
Therapiekontrolle auf Zellebene in Echtzeit
Bildgebende Verfahren spielen in der modernen Medizin eine zentrale Rolle. Bei Krankheiten wie Krebs werden sie zur Kontrolle des Therapieerfolgs eingesetzt; in anderen Fällen, wie bei Multipler Sklerose, Alzheimer oder Herzschwäche erlauben sie eine gezieltere Diagnostik. Viele krankhafte Prozesse im Körper gehen mit einem veränderten Stoffwechsel in den der Zellen der betroffenen Organe einher. Es wäre daher ein großer Fortschritt, mit Hilfe eines bildgebenden Verfahrens in Echtzeit messen zu können, wie Zellen Substanzen aufnehmen und verarbeiten. Die Lösung könnte 13CMMR (Hyperpolarisierte 13C molekulare MR Bildgebung) heißen, ein neuartiges minimalinvasives Magnetresonanz-Verfahren. Im Team mit akademischen Partnern der TU München (Profs. Markus Schwaiger, Axel Haase und Steffen Glaser) und der Firma Rapid Biomedical GmbH in Würzburg (Dr. Titus Lanz), arbeiten Dr. Marion I. Menzel und Dr. Rolf F. Schulte von GE Global Research daran, dieses Verfahren für den klinischen Einsatz vorzubereiten. Bei erfolgreichem Projektverlauf steht den Ärzten eine neue Dimension der Bildgebung zur Verfügung. Mit vergleichsweise geringem Aufwand lässt sich mit diesem Verfahren viel früher als bislang der Erfolg einer Therapie direkt im Körper nachweisen. Zielgenauere Therapie und besserer Behandlungserfolg wirken sich letztlich auch senkend auf die Kosten im Gesundheitssystem aus.
Dr. Marion I. Menzel
GE Global Research
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