Hightech-Strategie
Biologische Untersuchung

Lebenswissenschaften

Das neue Jahrhundert ist das Jahrhundert der Biowissenschaften, der Wissenschaft vom Leben. Sie tragen entscheidend zum Verständnis lebender Organismen und ökologischer Systeme bei. Das eröffnet bislang ungeahnte Möglichkeiten in der Aufklärung von genetisch oder durch äußere Einflüsse ausgelöste Krankheiten und erschließt neue Therapien. Gleichzeitig bieten die Lebenswissenschaften ein großes Potenzial für die Schaffung von neuen zukunftssicheren Arbeitsplätzen. Politische Aufgabe ist es - wie BMBF-Biotechnologieprogramm vorsehen -, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung zusammenzuführen.

Die Lebenswissenschaften werden das 21. Jahrhundert entscheidend prägen. Die fundamentalen neuen Erkenntnisse in diesem Wissenschaftsbereich, die Fortschritte in den dazugehörigen Technologien und ihre breite Anwendung in der Gesundheits-, Umwelt- und Ernährungsforschung werden weitreichende Auswirkungen auf die gesundheitliche Versorgung, die Beherrschung von Umweltgefahren und unser gesamtes gesellschaftliches Leben haben. Gleichzeitig bieten die Lebenswissenschaften ein großes Potenzial für die Schaffung und den Erhalt von neuen und anspruchsvollen Arbeitsplätzen.

Daraus ergeben sich wichtige Arbeitsfelder für das BMBF, die in ihrer Bedeutung in der Zukunft noch weiter wachsen werden. Die Forschungsförderung in den Lebenswissenschaften erfolgt durch das Rahmenprogramm "Biotechnologie - Chancen nutzen und gestalten", das Programm "Gesundheitsforschung: Forschung für den Menschen" sowie durch die institutionelle Förderung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Einen hohen Stellenwert nimmt die Genomforschung als grundlegendes Wissenschaftsfeld für den Erkenntnisfortschritt in den Lebenswissenschaften ein. Das BMBF fördert daher Projekte zur Sequenzierung und Analyse des Pflanzengenoms und des Genoms von Mikroorganismen. In der Humangenomforschung werden das Deutsche Humangenomprojekt (DHGP) gefördert sowie das Nationale Genomforschungsnetz, das als Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms der Bundesregierung im Jahr 2001 aufgebaut wurde und aus den Zinserlösen der UMTS-Lizenzversteigerung finanziert wird.

Die neuen Ansätze in den Lebenswissenschaften werden in der Öffentlichkeit mit ihren Vorteilen und Risiken wahrgenommen und diskutiert. Um Entscheidungen auf nachvollziehbare Fakten und rationale Begründungen zu stützen, fördert das BMBF im Rahmen der so genannten Begleitforschung Projekte zur Erforschung der ethischen, rechtlichen und ökonomischen Aspekte gesundheits- und biowissenschaftlicher Forschung.

  • Hightech-Strategie

    Bekämpfung vernachlässigter und armutsbedingter Erkrankungen

    In den von Armut geprägten Regionen der Welt erkranken viele Menschen an übertragbaren Krankheiten (sog. Infektionskrankheiten). Diese haben oft besonders schwerwiegende Folgen für die Menschen und stellen noch immer die häufigsten Todesursachen dar. Bekannteste Beispiele sind HIV/ AIDS, Malaria und Tuberkulose. Diese drei stehen oft auch im Fokus reicher Länder dieser Welt. Am 8. Dezember 2011 gab der Palamentarische Staatssekretär Braun die Förderung von drei Pruduktentwicklungspartnerschaften (PDPs) bekannt. Unterstützt werden ausgesuchte internationale Non-Profit-Organisationen, die in Kooperation mit Pharmafirmen und Forschungseinrichtungen Medikamente, Impfstoffe und Diagnostika zur Bekämpfung vernachlässigter Erkrankungen entwickeln.
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  • Forschung

    Alt werden - bei guter Gesundheit

    Die Chancen, gesund zu altern, stehen heute besser denn je. Die durchschnittliche Lebenserwartung stieg - vor allem aufgrund der rasanten Fortschritte in der Medizin - in den vergangenen 100 Jahren kontinuierlich an und wird nach allgemeiner Erwartung auch weiterhin steigen. Wichtig für Gesundheit im Alter ist der Ausbau von Prävention und Früherkennung zahlreicher Erkrankungen. Das gilt besonders für die Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/10849.php)
  • Forschung

    Ernährungsforschung

    Wie und warum Essen gesund oder krank machen kann, welchen Einfluss die Ernährung auf Stoffwechselkrankheiten oder Krebs hat - mit diesen Fragen setzt sich die moderne Ernährungsforschung auseinander. Damit legen Wissenschaftler die Basis für die Entwicklung neuer Lebensmittel und für neue Strategien einer gesundheitsbewussten Ernährung.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1033.php)
  • Hightech-Strategie

    BioEnergie 2021

    Die Bundesregierung verfolgt das Ziel, den Anteil von Biomasse an der Energieversorgung zukünftig deutlich zu erhöhen. Um dieses Ziel durch neue Impulse aus der Forschung zu erreichen, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Jahr 2008 die Förderaktivität "BioEnergie 2021 - Forschung für die Nutzung von Biomasse" gestartet. Die Ergebnisse aus der Förderinitiative sollen dazu beitragen, durch Innovationen auf dem Gebiet der Bioenergie den Anteil an erneuerbaren Energien zu steigern und damit die Treibhausgasemissionen zu senken.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/12075.php)
  • Hightech-Strategie

    Die Pharma-Initiative für Deutschland

    Durch biotechnologische Methoden wurden in den letzten Jahren neue Therapieansätze für viele Krankheiten identifiziert, mit denen eine Therapie mit weniger Nebenwirkungen oder gar eine Heilung ermöglicht werden. Viele der Forschungsergebnisse stammen aus Deutschland. Medikamente entstehen aus dieser Forschung jedoch vielfach in anderen Ländern. Um dem Biotechnologie- und Pharmastandort neue Impulse zu geben, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Pharma-Initiative für Deutschland gestartet. Wichtigstes Element dabei ist der BioPharma-Wettbewerb. Nun stehen die drei Siegerkonsortien fest.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/10540.php)
  • Forschung

    Gentechnikgesetz

    Mit Gentechnik werden Verfahren und Methoden bezeichnet, bei denen durch gezielte Eingriffe in das Erbgut Organismen mit neuen Eigenschaften entstehen: Beispielsweise Nutzpflanzen, die resistent gegen bestimmte Arten von Schädlingen sind. Den rechtlichen Rahmen für die Erforschung, Entwicklung und Förderung der Gentechnik bildet das 2008 novellierte Gentechnikgesetz. Das Gesetz gewährleistet Schutz für Mensch und Umwelt, und schafft gleichzeitig Freiräume für die weitere Forschung. Es stellt sicher, dass konventioneller, ökologischer und genveränderter Landbau nebeneinander existieren können, um die Wahlfreiheit für Verbraucher zu erhalten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/10645.php)
  • Hightech-Strategie

    Präventionsforschung

    Der Volksmund scheint es zu wissen: Vorbeugung ist die beste Medizin. Den Fragen, warum und in welchem Maße Prävention hilft, die Gesundheit und Lebensqualität des Menschen zu verbessern, widmet sich das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits seit dem Jahr 2003 in einem eigenen Förderschwerpunkt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1236.php)
  • Forschung

    Alternativen zum Tierversuch

    Die langjährige Förderung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten im Bereich der Ersatzmethoden durch das BMBF ist in ihrer Art weltweit einmalig und stellt die finanziell umfangreichste sowie zeitlich längste Förderung auf diesem Gebiet dar. Innerhalb der letzten 30 Jahre sind mit bislang rund 120 Mio. € insgesamt 400 Forschungsprojekte finanziert worden. Auch in Zukunft wird diese zielgerichtete Förderung durch das BMBF im Rahmen der am 17.06.2011 in Kraft getretenen, neuen Bekanntmachung "Alternativmethoden zum Tierversuch" fortgeführt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1040.php)
  • Hightech-Strategie

    Nationales Netzwerk Computational Neuroscience

    Der Hirnforscher Hennig Sprekeler von der Humboldt-Universität Berlin erhält für seine Forschung zum Gedächtnis und zum Lernen den diesjährigen Bernstein-Preis in Höhe von 1,25 Millionen Euro. Sprekeler untersucht, wie das Gehirn einerseits Erinnerungen behalten und sich dennoch durch Lernvorgänge verändern kann. Seit 2006 vergibt das Bundesministerium für Bildung und Forschung den "Bernstein-Preis für Computational Neuroscience", der weltweit zu den höchstdotierten Förderpreisen zählt. Der Bernstein-Preis soll herausragenden Nachwuchswissenschaftlern optimale Bedingungen für den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung bieten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/3063.php)
  • Forschung

    Gesundheitsforschungsprogramm 2011 - Gesundheit für alle!

    Das Ziel der Gesundheitsforschung der Bundesregierung ist, dass alle Menschen von den Forschungsergebnissen profitieren können. In der Gesundheitsforschung werden neue oder bessere Diagnoseverfahren und Therapien entwickelt, um kranken Menschen effektiver zu helfen. Und es werden neue Ansätze und Wege zur Prävention gesucht, die dazu beitragen, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen. Der medizinische Fortschritt soll auch beitragen, Kosten zu senken. Das BMBF fördert die Gesundheitsforschung im Zeitraum von 2011 bis 2014 mit rund 5,5 Milliarden Euro.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/gesundheitsforschung.php)
  • Forschung

    Lebenswissenschaftliche Grundlagenforschung

    Die molekularen Lebenswissenschaften erlauben uns immer tiefere Einblicke in die Lebensvorgänge. Spätestens seit der spektakulären Entschlüsselung der Struktur des menschlichen Genoms im Juni 2000 ist uns die ungeheure Dynamik des Erkenntnisgewinns bewusst. In der biomedizinischen Forschung erschließt sich eine Vielfalt von Anwendungsmöglichkeiten.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/979.php)
  • Forschung

    Bioökonomie - neue Konzepte zur Nutzung natürlicher Ressourcen

    Je besser wir dazu in der Lage sind, die Bausteine und Baupläne von biologischen Systemen in ihrer Komplexität zu verstehen, zu beschreiben und ihre Reaktion auf äußere Einflüsse vorherzusagen, desto mehr werden wir sie auch zum Vorteil von Mensch und Umwelt technisch nutzen können. Die Biotechnologie ist dabei ein wesentlicher Impulsgeber. Mit der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" legt die Bundesregierung die Grundlagen für die Vision einer nachhaltigen bio-basierten Wirtschaft bis zum Jahr 2030, deren vielfältiges Angebot die Welt ausreichend und gesund ernährt und mit hochwertigen Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen versorgt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1024.php)
  • Forschung

    Bioethik (ELSA)

    Forschung an embryonalen Stammzellen, genetische Diagnostik und genetisch veränderte Organismen? Wie weit geht die Freiheit der Forschung und wo liegen die gesellschaftlichen Grenzen? Aufgabe einer innovationsorientierten Forschungspolitik ist es, wissenschaftlichen Fortschritt für die Menschen in einem verantwortbaren Rahmen zu befördern. Die Forschung zu ethischen, rechtlichen und sozialen Aspekten der Biowissenschaften erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für die Beantwortung dieser Fragen.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/1056.php)

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Dokumente

Publikationen

  • Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 ID = 1233

    Titelbild der Publikation

    Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft

    2010, 52 Seiten
    Bestell-Nr.: 30570

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 3,42 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie.pdf)

  • Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030/ -National Research Strategy BioEconomy 2030 ID = 1231

    Titelbild der Publikation

    Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft (Kurzfassung) / -
    Our Route towards a biobased economy (Short version)

    2010, 16 Seiten

    Download [PDF - 1,63 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie_kurzfassung.pdf)

  • Erfolge der Gesundheitsforschung ID = 1022

    Titelbild der Publikation

    2008, 44 Seiten
    Bestell-Nr.: 30426

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 2,16 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/erfolge_der_gesundheitsforschung.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • - PT Gesundheitsforschung -
    • Heinrich-Konen-Str. 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 38 21 1210
    • Faxnummer: 0228 /38 21 1257
    • E-Mail-Adresse: Gesundheitsforschung@dlr.de
    • Homepage: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/
    • Laufende Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-DLR&P_APC_REF=614&Z_CHK=0
  • Projektträger Jülich (PtJ)

    • Bereich BIO
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 61 5543
    • Faxnummer: 02461 61 9080
    • E-Mail-Adresse: ptj-bio@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/gesundheitsforschung