüber 2007 (2,53 Prozent) und 2008 (2,68 Prozent) eine deutliche Steigerung. Zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung liegt damit die FuE-Intensität Deutschlands wieder über derjenigen der USA.

Der in vielen anderen Industriestaaten sehr deutliche Rückgang der Forschungsausgaben infolge der Krise ist laut Gutachten in Deutschland nur schwach ausgefallen. Die staatlich finanzierte Forschung an Universitäten und Instituten blieb von Kürzungen sogar völlig verschont. Mit einem Ausgabenzuwachs für Forschung und Innovation von 5,9 Prozent im Jahre 2009 hat der Staat die gesunkenen Investitionen der Wirtschaft mehr als ausgeglichen und für einen Zuwachs der gesamten deutschen FuE-Aufwendungen auf 66,7 Milliarden Euro gesorgt. Der staatliche Anteil daran stieg somit von 30,7 auf 32,3 Prozent.

Die Kommission begrüßt außerdem ausdrücklich die im Juli 2010 vorgelegte neue "Hightech-Strategie 2020" der Bundesregierung. Die dadurch festgelegten Aufgabenfelder entsprächen den Stärken des deutschen Innovationssystems: Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung, Sicherheit, Kommunikation und Mobilität. "Die Expertenkommission befürwortet die Ausrichtung auf eine missionsorientierte Innovationspolitik, die stärkere Bündelung und den eingeleiteten Strategieprozess", heißt es in dem Gutachten.

Für entscheidend halten die Wissenschaftler vor allem die Neuausrichtung der Automobilbranche auf elektrische Antriebe. Es sei richtig, so schreiben sie, dass die Regierung ihre Förderpolitik geändert habe: Deutschland nicht mehr als Leitmarkt, sondern als Leitanbieter für marktfähige Elektrofahrzeuge. Es ist also nicht mehr das Ziel, als erstes Land eine besonders hohe Dichte an zugelassenen Elektrofahrzeugen vorzuweisen, sondern den Weltmarkt mit diesen zu versorgen. Bundesministerin Schavan kündigte an, dass die Bundesregierung das Gutachten sorgfältig prüfen und im Sommer im Zwischenbericht zur Hightech-Strategie 2020 dazu Stellung nehmen werde.

Zusatzinformationen

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Dokumente

Publikationen

  • Bundesbericht Forschung und Innovation 2012 ID = 1516

    Titelbild der Publikation

    2012, 650 Seiten
    Bestell-Nr.: 30742

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    Download [PDF - 25,91 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bufi_2012.pdf)

  • Bundesbericht Forschung und Innovation 2012 ID = 1538

    Titelbild der Publikation

    Kurzfassung

    2012, 102 Seiten
    Bestell-Nr.: 30747

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    Download [PDF - 5,18 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bufi_2012_kurz.pdf)

  • Federal Report on Research and Innovation 2012 ID = 1562

    Titelbild der Publikation

    Abstract

    2012, 100 Seiten
    Bestell-Nr.: 30761

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    Download [PDF - 5,06 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bufi_2012_en_abstract.pdf)

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