Forschung

Tiergesundheit und Tierwohlergehen

Das Wohlergehen landwirtschaftlicher Nutztiere kann durch verschiedene Faktoren (Krankheiten, Seuchen, Tierhaltung, etc.) stark beeinträchtigt werden und sollte daher nicht losgelöst von diesen betrachtet werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nimmt aus diesem Grund an einer Forschungsoffensive im Bereich Tiergesundheit und -wohlergehen zusammen mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) und weiteren 28 europäischen Partnern teil.

Das Wohlergehen der landwirtschaftlichen Nutztiere kann durch verschiedene Faktoren wie Krankheiten und Seuchen, Behandlungsmethoden, Tierhaltung, u. a. m. stark beeinträchtig werden. Dies hat nicht nur unmittelbare Folgen für das Tier und dessen Halter, sondern kann erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft haben. Aspekte des Tierwohles sollten daher nicht losgelöst von diesen Einflüssen behandelt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nimmt aus diesem Grund an einer neuen Forschungsoffensive im Bereich Tiergesundheit und -wohlergehen zusammen mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) und weiteren 28 europäischen Partnern aus 18 Ländern teil. Diese Initiative baut auf eine Maßnahme auf, die sich mit der Erforschung von Infektionskrankheiten bei Nutztieren (EMIDA, Emerging and Major Infectious Diseases of Livestock) beschäftigt und jetzt u. a. um den wichtigen Aspekt des Tierwohlergehens erweitert wurde.

Die neue Forschungsoffensive ANIHWA (Animal Health and Welfare) wird die Gesundheit und das Wohlergehen der Nutztiere zum Inhalt haben: Im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten werden neue Ansätze der Nutztierhaltung inklusive Maßnahmen gegen die Einschleppung von Krankheitserregern, der schnellen Identifizierung und Isolierung erkrankter Tiere in einer Herde sowie neue Diagnoseverfahren und Impfstoffe entwickelt. Desweiteren werden neue Wege im Umgang mit Antibiotika bzw. Alternativen zum Antibiotikaeinsatz in der Nutztierhaltung erarbeitet.

ANIHWA setzt auf die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung. Bei der Bekämpfung von Tierkrankheiten unter Einbezug des Tierwohles bringen deutsche Forscherinnen und Forscher ihre Kompetenzen in gemeinsamen internationalen Projekten ein und erhalten gleichzeitig Zugang zum Know-how anderer europäischer Partner. Durch diese europaweite Kooperation im Bereich Tiergesundheit und -wohlergehen werden die Ziele der Hightech-Strategie der Bundesregierung sowie der Internationalisierungsstrategie des BMBF weiter verfolgt und ein Beitrag zur Erreichung der Lissabon-Ziele geleistet. Die Förderinitiative ergänzt komplementär die Förderung im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm und wird zudem von der Europäischen Kommission unterstützt.

ANIHWA flankiert als ergänzende europäische Maßnahme den nationalen Förderschwerpunkt FUGATO (Funktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus), dessen Fragestellungen zu Gesundheitsaspekten bei landwirtschaftlichen Nutztieren jedoch schwerpunktmäßig auf züchterische Maßnahmen ausgerichtet sind. Untersuchungen zur Transmission von Infektionserkrankungen auf den Menschen werden wiederum im nationalen Förderschwerpunkt zu zoonotischen Infektionskrankheiten aufgegriffen.

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Publikationen

  • Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030/ -National Research Strategy BioEconomy 2030 ID = 1231

    Titelbild der Publikation

    Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft (Kurzfassung) / -
    Our Route towards a biobased economy (Short version)

    2010, 16 Seiten

    Download [PDF - 1,63 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie_kurzfassung.pdf)

  • Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 ID = 1233

    Titelbild der Publikation

    Unser Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft

    2010, 52 Seiten
    Bestell-Nr.: 30570

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 3,42 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/biooekonomie.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Ansprechpartner

  • Ansprechpartner ANIHWA

    • Projektträger Jülich (PtJ), Bereich BIO
    • Sabine Dues
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    • Telefonnummer: 02461 / 61-9286
    • E-Mail-Adresse: s.dues@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/anihwa
  • Projektträger Jülich (PtJ), Bereich BIO

    • FUGATO-plus
    • Dr. Georg Ostermann
    • 51425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461 / 61-1479
    • E-Mail-Adresse: g.ostermann@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.ptj.de/fugatoplus