Navigationsbereich


Forschung

Nachwuchsförderung in der Computational Neuroscience

Computational Neuroscience beschäftigt sich mit Fragen, wie unser Gehirn funktioniert. Um diese Disziplin in Deutschland zu etablieren fördert das BMBF seit 2004 das Nationale Bernstein Netzwerk. Hier werden die neuronalen Grundlagen von Hirnleistungen erforscht und zwar durch die Verknüpfung von theoretischen und experimentellen Neurowissenschaften . Das Bernstein Netzwerk wird seit 2004 vom BMBF gefördert. Ziel des Netzwerkes ist es, die Gehirnfunktionen besser verstehen zu können und dadurch neue Anwendungen in der Informationstechnologie, der Gesundheits- und der Bildungsforschung entwickeln zu können.

Die Gewinnung exzellenten wissenschaftlichen Nachwuchses ist für die Etablierung eines jungen Forschungsfeldes von grundlegender Bedeutung. Neben hochkarätigen wissenschaftlichen Projekten ist eine erstklassige Ausbildung für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wesentliches Ziel des Nationalen Bernstein Netzwerks, das nach dem deutschen Physiologen Julius Bernstein (1839-1917) benannt ist.

Im Rahmen des Nationalen Bernstein Netzwerks fördert das BMBF seit 2004 sechs Bernstein Zentren für Computational Neuroscience mit über 85 Millionen Euro. Die Zentren in Berlin, Freiburg, Göttingen, Heidelberg/Mannheim, München und Tübingen, bilden den Kern des jungen Forschungsfeldes Computational Neuroscience in Deutschland. Die Bernstein Zentren engagieren sich in der Nachwuchsförderung durch die gezielte Einrichtung von spezialisierten Ausbildungsprogrammen im Graduiertenbereich (z.B. Master- und PhD Programme), durch Nachwuchsforschergruppen in den Zentren und durch die Organisation von internationalen Spezialkursen, wie z.B. der weltweit anerkannten Sommerschule 'Advanced Course Computational Neuroscience'.

Das Nationale Bernstein Netzwerk für Computational Neuroscience wurde Anfang 2007 durch Bernstein Kooperationen und Bernstein Gruppen erweitert. In den Bernstein Gruppen wird der wissenschaftliche Nachwuchs in lokalen Strukturen gefördert und somit eine Etablierung des Forschungsfeldes vorangetrieben. Der Bernstein Fokus Neurotechnologie integriert Mechanismen zum Technologietransfer und Maßnahmen zur Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ein weiterer Bernstein Fokus wurde im Jahr 2009 etabliert, um Forschungsergebnisse zu grundlegenden neuronalen Mechanismen des Lernens frühzeitig mit technologischen Anwendungen zu verknüpfen.

Neben den genannten Fördermaßnahmen wurde 2006 im Rahmen des Nationalen Bernstein Netzwerks eine eigene Fördermaßnahme zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses innerhalb der Computational Neuroscience vom BMBF begründet: "Nationales Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience - Bernstein Preis".

Nationales Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience - Bernstein Preis

Für die nachhaltige Etablierung und Stärkung der Computational Neuroscience in Deutschland ist die Gewinnung exzellenter Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem In- und Ausland von entscheidender Bedeutung. Neben hochkarätigen wissenschaftlichen Projekten ist eine erstklassige Ausbildung für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wesentliches Ziel des Nationalen Bernstein Netzwerks Computational Neuroscience. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten die Bernstein Zentren durch ihre Konzepte zur Nachwuchsförderung auf der Ebene von Studiengängen und Graduiertenkollegs. Ein entscheidender Bedarf besteht darüber hinaus jedoch auch bei der Gewinnung und Förderung von jungen Forscherinnen und Forschern, die durch den Aufbau und das Führen einer eigenen Arbeitsgruppe ihr Forschungsprofil ausbauen und wissenschaftliche Eigenständigkeit entwickeln können. Mit dem hoch dotierten international ausgeschriebenen Bernstein Preis werden daher seit 2006 jährlich exzellente Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher mit herausragenden Forschungsideen im Bereich Computational Neuroscience vom BMBF ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld von 1,25 Millionen Euro können die Nachwuchswissenschaftler eine eigene Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungsrichtung aufbauen.

Zusatzinformationen

English version of this page
(URL: http://www.bmbf.de/en/12888.php)

Ansprechpartner

  • Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • Dr. Rainer Girgenrath
    • Heinrich-Konen-Straße 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821 - 1200
    • E-Mail-Adresse: Rainer.Girgenrath@dlr.de
  • Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR)

    • Dr. Olaf Krüger
    • Heinrich-Konen-Straße 1
    • 53227 Bonn
    • Telefonnummer: 0228 / 3821 - 1296
    • E-Mail-Adresse: olaf.krueger@dlr.de
 

© 2014 Bundesministerium für Bildung und Forschung