
DynaCad zur Brustkrebsdiagnostik: In einem Arbeitsgang können MRT-Aufnahmen der Brust (MR-Mammographie) computergestützt analysiert und gleichzeitig millimetergenaue Gewebeproben aus dem verdächtigen Brustgewebe entnommen werden. Coyprigt PT DLR/BMBF Für bestimmte Krebserkrankungen wie Leukämien wurden die Chancen auf eine dauerhafte Heilung verbessert. Die Überlebensrate bei häufigen Tumoren wie Brust- oder Darmkrebs ist gestiegen. Dennoch sind Krebserkrankungen nach den Erkrankungen des Herzkreislaufsystems die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.
Deshalb ist die Krebsforschung schon seit vielen Jahren ein Schwerpunkt der Forschungsförderung des BMBF. Um neue medizinische Forschungsergebnisse schneller in die Krankenhäuser und Arztpraxen zu bringen, gab das BMBF im April 2011 den Startschuss für vier neue Zentren der Gesundheitsforschung, eines davon ist das das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung.
Das BMBF unterstützt die Krebsforschung in unterschiedlichen Bereichen: Zum einen fokussiert die Förderung auf einzelne, sehr spezifisch arbeitende ausgewählte Projekte, die sich der Erforschung spezieller Krebserkrankungen widmen, zum anderen werden interdisziplinär arbeitende Verbunde gefördert, die sich mit krankheitsübergreifenden Querschnittsthemen befassen. Durch dieses koordinierte und kooperative Forschungsprogramm werden neue Therapiemöglichkeiten entwickelt.
Forscher bei der Entschlüsselung biomedizinischer Rätsel. Copyright PT DLR/BMBF Nationales Genomforschungsnetz (NGFN): Neun Verbünde der Medizinischen Genomforschung (NGFN-Plus) beschäftigen sich mit Krebserkrankungen. Untersucht werden unter anderem Erkrankungen der Prostata, des Darms oder der Bauchspeicheldrüse, Leukämien (Blutkrebs), Gehirntumoren und Krebserkrankungen, die vor allem bei Kindern auftreten. In diesen überregionalen Forschungsverbünden werden mit Hilfe der Genomforschung bestimmte Gene und Proteine identifiziert, um die molekularen Zusammenhänge von Krankheitsursachen systematisch zu analysieren und eine Grundlage für die Entwicklung von wirksamen Therapiestrategien und neuen diagnostischen Verfahren zu bilden. Aus den Mitteln des BMBF werden zur funktionellen Genomforschung bei Krebserkrankungen von 2008 bis 2011 rund 46 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Nach einer erfolgreichen Zwischenevaluation wird die Förderung für fünf der Verbünde bis 2013 verlängert werden.
In einem weiteren Verbund (NGFN-Transfer) werden diagnostische Verfahren auf Basis von "DNA-Chips" entwickelt. Hierfür werden von 2008 bis 2011 etwa 2,7 Millionen Euro bereitgestellt.
Gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe e.V unterstützt das BMBF das weltweit größte internationale wissenschaftliche Projekt, das molekulare Ursachen von Krebserkrankungen.erforscht. Durch die Zusammenarbeit der beiden Partner wird die Beteiligung eines deutschen Forschungsverbundes bis 2014 am "International Cancer Genome Consortium" möglich. Die deutschen Wissenschaftler erforschen Gehirntumoren bei Kindern. Gefunden werden sollen neue und verbesserte Ansätze zur Prävention, Diagnose und Therapie. Dafür werden von deutscher Seite Mittel in Höhe von 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
| Thema | Laufzeit von / bis | Fördersumme |
|---|---|---|
| Klinische Studien | 2005 - 2014 | 9,4 Mio. Euro |
| NGFN-Transfer | 2008 - 2011 | 1,2 Mio. Euro |
| Molekulare Diagnostik | 2007 - 2011 | 9,2 Mio. Euro |
| KMU-innovativ | bis 2011 | 12,6 Mio. Euro |
| BioChancePLUS | bis 2010 | 12,3 Mio. Euro |
| GO-Bio | bis 2011 | 11,7 Mio. Euro |
| Glykobiotechnologie | bis 2010 | 2,1 Mio. Euro |
Eine bedeutende Säule der Krebsforschung in Deutschland ist das vom BMBF institutionell geförderte Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Auch in weiteren institutionell geförderten Einrichtungen werden wesentliche Beiträge zur Aufklärung der Ursachen und zur Entwicklung neuer Therapien geleistet.
Festveranstaltung zum 25-jährigen Jubiläum des KID am 15.07.2011 in Heidelberg, von links nach rechts: Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung Forschung, Bärbel Brumme-Bothe, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Kuratoriumsvorsitzende des DKFZ, Prof. Dr. Ottmar D. Wiestler, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, Dr. Regine Hagmann, Leiterin des KID, Annette Widmann-Mauz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen, Prof. Dr. Almuth Sellschopp, Gründerin des KID, Hilke Stamatiadis-Smidt, Gründerin des KID, und Dr. Gabriele Hundsdörfer, vormals Bundesminsterium für Gesundheit. Copyright Krebsinformationsdienst, Deutsches KrebsforschungszentrumGeorg Schütte, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, würdigte die Arbeit des Krebsinformationsdienstes (KID) und betonte bei den Feierlichkeiten am 15. Juli in Heidelberg die Rolle des KID als nationales Referenzzentrum für Krebsinformationen. Seit seiner Gründung vor 25 Jahren beraten und informieren Ärzte und andere Gesundheitsfachleute Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger telefonisch unter der kostenlosen Nummer 0800 - 4 20 30 40 oder per E-Mail zu Krebsvorsorge und-erkrankung. Das BMBF fördert diesen Dienst institutionell mit 3,3 Millionen Euro im Jahr.er Krebsinformationsdienst will Patienten in die Lage versetzen, über medizinische Schritte mit zu entscheiden, die ihrer individuellen Situation angemessen sind. Dadurch soll die Kommunikation zwischen Arzt und Patient gefördert und der Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung unterstützt werden.Der Krebsinformationsdienst ist am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg angesiedelt. Als nationales Referenzzentrum für Krebsinformationen soll aktuelles, qualitätsgeprüftes Wissen über Tumorerkrankungen öffentlich zugänglich gemacht werden.
English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/1240.php)

Erkenntnisse aus der Krebsforschung
2012, 86 Seiten
Bestell-Nr.: 30785
Download [PDF - 5,61 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/BMBF_Krebsbroschure.pdf)
Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)
[Presse]
(URL: http://www.bmbf.de/press/3234.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit (URL: http://www.forschung-fuer-unsere-gesundheit.de/gesundheitsforschung/und-volkskrankheiten/der-kampf-gegen-den-krebs.html)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.kompetenznetze-medizin.de/)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.dkfz.de/)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.ngfn.de/)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/159.php)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0722/wissenschaft/0003/index.html)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.fr-online.de/wissenschaft/medizin/bakterien-als-lockvoegel/-/5024016/8668908/-/index.html)
Dieser externe Link öffnet ein neues Fenster:
(URL: http://www.tagesspiegel.de/wissen/eine-tablette-als-wunderwaffe-gegen-brustkrebs/4386710.html)