
Aufgrund sich verändernder Lebensbedingungen ist eine deutliche Zunahme von chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Adipositas, degenerativen Muskel- und Skeletterkrankungen und psychischen Störungen festzustellen.
Das Auftreten und der Verlauf chronischer Krankheiten sind stark vom persönlichen Verhalten sowie von Fehlanreizen und gesundheitlichen Belastungen aus der sozialen und physischen Umwelt abhängig. Verhalten kann oft nicht unabhängig von der Lebensweise, die wiederum stark mit den Lebensverhältnissen verbunden ist, verändert werden. Diese Einsicht hat dazu geführt, dass die primäre Prävention verstärkt als Aufgabe der gesetzlichen Krankenkassen etabliert wurde.
Ziel von Prävention und Gesundheitsförderung ist es unter anderem, die Eigenverantwortung der Bevölkerung zu steigern, Frühverrentungen zu vermeiden und die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter zu erhalten und zu stärken. Prävention soll daher als vierte Säule im Gesundheitswesen fest verankert werden. Es mangelt jedoch an qualitätsgesicherten und zielgruppenorientierten Maßnahmen.
Die Entwicklung von Instrumenten, Methodiken und innovativen Konzepten zur Evaluation und Qualitätssicherung von Maßnahmen der primären Prävention und Gesundheitsförderung ist dringend notwendig. Im Jahre 2003 hat das BMBF deshalb einen Förderschwerpunkt zur Präventionsforschung etabliert. Zunächst wurden innovative Vorhaben der interdisziplinären, anwendungsorientierten Präventionsforschung gefördert, die sowohl die Entwicklung von Präventionsmaßnahmen und -programmen als auch die Evaluation und Qualitätssicherung dieser Maßnahmen anstreben. Zielgruppen der Maßnahmen und Analysen dieser Bekanntmachung sind Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene im mittleren Lebensalter.
Anschließend wurde eine Bekanntmachung veröffentlicht, die sich ausschließlich auf Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 25 Jahren bezieht (2005). Eine weitere Bekanntmachung galt der Zielgruppe der älteren Menschen ab 50 Jahre (2006). Eine vierte Bekanntmachung , die sich explizit auf die Zielgruppe "Menschen in schwierigen sozialen Lagen" ausrichtet, erschien im Juli 2007. An den Forschungsvorhaben sind Trägerorganisationen der primären Prävention und Gesundheitsförderung beteiligt, die die Durchführung der Maßnahmen und deren Umsetzung in die Breite gewährleisten. Weitere Bekanntmachungen sind geplant.
Insgesamt stellt das BMBF rund 20 Millionen Euro für die Präventionsforschung zur Verfügung.
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Ergebnisse der gemeinsamen Förderung durch das BMBF und die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen (2000 - 2008)
2008, 76 Seiten
Bestell-Nr.: 30114
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