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Verschlusstechnik für Katheter verhindert Infektionen
Im Krankenhaus erworbene Infektionen stellen eine erhebliche Gefahr für Patienten dar. Hierbei birgt vor allem die direkte Verbindung von der Außenwelt zur Blutbahn durch einen Katheter die Gefahr des Einschleppens von Krankheitserregern mit örtlichen Infektionen bis hin zur Blutvergiftung. Besonders problematisch können Dauerkatheter sein. Vor allem im Katheter-Hohlraum können sich Bakterien sammeln, vermehren und anschließend in den Organismus eindringen. Dagegen wollen nun Berliner Wissenschaftler einen Katheter mit einem Ballon einsetzen, der in den Nutzungspausen die Katheterleitung vollständig ausfüllt. Somit wäre den Bakterien der Zugang zu dem Katheter versperrt und sie können sich dort nicht unbeeinflusst von der körpereigenen Abwehr vermehren. Die Neuentwicklung soll eine bedeutende Gesundheitsgefahr im Krankenhaus dort bekämpfen, wo sie entsteht, und mit geringem Aufwand zahlreiche gesundheitliche Komplikationen verhindern.
Dr.-Ing. Ulrich Kertzscher
Charité-Universitätsmedizin Berlin
Labor für Biofluidmechanik
12200 Berlin
Tel.: 030 450553-838
E-Mail:ulrich.kertzscher@charite.de