
Ein neues Verfahren soll die Gewebekultivierung für die Medizin verbessern
Am Zentrum für Regenerative Medizin in Tübingen wurde eine grundlegend neue Bioreaktortechnologie von Herrn Privatdozent Dr. Lothar Just und Herrn Dr. Timo Schmidt für die Kultivierung und Züchtung von Geweben entwickelt. Bei diesem Verfahren wird im Gegensatz zu anderen Techniken den Zellen das Nährmedium als feiner Nebel (Aerosol) zugeführt. Die Tröpfchen werden von einem Ultraschallzerstäuber erzeugt und sollen das kultivierte Gewebe schonend und vor allem besser mit Nährmedium und Sauerstoff versorgen.
Diese neue Technik soll nun genutzt werden, um die Qualität von Hornhauttransplantaten, die vor der Transplantation am Auge zur notwendigen Qualitätskontrolle vorkultiviert werden müssen, zu verbessern.
In Zusammenarbeit mit der Augenklinik in Tübingen, dem Institut für Technische Chemie in Hannover und Industriepartnern aus Göttingen und Soest wird nun ein entsprechender Bioreaktor für die Kultivierung von Hornhauttransplantaten und künstlicher Hornhäute technisch umgesetzt.
PD Dr. Lothar Just
Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin (ZRM)
Anatomisches Institut, Universität Tübingen
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