Bildung

Bildung auf einen Blick 2008

Die jährlich erscheinende Veröffentlichung der OECD "Education at a Glance / Bildung auf einen Blick" beleuchtet bildungspolitische Fragen aus einer internationalen Perspektive. Die Ergebnisse liefern eine Orientierungshilfe, um die Entwicklung des deutschen Bildungssystems zu bewerten und Reformstrategien weiterzuentwickeln.

Deutschland kommt voran - Dynamik bei Bildung muss weiter wachsen

Die jährlich erscheinende Veröffentlichung der OECD "Education at a Glance / Bildung auf einen Blick" beleuchtet bildungspolitische Fragen aus einer internationalen Perspektive. Die Ergebnisse liefern eine Orientierungshilfe, um die Entwicklung des deutschen Bildungssystems zu bewerten und Reformstrategien weiterzuentwickeln.

Hoher Bildungsstand ist die Basis für Erfolg am Arbeitsmarkt

Ein Abschluss des Sekundarbereichs II ist mittlerweile die Voraussetzung für eine erfolgreiche Bildungs- und Berufsbiografie. Deutschland nimmt traditionell eine Spitzenstellung beim Anteil der Bevölkerung mit mindestens einem Abschluss der Sekundarstufe II ein. Dieser lag für die Bevölkerungsgruppe der 25- bis 64jährigen in Deutschland im Jahr 2006 mit 83 % deutlich über dem OECD-Durchschnitt von 68 %. Dies ist unter anderem ein Erfolg unseres ausgezeichneten dualen Systems der beruflichen Bildung.

Zahl der Hochschulabsolventen steigt, weiter Bedarf in den MINT-Fächern

Der Anteil junger Menschen, die einen Abschluss im Tertiärbereich erwerben, ist sowohl in Deutschland als auch international gestiegen. Hatten 1995 erst 14 % eines Altersjahrgangs ein Universitäts- oder Fachhochschulstudium abgeschlossen, waren es im Jahr 2000 bereits 18 % und im Jahr 2006 21 %. Aufgrund der positiven Entwicklung bei den Studienanfängern ab dem Wintersemester 2007/2008 wird die Zahl der Hochschulabsolventen in den nächsten Jahren weiter steigen und sich in einer höheren Absolventenquote niederschlagen. Der Hochschulpakt von Bund und Ländern, der u.a. das Ziel hat, die Zahl der Studienanfänger zu steigern, ist dafür ein wichtiges Instrument.
Besonderer Handlungsbedarf besteht in den MINT-Fächern. Deutschland hat mit 22 % einen hohen Anteil an Absolventen mit ingenieurwissenschaftlichem Abschluss in der Gesamtbevölkerung mit Hochschulabschluss, der OECD-Durchschnitt liegt lediglich bei 15 %. Gleichzeitig werden in den nächsten Jahren beispielsweise sehr viel mehr Ingenieure aus dem Erwerbsleben ausscheiden als jüngere nachrücken. Deshalb ist es auch wichtig, mehr junge Frauen für ein MINT-Studium zu motivieren.

Internationalisierung des Hochschulstudiums in Deutschland weit fortgeschritten

Im internationalen Wettbewerb um die besten Studierenden und Nachwuchswissenschaftler befindet sich Deutschland in einer sehr guten Position: Nur in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien sind mehr ausländische Studierende eingeschrieben als an deutschen Hochschulen. Auch bei der Bereitschaft der Studierenden, im Ausland Erfahrungen zu sammeln, ist Deutschland vorne. Dies ist auch ein Erfolg der bildungspolitischen Maßnahmen von Bund und Ländern zur Stärkung des Studienstandorts Deutschland und zur Förderung der Internationalisierung der deutschen Hochschullandschaft.

 

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