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Unter die Lupe gelegt

Innovations- und Technikanalysen. Strategien für die Forschungspolitik

Welche neuen Technologien entwickeln sich? Wie ist die deutsche Forschungslandschaft darauf vorbereitet? Was sollte unternommen werden, um aus neuen Ideen innovative Produkte und Dienstleistungen zu machen? Wie kann die Forschungsförderung dabei unterstützend wirken? Mit Innovations- und Technikanalysen sollen Aktionsfelder des gesellschaftlich akzeptierten technologischen Fortschritts identifiziert und Optionen für politisches Handeln entwickelt werden.

Aufgabe der Innovations- und Technikanalyse (ITA) ist es, technologische Entwicklungen frühzeitig daraufhin zu untersuchen, welche Chancen sie eröffnen können und in welchen Bereichen die Forschungspolitik agieren sollte. Charakteristische Handlungsfelder, die daraus entwickelt werden, sind neue Förderschwerpunkte oder die Förderung von Verbünden aus Forschung und Wirtschaft.

Einige der Fragestellungen bei ITA sind:

  • Welche neuen Technologien entwickeln sich und wie ist die deutsche Forschungslandschaft darauf vorbereitet?
  • Lassen sich neue Forschungsergebnisse in innovative Produkte und Dienstleistungen umsetzen?
  • Gibt es gesellschaftliche Bedarfe für eine Technik und ist diese Technik akzeptiert?
  • Wer hat Nachteile und wer Vorteile aus einem Technikeinsatz; welche Nachteile sind zumutbar, wenn sich auf der anderen Seite ein Nutzen aus dem Technikeinsatz ergibt?
  • Wo liegen ethische oder rechtliche Grenzen einer Technik?
  • Welche Argumente gibt es für die Technisierung eines Bereichs - beispielsweise des Gesundheitssystems?

Ergebnis der Innovations- und Technikanalyse sind Argumente für die Gestaltung konkreter technischer Entwicklungen, z. B. in der Informationstechnologie, der Raumfahrt oder im Umwelt- und Verkehrsbereich. Ziel ist es, Felder des gesellschaftlich erwünschten technologischen Fortschritts zu identifizieren, Gestaltungspotenziale aufzuzeigen und politische Handlungsspielräume zu benennen.

Innovations- und Technikanalysen sollen Orientierung in einer hoch technisierten Gesellschaft bieten und einen Beitrag zur Förderung einer menschen- und sozialgerechten sowie umweltverträglichen Technikgestaltung leisten. Durch systematische Analysen sollen Entwicklungs- und Anwendungspotenziale neuer Technologien frühzeitig erkannt und innovative Lösungen im Umgang mit und zur Vermeidung von möglichen Risiken vorgeschlagen werden. ITA ist damit ein strategisches Instrument, um gesellschaftlichen Innovationsbedarf und technologische Innovationspotenziale mit den Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu identifizieren und zu analysieren. Mit Fakten, Argumenten und Bewertungen von Technologiepfaden ist ITA ein wichtiges Instrument für die Beratung von Politikerinnen und Politikern und liefert damit zugleich der Industrie eine Hilfe für strategische Entscheidungen.

Im Rahmen von ITA werden interdisziplinär angelegte Studien etwa zur Nanotechnologie, deren medizinischen Implikationen und ihre wirtschaftlichen Potenziale gefördert. Weitere Studien befassen sich mit Themen der Bio- und Informationstechnologie.

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    Venture Capital: Brücke zwischen Idee und Innovation

    Die Rolle von Innovationen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer modernen Volkswirtschaft ist unbestritten. Europa ist reich an Ideen, an innovativen Gründern mangelt es allerdings - gerade in Deutschland. In einer vom BMBF geförderten Untersuchung der DB Research prüfen die Autoren, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Ausstattung mit Venture Capital und der Umsetzung von Ideen in Innovationen. Dabei geht es auch um die Frage, ob eher das Angebot an Venture Capital seitens der VC-Fonds oder die Nachfrage nach Venture Capital durch die innovativen Gründer entscheidend ist (PDF, 620KB).
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/12224.php)
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    Metastudie Open-Source-Software und ihre Bedeutung für Innovatives Handeln

    Open-Source-Software wird als Motor für Innovation in der Software-Entwicklung bezeichnet. Die "Metastudie zum Stand von Open-Source-Software und ihrer Bedeutung für innovatives Handeln" untersucht die Zusammenhänge von Einsparpotenzialen, Auswahlgründen, Motivationsfaktoren der Entwickler und das in der Community gemeinschaftlich genutzte Wissen. (PDF, 800 KB)
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7429.php)
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    Studie zum Innovationsverhalten deutscher Software-Entwicklungsunternehmen

    Die Studie untersucht das Innovationsverhalten deutscher Softwareentwicklungs-Unternehmen, ihr Innovationsmanagement und die Erschließung neuer Produktsegmente, den Einfluss von Software-Engineering-Kompetenz auf die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Produkten sowie den Einfluss von Open-Source-Software auf Innovationsaktivitäten. Viele Innovationen geschehen eher ungeplant, in den vielen kleinen Unternehmen läßt sich das Management noch verbessern. (PDF-Datei, 2,5 MB).
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/7380.php)
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    "MObiDig" Manipulierbare Objekte in digitalen Systemen

    Die Studie des Lehrstuhls für Informatik und Gesellschaft der Universität Paderborn betrachtet unter dem Kriterium der Alltagstauglichkeit technisch verursachte Medienbrüche im Automobil. Dabei kann die Studie belegen, dass es gerade bei Telematiksystemen an Koordinierung zwischen den verschiedenen proprietären und offenen Standards mangelt. Die Folge ist, dass es praktisch keine durchgängige Verfolgung von Daten- und Informationsflüssen gibt. Dies wäre jedoch erforderlich, um die Systeme weitestgehend frei von Medienbrüchen und damit wesentlich akzeptabler und sicherer für potenzielle Nutzer zu machen. (PDF, 3 MB)
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6866.php)
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    TAUCIS: Technikfolgenabschätzung Ubiquitäres Computing und Informationelle Selbstbestimmung

    Gegenstand der Studie ist die zunehmende Allgegenwart der Informationstechnologie - das "Ubiquitäre Computing" etwa bei RFID-Funketiketten - ihre Sicherheit und die Auswirkungen auf die informationelle Selbstbestimmung. Ubiquitäre Informationstechnik wird von Verbrauchern relativ positiv bewertet. Zugleich wird in Befragungen ein Kontrollverlust befürchtet, der auf Verbraucher abschreckenden Effekt hat. Auch in puncto Sicherheit sieht die Studie Forschungs- und Verbesserungsbedarf: Die Suche nach Lösungen für Informationssicherheit und informationelle Selbstbestimmung in RFID-Systemen ist ein offenes Forschungsgebiet. (PDF 4MB)
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6840.php)
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    Internationale Technologieprognosen im Vergleich

    Die 2006 fertig gestellte Studie "Technologieprognosen im internationalen Vergleich" des VDI im Auftrag des BMBF untersucht die Forschungsprogramme der Länder China, Dänemark, Indien, Großbritannien, Kanada, Südafrika, Südkorea und den USA. Die Analyse liefert die großen Forschungstrends für die kommenden Jahre. Daraus lassen sich auch wichtige Hinweise auf die Entwicklungsdynamik der nationalen Innovationssysteme ablesen. (PDF, 1,4 MB)
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6358.php)
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    Märkte virtualisierter Wissenschaft

    Diese Studie untersucht die Folgen einer Virtualisierung für das Wissenschaftssystem aus einer betriebswirtschaftlichen Perspektive. Dabei werden die durch IT-Einsatz verursachten Änderungen der Kosten- und Leistungsbeziehungen zwischen Wissenschaftlern und in der wissenschaftlichen Wertschöpfungskette betrachtet und forschungspolitische Handlungsfelder benannt (PDF, 830 KB).
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6375.php)
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    Datenschutzverträgliches und nutzungsfreundliches Digital Rights Management

    Die Studie bewertet Digital Rights Management (DRM)-Systeme unter Daten- und Nutzerschutzaspekten. Entwickelt wurde ein Kriterienkatalog, der neben technischen auch rechtliche und ökonomische Faktoren von DRM-Systemen umfasst. Ergebnis sind Ansatzpunkte zur Entwicklung und Implementierung technisch-organisatorischer Modelle, die den Rechten der Urheber als auch denen der Nutzer entgegenkommen. Studie des FhG-Instituts für Digitale Medientechnologie (IDMT), des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) und des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft der TU Ilmenau (IfMK) im Auftrag des BMBF (PDF, 4,5 MB)
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6370.php)
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    Internationale Technologieprognosen im Vergleich

    Analyse der Forschungsprogramme ausgewählter Länder. 2004, mit einer zweiten Studie fortgesetzt 2006. Studie des VDI im Auftrag des BMBF. (PDF, 350 KB)
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6356.php)
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    Technikakzeptanz und Nachfragemuster als Standortvorteil

    Analyse von Innovationspotentialen, Nutzerbedürfnissen und Technikpräferenzen. Studie des FhG ISI für das BMBF. (PDF, 2 MB)
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/6353.php)
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    Landkarte zur Innovations- und Technikanalyse

    Die Innovations- und Technikanalyse will technologische Entwicklungen frühzeitig daraufhin zu untersuchen, welche Chancen sie eröffnen können und in welchen Bereichen die Forschungspolitik agieren sollte. Die Einrichtungen für Analysen im ITA-Themenfeld sind hier zusammengestellt.
    mehr (URL: http://www.bmbf.de/de/5331.php)

Publikationen

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • VDI/VDE Innovation + Technik GmbH

    • PT Innovations- und Technikanalysen
    • Steinplatz 1
    • 10623 Berlin
    • Telefonnummer: 030 310078-111
    • Faxnummer: 030 310078-141
    • E-Mail-Adresse: ITA@vdivde-it.de
    • Homepage: http://www.innovationsundtechnikanalysen.de/
    • Geförderte Vorhaben: http://www.innovationsundtechnikanalysen.de/projekte