
Szenarienorientierte Grundlagen und innovative Methoden zur Reduzierung des Ausfallrisikos der Stromversorgung unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Bevölkerung
Förderkennzeichen 13N10511 bis 13N10514
Vorrangiges Ziel des Projektes ist es, aktuelle und zukünftige Ausfallrisiken für die Versorgung der Bevölkerung mit Strom zu reduzieren. Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen daher zusammen mit Betreibern von Kraftwerken besonders kritische Teile der Stromversorgungsinfrastruktur identifiziert und bezüglich verschiedener Risiken klassifiziert werden. Dabei werden vor allem Bereiche berücksichtigt, die neuralgische Punkte betreffen, bei denen es durch Verknüpfung verschiedener Infrastrukturen zum Ausfall mehrerer Kraftwerke bzw. weiterer Versorgungsinfrastrukturen kommen kann (Kaskadeneffekt).
Lernende Informationsinfrastrukturen für das Krisenmanagement am Beispiel der Stromversorgung
Förderkennzeichen 13N10711 bis 13N10715
Strom ist für viele andere Versorgungssysteme, wie etwa Heizungsanlagen oder Tankstellen, entscheidend. Ausfälle sind zwar eher selten, doch wenn sie auftreten, treffen sie die Bevölkerung meist unvorbereitet und richten großen Schaden an. In so einem Fall sind Information und Kommunikation entscheidende Faktoren zur raschen Wiederherstellung der Stromversorgung. Daher soll InfoStrom eine dezentrale IT-gestützte Sicherheitsplattform erarbeiten, die alle relevanten Akteure, wie Energieversorger, Krisenstäbe, Feuerwehr und Polizei, miteinander vernetzt.
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Intelligente Notstromversorgungskonzepte unter Einbeziehung Erneuerbarer Energien
Förderkennzeichen 13N10639 bis 13N10643
Länger andauernde, großflächige Unterbrechungen des elektrischen Energieversorgungssystems bergen ein enormes Gefährdungspotential für Wirtschaft und Gesellschaft. Im Rahmen des Vorhabens SES² sollen daher Strategien zur Sicherstellung einer Minimalversorgung im Krisenfall erforscht werden. Die Bereitstellung einer solchen verbrauchernahen Minimalversorgung soll durch ein sogenanntes "Smart Emergency Supply System (SES²)" gewährleistet werden. Hierbei werden dezentrale Wandlersysteme unter Einbeziehung regenerativer Quellen zur Bildung von intelligenten Notstromversorgungsstrukturen genutzt.
Simulation von intersektoriellen Kaskadeneffekten bei Ausfällen von Versorgungsinfrastrukturen unter Verwendung des virtuellen 3D-Stadtmodells Berlins
Förderkennzeichen 13N10560 bis 13N10566
Versorgungsinfrastrukturen sind komplexe soziotechnische Systeme, die wechselseitig abhängig sind: Auftretende Defekte, technisches oder menschliches Versagen in einer Versorgungsinfrastruktur wirken sich auch auf alle anderen Versorgungsinfrastrukturen aus. SIMKAS-3D entwickelt Entscheidungs- und Koordinationshilfen für Krisenfälle, die verschiedene Infrastrukturen betreffen und die die verantwortlichen Akteure der Infrastrukturbetreiber von Gas, Wasser, Strom und Fernwärme unterstützen sollen. Durch systemübergreifende Szenarien und ihre Simulation im virtuellen 3D-Stadtmodell von Berlin sowie in gemeinsamen Trainings werden die Kompetenzen erweitert, um chaotische Krisensituationen souverän zu meistern und Ausfallrisiken der Versorgungsinfrastrukturen zu minimieren.
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Schutz der Trinkwasserversorgung in Hinblick auf CBRN-Bedrohungsszenarien - Phase 2
Förderkennzeichen 13N10623 bis 13N10627 und 13N11436
Wesentliches Ziel des Projektes ist es, Wasserversorgungsunternehmen und Behörden in die Lage zu versetzen, den Schutz der Bevölkerung vor gesundheitsgefährdenden Stoffen im Trinkwasser deutlich zu erhöhen. Basierend auf einer ersten Phase, in der eine umfassende Bedrohungs- und Risikoanalyse für die Verunreinigung von Trinkwasser mit biologischen, chemischen oder radioaktiven Stoffen durchgeführt wurde, werden in Phase 2 konkrete Schutzstrategien, organisatorische Konzepte und technische Innovationen erarbeitet und anschließend in Form eines Leitfadens und einer Datenbank den Anwendern und Behörden zur Verfügung gestellt.
Energie- und Kraftstoffversorgung von Tankstellen und Notstromaggregaten bei Stromausfall
Förderkennzeichen 13N9965 bis 13N9972
Fast alle kritischen Infrastrukturen sind heute von einer funktionierenden Stromversorgung abhängig; nur wenige verfügen über ausreichende Notstromaggregate. Beispiel Tankstelle: Sie verfügt im Allgemeinen über keine Notversorgung, der Ernstfall würde zum vollständigen Ausfall führen. Tankstellen können dann keinen Treibstoff mehr für Einsatzwagen aber auch für die bei kritischen Infrastrukturen laufenden Notstromaggregate zur Verfügung stellen. Dieser Kaskadeneffekt ist Ausgangspunkt für das Verbundvorhaben TankNotStrom. Gesamtziel ist die Erstellung eines Management- und Logistiksystems, das bei Stromausfall in der Lage ist, die Kraftstoffversorgung sicherzustellen. Hierdurch soll auch bei längerem Stromausfall der Betrieb kritischer Infrastrukturen, wie beispielsweise Krankenhäuser, und die Einsatzfähigkeit der beteiligten Rettungskräfte gewährleistet werden.

Schutz von Versorgungsinfrastrukturen
2011, 8 Seiten
Download [PDF - 609,0 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/schutz_von_versorgungsinfrastrukturen.pdf)
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(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)