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Wissenschaft

Innovations- und Technikanalysen (ITA)

Die Innovations- und Technikanalyse (ITA) dient der mittelfristigen Analyse und Bewertung neuer fachübergreifender Themen von gesellschaftlicher Relevanz mit einem Horizont von fünf Jahren. Spezifische Aspekte relevanter Themen werden hinsichtlich der Chancen und Risiken technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen beleuchtet und Rahmenbedingungen zu deren erfolgreichen Umsetzung beschrieben.

Die strategische Vorausschau des BMBF generiert und kommuniziert neue und fächerübergreifende Themen für die Forschungs- und Innovationspolitik. Sie erfolgt entlang der Aufgaben Identifizieren, Bewerten und Kommunizieren. Der Schwerpunkt der Innovations- und Technikanalysen (ITA) in diesem Dreiklang ist das Bewerten.

Grafik: Die strategische Vorausschau besteht aus den drei Säulen idenifizieren, bewerten, kommunizieren

Die ITA analysiert und bewertet neue fachübergreifende Themen von gesellschaftlicher Relevanz mit einem Horizont von fünf Jahren hinsichtlich Potenzialen und sich abzeichnender Herausforderungen. Sie soll die Voraussetzungen, Rahmenbedingungen und Folgen zukünftiger technologischer und gesellschaftlicher Entwicklungen beleuchten.  Dabei werden die vielfältigen Dimensionen zukünftiger Entwicklungen erfasst, so zum Beispiel soziale, ökologische, ökonomische, technologische, ethische und regulatorische Aspekte. Da einerseits technologische Entwicklungen sozial eingebunden sind und andererseits gesellschaftliche Entwicklungen technologisch ermöglicht werden, berücksichtigt die ITA zudem explizit die Wechselbezüge zwischen technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die ITA adressiert Fragestellungen im Spannungsfeld technologischer Möglichkeiten, normativer gesellschaftlicher Wertvorstellungen und wirtschaftlichen Anforderungen:

Welche gesellschaftlichen Entwicklungen zeichnen sich ab?

Dazu zählen u. a.:

  • Veränderung von Lebens- und Arbeitsweisen durch Digitalisierung
  • Weiterhin zunehmende Bürgerbeteiligung und soziale Innovationen
  • Flexibilisierung von Konsum- und Eigentumsmodellen
  • Änderungen gesellschaftlicher Normen und sozialer Werte

Welche gesellschaftlich relevanten Technologien entwickeln sich besonders dynamisch?

Dazu zählen u. a.:

  • Informationstechnologie
  • Gesundheitstechnologie
  • Umwelttechnologie

Wo liegen die Potenziale solcher Entwicklungen?

Diese können beispielsweise sein:

  • Steigerung der Lebensqualität
  • Schaffung von Arbeitsplätzen 
  • Realisierung flexiblerer Arbeitszeitmodelle
  • Erhöhung der Transparenz und Möglichkeit zur Einflussnahme auf politische Prozesse
  • Erhöhung der Mobilität 
  • Schnellere Kommunikation

Wo liegen die Grenzen und möglichen Risiken?

Hier wären exemplarisch zu nennen:

  • Sind die Vor- und Nachteile aus gesellschaftlicher Sicht gerecht verteilt?
  • Welche gesellschaftlichen Wünsche, Ängste und Vorbehalte existieren?
  • Existieren ethisch-moralische Grenzen, die tangiert werden?
  • Sind ökologische, ökonomische und juristische Restriktionen bedacht?

Diese sehr vielschichtigen Fragestellungen werden in der ITA im Rahmen inter- und transdisziplinärer Forschungsprojekte bearbeitet. Häufig werden Bürger dabei auch direkt über partizipative Verfahren der Technikfolgenabschätzung einbezogen.

Die gewonnenen wissenschaftlichen Ergebnisse sind bürger- und anwendungsnah und sollen der Forschungs- und Innovationspolitik rechtzeitig Gestaltungshinweise geben. Darauf aufbauend können neue Förderschwerpunkte gesetzt werden, um den gesellschaftlich erwünschten technologischen Fortschritt gezielt zu gestalten. Für Bürgerinnen und Bürger werden forschungspolitische Entscheidungsprozesse relevanter, transparenter und gestaltbarer. Auch für die Wirtschaft bieten die Erkenntnisse der ITA wertvolle Hinweise für die Forschung, Entwicklung, Einführung und Produktion innovativer, kundenfreundlicher Produkte und Dienstleistungen. 

  • Ministerium

    ITA FORUM - Die Konferenz zur Innovations- und Technikanalyse

    Am 13. und 14. November 2008 fand das erste ITAFORUM in Berlin statt. Seitdem hat sich die Veranstaltung zu einer festen Größe innerhalb der Fachcommunity entwickelt. Mit der internationalen Konferenz zur Innovations- und Technikanalyse (ITA) bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung eine informative und partizipative Plattform an, auf der wissenschaftliche Erkenntnisse aus der ITA auf praktische Anwendungen hin überprüft werden. Ziel der Veranstaltung ist, ITA-Akteuren die Möglichkeit zur Vernetzung zu geben, Themen interdisziplinär zu reflektieren und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung zu berücksichtigen.
     weiterlesen: ITA FORUM - Die Konferenz zur Innovations- und Technikanalyse
    (URL: http://www.bmbf.de/de/24046.php)

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