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Hightech-Strategie

Bewilligte Projekte aus dem Themenfeld "Schutz und Rettung von Menschen"

Bei diesem Förderschwerpunkt werden Szenarien betrachtet, bei denen durch Anschläge, Großunfälle, Naturkatastrophen u. a. eine Vielzahl von Menschen verletzt oder gefährdet ist. Die Schwerpunkte der Förderung liegen neben der Früherkennung von Störungen und der wirksamen Krisenprävention vor allem in der Krisenbewältigung durch zeitnahe und effiziente Einleitung von Rettungs- und Sicherheitsmaßnahmen sowie der wirksamen Notfallversorgung vor Ort. Innerhalb der Verbundprojekte werden umfassende Konzepte zum Schutz und Rettung von Menschen mit eingebetteten Technologien, Handlungsstrategien und Organisationsformen entwickelt.
Laufende Verbundvorhaben:

BaSiGo

Bausteine für die Sicherheit von Großveranstaltungen

Förderkennzeichen 13N12043 bis 13N12052

Großveranstaltungen, wie Stadtfeste oder Fußballspiele, werden immer beliebter. Gleichzeitig rückt das Thema Sicherheit bei diesen Veranstaltungen immer weiter in das öffentliche Bewusstsein. Ziel des Projektes BaSiGo ist es, ein Instrumentarium zu erarbeiten, das Veranstalter und Behörden bei der Vorbereitung, Planung und Durchführung von Großveranstaltungen unterstützt. Ein wesentlicher Bestandteil der innovativen Lösungen sind Simulationen des An- und Abreiseverkehrs sowie der individuellen Fußgängerbewegungen im direkten Veranstaltungsbereich.

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Abgeschlossene Verbundvorhaben:

ALARM

Adaptive Lösungsplattform zur aktiven technischen Unterstützung beim Retten von Menschenleben

Förderkennzeichen 13N10106 bis 13N10112

Gegenstand des Projektes ist die Verbesserung des Ressourceneinsatzes bei einem Großschadensereignis, insbesondere in der Anfangsphase. Dazu soll ein adaptierbares IT-System zur Unterstützung des Einsatzmanagements inklusive Patientenkennzeichnung mit RFID und telemedizinischem Betreuungskonzept zur Minimierung der Versterbenden entwickelt werden. Das Szenario umfasst eine Explosion in einem Regionalzug im Berliner Ostbahnhof. Der Fokus liegt auf der Verletztenversorgung, Nutzung vorhandener und neuer Kommunikationssysteme, Einsatz mobiler Endgeräte, Informationen von Menschen im betroffenen Bereich über Handy.

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e-Triage

Elektronische Betroffenenerfassung in Katastrophenfällen

Förderkennzeichen 13N10539 bis 13N10542

Entwicklung eines elektronischen Verletztenerfassungssystems, das sowohl bei größeren Katastrophenfällen als auch bei Individualeinsatzfällen verwendet werden kann. Das Ziel: Allen Personen, die an der Bergung/Rettung, am Abtransport und an der Unterbringung der Betroffenen in Krankenhäusern und Unterkünften beteiligt sind, soll ein Kommunikations- und Datenbanksystem zur Verfügung stehen, um die Koordinierung dieser Vorgänge schnell, sicher und effizient durchzuführen. Im Anschluss wird automatisch die Dokumentation für spätere Einsatzanalysen erstellt.

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EVA

Risiko Großveranstaltungen - Planung, Bewertung, EVAkuierung und Rettungskonzepte

Förderkennzeichen 13N10299 bis 13N10305 sowie 13N10323

Im Rahmen dieses Projektes sollen für Großveranstaltungen (zum Beispiel Fußballspiele und das zugehörige Eintreffen der Zuschauer am Bahnhof) abgestimmte Konzepte zur Planung, Bewertung, Evakuierung und Rettung interdisziplinär entwickelt und mittels Simulationen validiert werden. Dazu sollen Erfahrungsberichte und zusätzliche Dokumentationen (Video, Foto) der Feuerwehr über das Verhalten der Personen genutzt werden, um die Simulationsmodelle den realen Verhaltensweisen anzupassen. Auf dieser Basis sind technische und organisatorische Maßnahmen zu entwickeln. Hierdurch wird die Informationstechnologie bei Krisen verbessert, der Faktor Mensch in die Modellierung integriert und die Risikoanalyse für Entscheidungsfindungen vereinfacht.

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EvaSim

Gekoppelte Verkehrs- und Hydrauliksimulation zur Steuerung von Verkehr bei Evakuierungsmaßnahmen

Förderkennzeichen 13N10594 bis 13N10596

Ziel ist die Kopplung der Simulation von Hochwasser- und Flutwellenausbreitung mit der Simulation und Optimierung von Verkehrsabläufen. Ausgangspunkt der Simulation sind verschiedene Szenarien der hydraulischen Belastung wie Bemessungshochwasserabfluss, Deichbruch oder Talsperren(teil)versagen, wie sie zum Beispiel bei den katastrophalen Hochwasserereignissen an Elbe, Oder und Donau aufgetreten sind. Das Verfahren wird nach Abschluss des Forschungsprojektes für die Entwicklung von Evakuierungsplänen bei Hochwasser oder Talsperren- bzw. Deichbruch an anderen Standorten zur Verfügung stehen.

Projektumriss EvaSim

 

GenoPlan

Generischer Notfallplan und adaptives Prozessmodell zum Schutz der Kommunalverwaltung im Pandemiefall

Förderkennzeichen 13N10439 bis 13N10444

Ziel des Projektes ist die Konzeption eines Notfallplans am Beispiel der Stadtverwaltung von Dortmund im Fall einer Influenzapandemie. Es gilt, die Funktionsfähigkeit der Verwaltung im Pandemiefall zu sichern. Dazu soll ein elektronisches Kommunikations- und Managementsystem zur Entscheidungsunterstützung erarbeitet werden. Bestandteile sind ein "Generischer Notfallplan" (GN), ein "Adaptives Prozessmodell" (AP) sowie ein wissensbasiertes und ereignisorientiertes System (WES), die zur Entscheidungsunterstützung entwickelt werden. Die Lösungskomponenten GN, AP und WES werden am Beispiel der Stadt Dortmund erarbeitet und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft.

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Hermes

Erforschung eines Evakuierungsassistenten für den Krisenfall bei Großveranstaltungen

Förderkennzeichen 13N9952 bis 13N9960

Steigende Besucherzahlen und die wachsende Komplexität moderner Gebäude stellen für Planer, Betreiber und Rettungskräfte eine große Herausforderung dar. Als Beispiele seien Multifunktionsarenen, große Bahnhöfe und Flughäfen genannt. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Evakuierungs-Assistenten, der Entscheidungsträger - wie Betreiber, Feuerwehr und Polizei - durch gezielte Informationen unterstützen kann, um die Gefahrenlage besser einschätzen und somit Rettungskräfte und Sicherheitspersonal optimal einsetzen zu können. Darüber hinaus kann der Evakuierungs-Assistent für die intelligente Steuerung eines dynamischen Fluchtwegeleitsystems herangezogen werden.

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LAGE

Integration vorhandener Informationssysteme für ein gemeinsames Krisenmanagement

Förderkennzeichen 13N10585 bis 13N10589

Das Gesamtziel des Vorhabens ist, durch die Mediation von Meldungen ein kollektives Verständnis der Ereignisse, Strukturen und Prozesse im Einsatz zu schaffen. Hierzu wird unter Zuhilfenahme eines verknüpften Informationspools und integrierter Prozesse unter Berücksichtigung aller angeschlossenen Systeme ein gemeinsames Lagebild generiert, das eine vernetzte Einsatzführung ermöglicht. Das Szenario ist ein Unfall oder Anschlag bei einer innerstädtischen Großveranstaltung (WM, Loveparade) mit Massenanfall von Verletzten unter spezieller Einbeziehung des Dortmunder Hauptbahnhofes. Ziel ist die Erstellung eines ganzheitlichen Konzeptes zur organisatorischen, semantischen und technischen Interoperabilität der Einsatzkräfte.

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PRI-KATS

PRIORITÄTENBILDUNG BEI RETTUNGSMAßNAHMEN - Koordination, Steuerung und Normenbildung im deutschen Katastrophenschutzsystem unten den Bedingungen von Großschadensereignissen

Förderkennzeichen 13N9755

Das geplante Forschungsvorhaben beinhaltet zwei Schwerpunkte: Die verwaltungs- und organisationsanalytische Zielsetzung richtet sich darauf, die Zusammenarbeit, Koordination und Steuerung der verschiedenen Behörden und Organisationen von Bund, Ländern und Kommunen bei länderübergreifenden Großschadensereignissen zu untersuchen, dabei Schwachpunkte aufzuzeigen, die Erfahrungen, Positionen und Prioritätensetzungen der beteiligten Akteure zu erschließen und einzubringen sowie Lösungsoptionen zu entwickeln. Die rechtswissenschaftliche Zielsetzung richtet sich darauf, die unterschiedlichen Rechtsnormen zu prüfen und ihre möglichen Kollisionen mit verfassungsrechtlichen und verfahrensbezogenen Prinzipien und Regelungen aufzuarbeiten, insbesondere der Frage nachzugehen, nach welchen Verfahrensweisen und Normen entsprechende Prioritäten für die Durchführung von Rettungsmaßnahmen festgelegt und durchgeführt werden sollen.

Projektumriss Pri-Kats  

 

REPKA

Innovative Konzepte zur regionalen Evakuierung unter Einbeziehung mobiler Informationssysteme / Regionale Evakuierung - Planung, Kontrolle und Anpassung

Förderkennzeichen 13N9961 bis 13N9964

Eine der wesentlichen Rettungsmaßnahmen bei Anschlägen, Anschlagsdrohungen, Großunfällen und Naturkatastrophen ist die Entfluchtung betroffener Gebäude, Gebiete und Regionen. Vorherrschendes Ziel ist dabei, betroffene Personen so schnell und so zuverlässig wie möglich zu evakuieren, d.h. aus dem Gefahrenbereich in Sicherheit zu bringen. Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht die regionale Evakuierung unter Berücksichtigung einer großen Menschenmenge, die ein Gebäude verlassen hat und nun weiter in Sicherheit gebracht werden soll. Das Vorhaben umfasst Planspiele als virtuelle Evakuierungsübungen. Lokalisierung der Menschen erfolgt über Nutzung bestehender (privater, auch gesicherter) W-Lan-Netze. Endgeräte der Personen sollen für individuelles Leitsystem zur Flucht genutzt werden können.

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SECURITY2People

Secure IT-Based Disaster Management System to Protect and Rescue People

Förderkennzeichen 13N10543 bis 13N10548

Ziel ist die Erforschung und Schaffung der Grundlagen eines ganzheitlichen IT-basierten Krisenmanagementsystems zum Schutz und zur Rettung von Menschen bei Naturkatastrophen, technischen Unglücksfällen und Terroranschlägen. Dieses System ermöglicht eine durchgängige, umfassende Informationsbereitstellung und Entscheidungsunterstützung für Krisenmanager sowohl auf operativ-taktischer als auch strategischer Ebene. Darüber hinaus soll das System die Fähigkeit beinhalten, fehlendes oder unsicheres Wissen berücksichtigen zu können. Gleichzeitig soll es auf verschiedenste Katastrophen und Krisen übertragbar sein sowie auch bei der Notfallplanung und der Krisenmanagementausbildung/-übung eingesetzt werden können. Auf diese Weise können maximale Wirtschaftlichkeit und Anwenderakzeptanz erreicht werden.

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SiKomm

Sicherheitskommunikation: Strategien zur kommunikativen Unterstützung von Schutz- und Rettungsmaßnahmen

Förderkennzeichen 13N9878

Das Projekt verfolgt das Ziel, sicherheitsrelevante Kommunikationsprozesse szenarienübergreifend unter dem Aspekt verallgemeinerbarer kommunikativer und medialer Strategien und Organisationsformen der Krisen-, Störfall- oder Katastrophenkommunikation in Kooperation mit ausgewählten Verbundprojekten der Ausschreibung "Schutz und Rettung von Menschen" begleitend zu untersuchen. Dazu werden Betroffenheitslagen (zum Beispiel Bevölkerung, Unternehmen etc.), Anforderungsprofile (vor allem an Krisenmanager, Rettungs- und Hilfspersonal, technische Kommunikationssysteme), Kommunikationsbedürfnisse (der Bevölkerung und der Akteure auf allen Ebenen des Krisenmanagements) sowie Kommunikationsobligationen (zum Schutz der Bevölkerung, zum Selbstschutz der Einsatzkräfte) vergleichend analysiert, denen vor allem Rettungs- und Hilfsdienste, Verwaltung und Politik zu genügen haben.

Projektumriss SiKomm

 

SOGRO

Sofortrettung bei Großunfall mit Massenanfall von Verletzten

Förderkennzeichen 13N10162 bis 13N10167

Das Ziel des Projekts ist, am Beispiel des Frankfurter Flughafens neue Ansätze zur Verbesserung der Erstversorgung von Unfallopfern, der Zusammenarbeit unterschiedlicher Rettungskräfte und der Lageerfassung und -Bewertung bei Großunfällen zu erforschen. Dabei sollen neue Technologien untersucht werden; vor allem sollen diese und bereits existierende technische Ansätze zu einer neuen Form des Vorgehens für die Rettungskräfte integriert werden. Kernpunkt ist dabei eine Triagierung der Verletzten mit Funketiketten und die Einbindung dieser Triagierungslösung in den Rettungsprozess. Zur Lageerkennung werden Flugdrohnen eingesetzt.

Projektumriss SOGRO

 

SpeedUp

Untersuchung von mobilen und selbstorganisierenden Kommunikations- und Datenplattformen sowie einheitliche (evtl. dienstübergreifende) Organisations- und Handlungsstrategien für komplexe Großlagen

Förderkennzeichen 13N10174 bis 13N10180

In verschiedenen, normalerweise harmlosen Bereichen im Alltag oder in Situationen mit hohem Gefahrenrisiko (zum Beispiel im Tiefbau und Tunnelmanagement, also unterirdische Infrastrukturen) kommt es immer wieder zu unvorhersagbaren Ereignissen, die zu einer Gefährdung aller Beteiligten führen. In solchen Situationen steht für die Rettungsdienste die schnelle Rettung und medizinische Versorgung aller am Unglücksfall beteiligten Personen im Vordergrund. Entscheidend sind dann Absprachen. Ziel ist daher die Untersuchung situationsangepasster Organisations- und Handlungsstrategien und der Aufbau eines mobilen, selbstorganisierenden technischen Unterstützungssystems für Einsatzkräfte in Großlagen. Zu erarbeiten sind adäquate und akzeptierte Interaktions- und Kommunikationsmodelle.

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SPIDER

Security System for Public Institutions in Disastrous Emergency Scenarios

Förderkennzeichen 13N10230 bis 13N10240

Ziel ist ein intelligentes, ganzheitliches Kommunikations- und Informationssystem für Rettungskräfte. Es geht um Notfall-Prozessmanagement unter Einbeziehung der Gebäudeintelligenz und des Gebäudemanagements. Inhalte sind ein intelligentes Fluchtwegesystem und die Simulation von Menschenströmen. Szenario ist eine Bombenexplosion im Rahmen einer Messe (Kölnmesse). Aus der Anzahl der Mobiltelefone in einem Sektor soll die Anzahl der Menschen ermittelt werden. Zudem sollen über Handys Notfallansagen erfolgen.

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VoTeKK

Vorbereitung auf Terroranschläge, Krisen und Katastrophen

Förderkennzeichen 13N10469 bis 13N10473

Ziel des Projekts ist die Vorbereitung des deutschen Gesundheitswesens auf Katastrophen, Krisen und Terroranschläge. Dabei sollen die vorhandenen Lösungen einem kontinuierlichen Qualitätsmanagement unterzogen und Schwachstellen identifiziert werden. Begleitend sollen eine katastrophenmedizinische Online-Akademie und weitere E-Learning-Plattformen eingerichtet werden.

Projektumriss VoTeKK

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/13091.php)

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  • VDI Technologiezentrum GmbH

    • PT Sicherheitsforschung
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    • VDI-Platz 1
    • 40468 Düsseldorf
    • Telefonnummer: 0211 / 6214-433
    • Faxnummer: 0211 / 6214-484
    • E-Mail-Adresse: wey@vdi.de
    • Homepage: http://www.vditz.de/forschungsfoerderung/sicherheitsforschung/
    • Geförderte Vorhaben: http://foerderportal.bund.de/foekat/foekat/foekatliste$v_foekat_webliste.actionquery?P_APC_LFDVOR=J&P_APC_RESSORT=BMBF&P_APC_PT=PT-VDI&P_APC_REF=522&Z_CHK=0
 

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