Hightech-Strategie

Prävention

Der Volksmund scheint es zu wissen: Vorbeugung ist die beste Medizin. Warum und in welchem Maße Prävention hilft, die Gesundheit und Lebensqualität des Menschen zu verbessern, soll ein 2003 begonnenes Forschungsprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung herausfinden.

Aufgrund sich verändernder Lebensbedingungen ist eine deutliche Zunahme von chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas, degenerativen Muskel- und Skeletterkrankungen und psychischen Störungen festzustellen.

Das Auftreten und der Verlauf chronischer Krankheiten sind stark vom persönlichen Verhalten sowie von Fehlanreizen und gesundheitlichen Belastungen aus der sozialen und physischen Umwelt abhängig. Verhalten kann oft nicht unabhängig von der Lebensweise, die wiederum stark mit den Lebensverhältnissen verbunden ist, verändert werden. Diese Einsicht hat dazu geführt, dass die primäre Prävention verstärkt als Aufgabe der gesetzlichen Krankenkassen etabliert wurde.

Ziel von Prävention und Gesundheitsförderung ist es unter anderem, die Eigenverantwortung der Bevölkerung zu steigern, Frühverrentungen zu vermeiden und die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten und zu stärken. Prävention soll daher als vierte Säule im Gesundheitswesen fest verankert werden. Es mangelt jedoch an qualitätsgesicherten und zielgruppenorientierten Maßnahmen.

Die Entwicklung von Instrumenten, Methodiken und innovativen Konzepten zur Evaluation und Qualitätssicherung von Maßnahmen der primären Prävention und Gesundheitsförderung ist dringend notwendig. Im Jahre 2003 hat das BMBF deshalb einen Förderschwerpunkt zur Präventionsforschung etabliert. Im Rahmen der ersten Bekanntmachung im Jahre 2003 werden innovative Vorhaben der interdisziplinären, anwendungsorientierten Präventionsforschung gefördert, die sowohl die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen und -programmen als auch die Evaluation und Qualitätssicherung dieser Maßnahmen anstreben. Zielgruppen der Maßnahmen und Analysen dieser Bekanntmachung sind Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene im mittleren Lebensalter.

Im Jahre 2005 wurde die zweite Bekanntmachung veröffentlicht, die sich ausschließlich auf Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 25 Jahren bezieht. Die im Jahr 2006 veröffentlichte dritte Bekanntmachung gilt der Zielgruppe der älteren Menschen ab 50 Jahre. An den Forschungsvorhaben sind Trägerorganisationen der primären Prävention und Gesundheitsförderung beteiligt, die die Durchführung der Maßnahmen und deren Umsetzung in die Breite gewährleisten. Die vierte Bekanntmachung , die sich explizit auf die Zielgruppe "Menschen in schwierigen sozialen Lagen" ausrichtet, erschien im Juli 2007.

Insgesamt stellt das BMBF rund 20 Millionen Euro für die Präventionsforschung zur Verfügung.

  • Forschung

    Präventionsforschung - Daten und Fakten

    Ob Präventionsmaßnahmen das Auftreten von Krankheiten wirklich verhindern oder zumindest verzögern können, ist für viele Maßnahmen noch nicht klar beantwortet. Es braucht aber verlässliche wissenschaftliche Grundlagen, wenn auf gesundheitspolitischer Ebene die Prävention und Gesundheitsförderung als vierte Säule des Gesundheitssystems neben Heilung, Pflege und Rehabilitation ausgebaut werden soll. Das BMBF fördert die Präventionsforschung, um neue Präventionsmaßnahmen zu entwickeln und bestehende zu evaluieren.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/10503.php)

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Publikationen

  • Versorgungsforschung

    Titelbild der Publikation

    Ergebnisse der gemeinsamen Förderung durch das BMBF und die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (2000 - 2008)

    2008, 76 Seiten
    Bestell-Nr.: 30114

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,41 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/versorgungsforschung.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • - PT Gesundheitsforschung -
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 38 21 210
    • Faxnummer: 0228 /38 21 257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-DLR&P_APC_REF=614&Z_CHK=0