
Neue Dimension in der Röntgendiagnostik
In Deutschland werden jährlich rund 1,2 Millionen komplexe chirurgische Operationen durchgeführt. Um das Komplikationsrisiko zu verringern und Folgeeingriffe zu vermeiden, kontrollieren die Ärzte schon während des Eingriffs das Operationsergebnis durch Röntgendiagnostik. Der chirurgische Eingriff wird dazu unterbrochen. Bisher gibt es kein System, das nahtlos in den Ablauf der Operation integriert werden kann und die erforderliche dreidimensionale Bildaufnahme bei freiem Zugang zum Patienten gewährleistet. Die Lösung könnte ORBIT heißen. An ihr arbeitet Professor Erwin Keeve und sein interdisziplinäres Team vom Berliner Zentrum für Mechatronische Medizintechnik, einer gemeinsamen Einrichtung der Fraunhofer Gesellschaft und der Charité Berlin. Das Vorhaben wird gemeinsam mit Klinikern um Professor Bodo Hoffmeister und Professor Norbert Haas sowie der Ziehm Imaging GmbH, einer der weltweit führenden Spezialisten für mobile röntgenbasierte Bildgebung realisiert. Mit dem neuen ORBIT-Röntgensystem soll die Lage von Instrumenten, Implantaten und Frakturfragmenten deutlich besser als bisher während des Eingriffs kontrolliert werden. So ließen sich viele belastende und kostspielige Folgeoperationen vermeiden.
Prof. Dr.-Ing. Erwin Keeve
Berliner Zentrum für Mechatronische Medizintechnik
- eine gemeinsame Einrichtung der Fraunhofer Gesellschaft und der Charité Berlin -,
Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik
Bereich Medizintechnik
Pascalstr. 8-9
10587 Berlin
Tel.: 030 – 39006120
E-Mail: erwin.keeve@ipk.fraunhofer.de