
© Kai Schubert (Lizenz: CC-BY-SA) In den wöchentlichen Treffen von Kindern und Erwachsenen gemeinsam entwickelten Projekte helfen, sprachliche Differenzen zu überbrücken und sich aktiv und bewusst mit kulturellen Unterschieden und Gemeinsamkeiten im Stadtviertel auseinanderzusetzen. Seit dem Start des ersten Clubs im Jahr 2004 ist ein Netzwerk entstanden, an dem bisher sechs Stadtviertel beteiligt sind: ein Club in der Bonner Nordstadt, zwei Clubs im Bonner Stadtteil Tannenbusch und je ein Computerclub in Dortmund, Kreuztal und Siegen. Die Erweiterung des Netzwerks um weitere Clubs ist willkommen.
Als Ort für die interkulturellen Computerclubs ist die (Grund-)Schule bewusst gewählt: Sie ist im Stadtviertel der Ort, wo sich Menschen verschiedener Kultur und Herkunft selbstverständlich treffen.
© Kai Schubert (Lizenz: CC-BY-SA) Das Paten-Kind-Prinzip bildet eine wichtige Grundlage für die Aktivitäten im Computerclub: Kinder nehmen an come_IN im Grundsatz gemeinsam mit einem erwachsenen Paten teil - das kann ein Elternteil genauso sein, wie die Großmutter, eine Nachbarin oder der große Bruder. So wird eine generationenübergreifende Lernsituation geschaffen, die zwischen Erwachsenen und Kindern idealerweise auch außerhalb des Clubs im familiären oder nachbarschaftlichen Kontext eine Fortsetzung findet. Mitarbeiter des come_IN Teams arbeiten als Tutoren in den Clubs; eine wichtige Funktion haben auch die Lehrer, die sich seitens der jeweiligen Schule um die Betreuung der Computerclubs kümmern, da sie für Kinder und Erwachsene im Umfeld der Schule bereits eine vertraute Person darstellen. Projektideen planen und entscheiden alle Clubteilnehmer in gemeinsamen Anfangs- und Abschlussrunden gemeinsam. Deutlich wird dabei das Potential der engen Verknüpfung selbst gesammelten Erfahrungen im Stadtviertel und deren gemeinsamer Umsetzung am und mit dem Computer.
Beispielhaft hierfür seien etwa die Bunten Altstadtgeschichten genannt, die Kinder und Erwachsene im come_IN Computerclub der Bonner Marienschule gemeinsam erstellt haben. Etwa im halbjährlichen Abstand sind über zwei Jahre lang vier dieser Hefte entstanden. Die Clubteilnehmer setzen sich darin mit ihrem Stadtteil auseinander: In Zweierteams aus je einem Kind und einem Erwachsenen wurden schöne und hässliche Orte im Viertel erkundet, den Geschichten verschiedener Altstadthäuser nachgespürt und bekannte Personen aus der Nachbarschaft interviewt. Die gesammelten Erlebnisse und Eindrücke wurden anschließend von Kindern und Erwachsenen an den Rechnern im Computerclub in der Marienschule gemeinsam in Bild und Text verarbeitet, die dann schließlich als Bunte Altstadtgeschichten zu kleinen Heften zusammengestellt und auch zu Schulfesten und anderen Gelegenheiten nicht nur unter Freunden und Familie der Beteiligten sondern auch im Stadtviertel eine Leserschaft fanden.
Das Spektrum weiterer Projekte, die in den Clubs entstanden sind und weiter entstehen, ist breit - es umfasst zum Beispiel:
Mehr über das Konzept der come_IN Computerclubs und die Projekte der einzelnen Clubs gibt es zum Anschauen und Nachlesen im Internet unter: http://www.computerclub-comein.de/