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Bildung
Logo vom 61. Europäischen Wettbewerb

61. Europäischer Wettbewerb - Wie wollen wir leben in Europa?

Der Europäische Wettbewerb, der 2014 zum 61. Mal stattfindet, ist mit über 70 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an bundesweit 1000 Schulen nicht nur der älteste, sondern auch einer der renommiertesten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Der Kerngedanke ist die Förderung der europäischen Integration in der jungen Generation, vermittelt über die Auseinandersetzung mit den Wettbewerbsthemen im Unterricht. Mit zeitgerechten Aufgabenstellungen und Bearbeitungsformen schafft es der Europäische Wettbewerb, sowohl Lehrkräfte als auch Schülerinnen und Schüler zu motivieren und zu guten Leistungen anzustacheln.

Wie wollen wir leben in Europa?

Die Europäische Union ist der gemeinsame Lebensraum von über 500 Millionen Menschen. So verschieden sie in ihren Kulturen, Sprachen und Traditionen sind, sie verfolgen ähnliche Lebensentwürfe und sehen sich mit denselben Herausforderungen konfrontiert. Die Kinder und Jugendlichen in Europa erleben, dass es ihren Eltern angesichts wachsender Anforderungen im Arbeitsleben zunehmend schwer fällt, Berufs- und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Ihre berufliche Zukunft ist zum Zentrum der Sorgen, Anstrengungen und Hoffnungen vieler Jugendlicher geworden. Der Europäische Wettbewerb greift in seiner 61. Runde dieses Thema auf und fragt die  Schülerinnen und Schüler Deutschlands: Wie wollen wir leben in Europa?

Anhand altersgerechter Aufgabenstellungen entwickeln die Wettbewerbsteilnehmer Antworten auf und Visionen über aktuelle Herausforderungen wie die Vereinbarkeit
von Familie und Beruf, Schulbildung, Armut von Kindern und Familien und soziale Integration. Dabei behalten die Schülerinnen und Schüler immer zentral die europäische Perspektive im Blick, vergleichen ihre eigene mit der Lebensrealität anderer europäischer Länder.

Die Aufgabenstellungen sind in vier Module, nach Altersgruppen gestaffelt:

Modul 1 (bis 4. Klasse bzw. 9 Jahre)

  • 1.1 - Ein Tag für die Familie
    Alltag in europäischen Familien: Während der Woche gehen die Eltern ihrer Berufstätigkeit nach, viele Kinder werden ganztags betreut. Oft bleibt am Abend wenig Zeit für gemeinsame Unternehmungen. Deshalb ist es wichtig, am Wochenende Familienzeit bewusst zu planen und zu gestalten - wie? (mögliche Formen: Bild, Text)
  • 1.2 Ich zeig dir was, du zeigst mir was
    Familien aus allen europäischen Ländern können viel voneinander lernen. Wie stellst du dir den familiären Alltag in anderen europäischen Ländern vor?
    (mögliche Formen: Bild, Text)

Modul 2 (5. bis 7. Klasse bzw. 10 bis 13 Jahre)

  • 2.1 Abenteuerurlaub in Europa
    Du fährst mit deiner Familie in den Urlaub in ein europäisches Land, aber alles kommt anders als geplant.
    (mögliche Formen: Collage, Kurzfilm, Grafik, Malerei, Text, Fotostrecke, Comic)
  • 2.2 Schule der Zukunft
    Schulen in Europa unterscheiden sich stark voneinander. Wie stellst du dir eine Schule in Deutschland oder einem anderen europäischen Land vor, in die du so gern gehst, dass du traurig bist, wenn die Ferien beginnen? (mögliche Formen: Collage, Kurzfilm, Grafik, Malerei, Fantasiegeschichte)
  • 2.3 Endlich schulfrei!
    Du triffst dich mit anderen europäischen Jugendlichen. Was unternimmst du mit ihnen? (mögliche Formen: Comic, Grafik, Malerei, Text, Musik)

Modul 3 (8. bis 10. Klasse bzw. 14 bis 16 Jahre)

  • 3.1 Tumult in Brüssel
    Die EU-Kommission will eine Gesetzesinitiative zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Familienleben auf den Weg bringen. Doch die Verhandlungen stocken - jedes EU-Mitgliedsland will sein Modell durchsetzen und ein Kompromiss scheint nicht in Sicht. Doch plötzlich kommt Schwung in die Verhandlungen. Berichte darüber. (mögliche Formen: Zeitungsbericht / Reportage / Film / (Radio-) Feature / Interview / Karikatur/ Bildgeschichte)
  • 3.2 Chillen oder schuften?
    Durch Industrialisierung und Technisierung haben sich die Arbeitsabläufe in vielen Berufen verändert. Der wissenschaftlich-technische Fortschritt hält auch in allen Bereichen des täglichen Lebens Einzug. Entwickle eine Vorstellung von deinem Alltag in der Zukunft. (mögliche Formen: Text, Grafik, Malerei, Musik, Kurzfilm)
  • 3.3 Familie braucht Zeit
    Ein Gleichgewicht von Familie und Beruf bedingt Lebensqualität. Zeige, wie sich Familien- und Berufsleben in Deutschland und / oder einem anderen europäischen Land miteinander vereinbaren lassen. (mögliche Formen: Bildgeschichte, Video, Grafik, Malerei, Plakat, Tagebuch)

Modul 4 (11. bis 13. Klasse bzw. 17 bis 21 Jahre)

  • 4.1 Familienfreundliches Europa?
    Hat der Lebensbereich Familie angesichts gesellschaftlicher Veränderungen, ökonomischer Zwänge und längerer Arbeitszeiten in Europa noch eine Zukunft? Entwerfen Sie politische Lösungsansätze. (mögliche Formen: Rede, Text, Bild)
  • 4.2 Work-Life-Balance - unser Angebot
    Immer mehr Unternehmen machen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern attraktive Angebote zur Vereinbarung von Familie und Beruf. Vor dem Hintergrund der europäischen Arbeitnehmerfreizügigkeit wollen Sie als Arbeitgeber für "High Potentials" aus ganz Europa attraktiv sein. Informieren Sie die Öffentlichkeit über entsprechende Angebote Ihres Unternehmens. (mögliche Formen: Plakat, Broschüre, Flyer, Werbespot)
  • 4.3 Macht Armut dumm?
    Arbeitslosigkeit der Eltern und geringer Verdienst wirken sich nicht nur auf die tägliche Versorgung der Kinder aus, sondern auch auf deren Chancen auf Bildung und Ausbildung. Analysieren Sie den Zusammenhang von Armut und Bildungserfolg in Europa. (mögliche Formen: Interview, Reportage, künstlerische oder mediale Gestaltung)

Teilnahme­bedingungen

  • Teilnahmeberechtigt sind Schüler/-innen aller Schularten in Deutschland sowie deutscher Schulen im Ausland.
  • Zu allen Themen sind Einzel- und Gruppenarbeiten (maximal vier Mitglieder) zugelassen.
  • Die Themen können in beliebiger Art und Weise bearbeitet werden, die aufgeführten möglichen Methoden sind als Inspiration gedacht.
  • Schüler/-innen ab der 5. Klasse, die rein gestalterische Arbeiten erstellen, müssen den europäischen Bezug auf dem Formblatt 1 für Schüler/-innen kurz schriftlich erläutern.
  • Das geistige Eigentum anderer verlangt Achtung und Respekt, Urheberrechte dürfen nicht verletzt werden. Wenn sich Teilnehmer/-innen in schriftlichen oder gestalterischen Arbeiten auf Ergebnisse der Literatur oder Kunst beziehen und die Resultate nicht selbst hervorgebracht haben (Texte, Bilder, Grafiken, Zeichnungen, Karten, Musik, etc.), müssen Quellen und Hilfsmittel für Dritte nachvollziehbar angegeben werden. Inhaltliche und wörtliche Übernahmen aus anderen Werken (auch aus dem Internet!) müssen in einer Arbeit als Zitat kenntlich gemacht werden.
  • Die Wettbewerbsteilnehmer/-innen bzw. ihre Erziehungsberechtigten erklären sich mit ihren Unterschriften auf dem Formblatt 1 einverstanden, dass ihre Daten gespeichert werden und ggf. im Rahmen der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse einsehbar sind. Die Erhebung, Speicherung und Nutzung der Teilnehmerdaten erfolgt nach den Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes. Arbeiten, die nicht mit einem unterschriebenen Formblatt versehen sind, werden nicht zur Jurierung zugelassen. Ferner werden der Europäischen Bewegung Deutschland e.V. (EBD) Nutzungsrechte an den erstellten Wettbewerbsarbeiten übertragen.
  • Mit der Teilnahme werden die Teilnahmebedingungen anerkannt.
  • Ein Thema pro Modul ist für die Bearbeitung via eTwinning zugelassen.
  • Für eTwinning gelten gesonderte Teilnahmebedingungen.

Alle weitere Informationen zum Wettbewerb, wie z. B. die Bearbeitungshinweise, Einsendetermine und Formblätter finden Sie hier

 

Preise auf Bundesebene

Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge werden zuerst auf Landesebene juriert und ausgezeichnet. Die besten Arbeiten werden dann länderübergreifend durch die Bundesjury bewertet und mit folgenden Preisen prämiert: Die Spitzenpreise bestehen in der Teilnahme an Europäischen Jugendbegegnungen mit Preisträgern aus anderen
europäischen Ländern. Die Jugendbegegnungen dauern rund acht Tage, neben Spaß und Entspannung stehen gemeinsames Erleben und Lernen im Mittelpunkt.

Der Bundestagspräsident und die Bundeskanzlerin laden in jedem Jahr 80 Jugendliche zu Besuchsprogrammen nach Berlin ein. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren
mit Abgeordneten, darüber hinaus sind kulturelle Veranstaltungen und Besichtigungen vorgesehen. Die Friedrich-Ebert-Stiftung organisiert Seminare für Jugendliche, die sich thematisch am Motto der jeweiligen Wettbewerbsrunde orientieren. 20 Preisträger werden nach Straßburg eingeladen. Auch der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Rainer Wieland, MdEP, lädt Preisträger ein. Der Präsident der Kultusministerkonferenz stiftet Sonderpreise. Für die Jüngeren und für Gruppen stehen vor
allem Geld- und Sachpreise zur Verfügung. Alle Teilnehmer auf Bundesebene erhalten eine Teilnahmeurkunde. Die beste Arbeit jedes Themas wird zusätzlich zum
eigentlichen Preis ausgezeichnet.

eTwinning im Europäischen Wettbewerb

eTwinning ist ein europaweites Netzwerk, das Schulen aus 33 Ländern eine sichere Lernplattform bietet, um internetgestützte Unterrichtsprojekte zu verwirklichen. Im Schuljahr 2013/14 können nun erstmals auch Themen des Europäischen Wettbewerbs im gesamten Klassenverbund über eTwinning bearbeitet werden. Pro Altersgruppe
ist jeweils ein Thema für die Bearbeitung über eTwinning vorgesehen.

Wer kann mitmachen?

Lehrkräfte aller Fächer, Schulformen und Jahrgangstufen sind herzlich eingeladen, diese Themen gemeinsam mit Partnerklassen aus ganz Europa zu bearbeiten - mit Hilfe
der komfortablen Datenbank von eTwinning sind diese Klassen schnell gefunden. Die Zusammenarbeit erfolgt dann in einem geschützten virtuellen Klassenzimmer,
dem TwinSpace.

Teilnahmebedingungen

Zugelassen sind Projektgruppen von bis zu fünf Schulen, an denen mindestens eine deutsche Schule beteiligt ist. Die Einreichung der Projektergebnisse erfolgt online bis zum 28.02.2014 über die teilnehmende deutsche Schule. Die besten Beiträge werden mit attraktiven Geldpreisen ausgezeichnet.

Weitere Informationen zu eTwinning finden sie hier.

Zusatzinformationen

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(URL: http://www.bmbf.de/en/13999.php)

Ansprechpartner

  • Europäische Bewegung Deutschland e.V.

    • Geschäftsstelle "Europäischer Wettbewerb"
    • Sophienstraße 28/29
    • 10178 Berlin
    • Telefonnummer: 030 / 303620-170
    • Faxnummer: 030 / 303620-179
    • E-Mail-Adresse: team@europaeischer-wettbewerb.de
    • Homepage: www.europaeischer-wettbewerb.de
 

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