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Forschung

Innovationswettbewerb zur Förderung der Medizintechnik

Im Oktober 2010 hat das BMBF zum zwölften Mal die Preise für innovative Medizintechnik verliehen. 137 Bewerberinnen und Bewerber stellten sich der internationalen Experten-Jury, 15 Sieger erhielten die begehrte Urkunde. Die Gewinnerprojekte, die insgesamt mit rund 9,1 Millionen € gefördert werden sollen, umfassen ein großes Spektrum: Zu den Preisträgern zählt ein Wissenschaftlerteam aus Lübeck, das einen neuen Test entwickeln will, der gefährliche Pilzinfektionen schneller und genauer erkennen kann. Schimmel- und Hefepilzinfektionen können besonders für Patienten, deren Immunabwehr durch Krankheit oder Medikamente geschwächt ist, lebensbedrohlich sein. Ein anderer Forscherverbund aus Ulm hat die Jury mit der Entwicklung eines Lasers überzeugt, der dritte Zähne unbeschädigt entfernen soll. Mit dieser Technik ließe sich festsitzender Zahnersatz wie Kronen und Brücken entfernen und nach der Behandlung der darunter liegenden Zahnsubstanz auch wieder einsetzen. Die Kostenersparnis alleine in Deutschland könnte hunderte Millionen Euro betragen. Alle Gewinner zeichnen sich durch ein hohes zukünftiges Nutzungspotenzial und durch die enge Kooperation von Wissenschaft und Wirtschaft aus.
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BMBF Innovationswettbewerb Medizintechnik 2010

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AKTUELLE AUSWAHL

Lübeck

KOMPLETTES LABOR AUF WENIGEN QUADRATZENTIMETERN

Schnelle Diagnose gefährlicher Krankheitserreger

Infektionen mit Schimmel- und Hefepilzen können insbesondere für Patienten, deren Immunabwehr durch Krankheit oder Medikamente geschwächt ist, lebensbedrohlich sein und müssen schnellstmöglich behandelt werden. Die heutzutage übliche Standarddiagnostik dieser Erreger ist allerdings langwierig und fehlerbehaftet. Gefragt ist ein schnelles und zuverlässiges Nachweisverfahren, das alle relevanten Pilz-Erreger und deren eventuell vorhandenen Medikamenten-Resistenzen gleichzeitig erfasst. Ziel der im Verbund mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie in Lübeck, Stuttgart, Reutlingen und Gerlingen geplanten Arbeiten ist es deshalb, den kompletten Nachweis in einem Mikrosystem zu vereinen. Alle Analyseschritte von der Vorbereitung der Probe bis zum Nachweis des Erregers mit Hilfe hochempfindlicher Sensoren können so innerhalb kürzester Zeit durchgeführt werden, ohne dass es dafür eines spezialisierten Labors bedarf.

Das gerade einmal 2,5 mal 7,5 cm große Minilabor („lab on a chip“) soll es dem Arzt ermöglichen, sehr rasch und exakt den Pilz-Erreger zu identifizieren. Gleichzeitig erhält er Auskunft über mögliche Resistenzen des Pilzes gegenüber bestimmten Medikamenten. Damit wird die Diagnose gefährlicher Pilzinfektionen schneller und sicherer. Der Patient profitiert von einer frühzeitigen und gezielten Therapie und die Behandlungskosten können deutlich gesenkt werden.

Kontakt:

Dr. Ulf Steller
EUROIMMUN Medizinische Labordiagnostika AG
Seekamp 31
23560 Lübeck
Tel.: 0451 – 585521211
Fax: 0451 – 585521129
E-Mail: u.steller@euroimmun.de

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