"Powerpoint ist das weltweit meist verbreitete Präsentationswerkzeug - und zugleich auch das meist gehasste", bringt es Jochen Mai, Autor und Betreiber des Weblogs karrierebibel.de, auf den Punkt: Einerseits dominiert die Software den Markt für Präsentationswerkzeuge, andererseits steht sie in dem Ruf, eher Folienschlachten als wirklich gute Präsentationen zu produzieren. Elektronische Kurse versprechen, schnell und effektiv in die Bedienung der Software einzuführen. Die Stiftung Warentest wollte wissen, ob sie das auch wirklich tun, und hat jeweils fünf CD-Roms und Internetkurse untersucht.
Jeweils drei Experten untersuchten die fachlich-didaktische Gestaltung der Produkte anhand der Kriterien Lerninhalte, Fach- und Mediendidaktik. Ferner prüften sie die Lauffähigkeit und softwareergonomische Gestaltung sowie die Angaben zu Inhalt, Didaktik, Systemvoraussetzungen und zur Installation. Außerdem beurteilten jeweils fünf Internetnutzer Bedienbarkeit, Inhaltsvermittlung, Übungen und Nutzwert der E-Learning-Produkte.
Powerpoint-Lernprogramme führen häufig ordentlich in die Bedienung der Software ein, vermitteln aber in der Regel keine Präsentationsgrundlagen. Von den zehn Produkten im Test erreichten drei das test-Qualitätsurteil "gut". Insgesamt reichte das Notenspektrum von 1,9 bis 4,3.
Um gut zu präsentieren, reicht es nicht aus, Powerpoint zu beherrschen und anspruchsvolle Folien zu kreieren: Denn was eine gute Präsentation ausmacht, ist in der Regel nicht das Thema eines Powerpoint-Trainings. So kann die Stiftung Warentest E-Learning-Produkte zum Thema auch nur erfahrenen Präsentatoren empfehlen. Anfängern ist eher der Besuch eines Seminars zu empfehlen, das Präsentationsgrundlagen vermittelt und in dem die Teilnehmer für die Praxis üben können.
Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier