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Bildung

Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses (BuWiN)

Der erste Bundesbericht zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (BuWiN) bestätigt das vielfältige Spektrum und die hohe Qualität der Nachwuchsförderung in Deutschland. Mit dem Bericht will die Bundesregierung zugleich die Schaffung optimaler Bedingungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland voran bringen. Als Schlussfolgerung aus der Situationsbeschreibung gibt der BuWiN Anstöße zur Verbesserung der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses.

Der wissenschaftliche Nachwuchs wird durch die Bundesregierung schon heute durch eine Vielzahl von Maßnahmen gefördert. Herausgehobene Maßnahmen dabei sind unter anderem der Hochschulpakt, durch den die Personalkapazitäten im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses ausgebaut werden, der Pakt für Forschung und Innovation, und die Exzellenzinitiative, durch die insgesamt bisher 39 Graduiertenschulen mit jährlich rund einer Million Euro gefördert werden. Ein nachhaltiges Instrument zur Förderung von Spitzenwissenschaftlerinnen wurde mit dem Professorinnen-Programm auf den Weg gebracht. Bund und Länder werden mit diesem Programm in den nächsten fünf Jahren 200 Stellen für Professorinnen an den deutschen Hochschulen schaffen. Mit diesen und anderen Fördermaßnahmen haben Bund und Länder die Nachwuchsförderung in Deutschland nachhaltig gestärkt.

Als Ergebnis der Untersuchung identifiziert der BuWiN fünf Reformbereiche zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses:

  • Frühe Karriereperspektiven / Planbarkeit: Kern dieses Reformbereichs ist, exzellenten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern frühzeitig berechenbare Karriereperspektiven anzubieten - etwa durch die Ausweitung des "Tenure track";
  • Chancengerechtigkeit (insbesondere der Geschlechter sowie hinsichtlich Behinderung), etwa durch die verbindliche Verankerung von Beiträgen zur Verbesserung von Chancengleichheit und Gleichstellung in den Nachwuchsförderprogrammen;
  • (Nachhaltiger) Effekt von Fördermaßnahmen vor allem durch Monitoring und Evaluierung, damit die Maßnahmen auch tatsächlich zur Erreichung der geplanten Ziele beitragen;
  • Internationalisierung der deutschen Hochschulen insbesondere durch aktive Rekrutierung des Hochschulpersonals aus dem Ausland und Rückgewinnung deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland, sowie die Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen und Ausweitung internationaler Graduiertenkollegs.
  • Karriereentwicklung inner- und außerhalb von Wissenschaft und Forschung insbesondere durch frühe Selbstständigkeit und Eigenverantwortung in Forschung, Lehre und Selbstverwaltung sowie verbesserter Durchlässigkeit der Berufsfelder Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung.

Der Bundesbericht basiert auf den Ergebnissen einer Studie, die federführend vom Institut für Hochschulforschung (HoF) an der Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg erarbeitet wurde. Er soll die nationale Bildungsberichterstattung ergänzen und Teil eines Berichtssystems zur Lage und zur Weiterentwicklung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland werden.

Parallel zur Veröffentlichung des Berichtes wird das vom BMBF in der Anschubphase finanzierte Kommunikations- und Informationssystem "Wissenschaftlicher Nachwuchs" (KISSWIN) eingerichtet, das der Verbreitung von Informationen über die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses dienen soll. Das Internetportal bietet unter anderem einen Beratungsservice über Karrierewege und Fördermöglichkeiten für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

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    Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses

    Heute wurde vom BMBF der erste "Bundesbericht zur Förderung des Wissenschaftlichen Nachwuchses" (BuWiN) vorgelegt. Der Bericht zeigt Perspektiven für weitere Verbesserungen auf wie beispielsweise die so genannte Tenure-Track-Professur an Hochschulen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/12227.php)
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    KISSWIN: Das Kommunikations- und Informationssystem für den Wissenschaftlichen Nachwuchs

    Um Forschung und Lehre auf höchstem Niveau zu halten, engagiert sich das BMBF für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ziel sind optimale Rahmenbedingungen, damit junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre Potentiale entfalten und hochqualifizierte Forscherinnen und Forscher ihre Chancen in Deutschland wahrnehmen können. Das vom BMBF bis 2010 geförderte Projekt KISSWIN soll im Rahmen dieser Nachwuchsförderung als zentrales Kommunikations- und Informationssystem dienen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/12228.php)

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