Forschung

Tiergesundheit

Tierseuchen und andere infektiöse Tierkrankheiten können weltweit erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt haben. Jüngste Beispiele hierfür sind die Vogelgrippe oder die "Neue Grippe" (auch "Schweine-Grippe" genannt). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet daher zusammen mit 15 weiteren europäischen Partnern eine Forschungsoffensive im Kampf gegen Tierkrankheiten.

Tierseuchen und andere infektiöse Tierkrankheiten können weltweit erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt haben. Jüngste Beispiele hierfür sind die Vogelgrippe oder die "Neue Grippe" (auch "Schweine-Grippe" genannt). Durch Globalisierung und Klimawandel steigt die Gefahr, dass sich tierische Infektionserreger weiter ausbreiten und auch für den Menschen zunehmend eine Gefahr darstellen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet daher zusammen mit 15 weiteren europäischen Partnern eine Forschungsoffensive im Kampf gegen Tierkrankheiten.

Mit der neuen Forschungsoffensive EMIDA (Emerging and Major Infectious Disea-ses of Animals) werden Tierseuchen bereits an der Wurzel gepackt: Im Rahmen von europäischen Forschungsprojekten sollen effiziente Methoden zur Überwachung von Nutztierkrankheiten, Schutzmaßnahmen gegen die Einschleppung von Krankheitserregern sowie neue Impfstoffe und Antibiotika-Alternativen für Tiere entwickelt werden.

EMIDA setzt dabei auf die Vorteile der internationalen Arbeitsteilung: Im Kampf gegen Tierkrankheiten bringen deutsche Forscherinnen und Forscher ihre Kompetenzen in gemeinsamen internationalen Projekten ein und erhalten Zugang zum Know-how anderer europäischer Partner. Durch diese europaweite Kooperation im Bereich der Tiergesundheit werden die Ziele der Hightech-Strategie der Bundesregierung sowie der Internationalisierungsstrategie des BMBF weiter verfolgt und ein Beitrag zur Erreichung der Lissabon-Ziele geleistet. Die Förderinitiative ergänzt komplementär die Förderung im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm und wird zudem von der Europäische Kommission unterstützt.

EMIDA flankiert damit als ergänzende europäische Maßnahme den nationalen Förderschwerpunkt FUGATO (Funktionelle GenomAnalyse im Tierischen Organismus), dessen Fragestellungen zu Gesundheitsaspekten bei landwirtschaftlichen Nutztieren jedoch schwerpunktmäßig auf züchterische Maßnahmen ausgerichtet sind. Untersuchungen zur Transmission zum Menschen bei zoonotischen Krankheiten werden wiederum im nationalen Förderschwerpunkt zu zoonotischen Infektionskrankheiten aufgegriffen (http://www.zoonosen.net/).

Ansprechpartner

  • Forschungszentrum Jülich GmbH

    • Projektträger Jülich (PTJ), Bereich BIO
    • Frau Dr. Petra E. Schulte
    • 52425 Jülich
    • Telefonnummer: 02461-61-9031
    • Faxnummer: 02461-61-1790
    • E-Mail-Adresse: petra.schulte@fz-juelich.de
    • Homepage: http://www.fz-juelich.de/ptj