Die Idee ist geboren, das Grobkonzept steht. Haben Existenzgründer diese ersten Schritte in die Selbstständigkeit getan, ist es Zeit, sich mithilfe eines professionellen Beraters auf die Probe zu stellen. Denn fehlende oder falsche Informationen sind die häufigsten Ursachen dafür, dass ein Unternehmen scheitert. Vier von fünf Gründern beugen dem vor und gehen zu einer Beratungsstelle. Die Stiftung Warentest hat 20 Einrichtungen getestet.
14 Tester wurden mit verschiedenen Gründungskonzepten ausgestattet und damit zu Beratungseinrichtungen geschickt, darunter Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, technologieorientierte Einrichtungen und Existenzgründerinnenberatungsstellen. Neben der Servicequalität und der Kompetenz des Beraters standen die Auseinandersetzung mit dem Gründungsmodell und mit der Gründungsperson im Fokus der Untersuchung.
Einen Mangel hatten alle Anbieter gemeinsam: Fragen zur Person der Existenzgründer kamen überwiegend zu kurz. Kaum einen Berater interessierte zum Beispiel der individuelle Grund für das Streben nach Selbstständigkeit.
Im Vergleich zu den anderen Anbietergruppen schnitten die Frauenberatungsstellen besonders gut ab. Hier fühlten sich die Testerinnen aufgehoben, akzeptiert und sie erlebten die Beraterinnen als sehr engagiert. Allerdings sind Einrichtungen für Gründerinnen in Deutschland rar gesät.
Eine Beratung ist oft nur so gut, wie man sich selbst darauf vorbereitet. Existenzgründer sollten daher ein Gründungskonzept aufsetzen und es dem Berater vor dem Gespräch zuschicken. So kann er sich in das Modell eindenken und Fehler aufspüren.
Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier