Dossier

Deutschlandstipendium

Für eine neue Stipendienkultur in Deutschland

Der Bildungsaufstieg junger Menschen darf nicht an finanziellen Hürden scheitern. Um das zu gewährleisten, setzt die Bundesregierung auf BAföG, Bildungsdarlehen und Stipendien. Diese drei Instrumente ergänzen sich gegenseitig. Mit dem Deutschlandstipendium soll begabten und leistungsstarken Studierenden in Deutschland der Rücken gestärkt werden. Das nationale Stipendienprogramm dient nicht nur der Studienfinanzierung, sondern setzt auch Anreize für Spitzenleistungen.

Der Bildungsaufstieg junger Menschen darf nicht an finanziellen Hürden scheitern. Um das zu gewährleisten, setzt die Bundesregierung auf BAföG, Bildungsdarlehen und Stipendien.

Das nationale Stipendienprogramm dient nicht nur der Studienfinanzierung, sondern setzt auch Anreize für Spitzenleistungen. Und da die Stipendien nicht auf das BAföG angerechnet werden sollen, profitieren begabte Studierende aus einkommensschwachen Familien gleich doppelt von der Förderung.

Begabtenförderung hilft jungen Menschen bei der Entfaltung ihrer Talente. Sie stärkt unser Land im globalen Wettbewerb. Sie bringt kreative Köpfe nach vorn und leistet einen wichtigen Beitrag gegen drohenden Fachkräftemangel.

Im Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien vereinbart, dass der Anteil der Studierenden, die durch Stipendien gefördert werden, langfristig von bisher zwei auf zehn Prozent gesteigert und dass das BAföG gesichert und weiter entwickelt werden soll. Außerdem erwartet die Bundesregierung von den Begabtenförderungswerken, dass sie sich stärker für bislang unterrepräsentierte Gruppen öffnen. An allen diesen Zielen wird mit Hochdruck gearbeitet.

Gesprächsrunde bei der Auftaktveranstaltung: Vorsitzender des alumni-clubs.net.e.V. Christian Kramberg, Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Prof. Andreas Schlüter, Abteilungsleiterin im BMBF Dr. Susanna Schmidt, Rektor der Universität Duisburg-Essen Prof. Ulrich Radtke, Personalverstand der Deutschen Telekom AG Thomas Sattelberger, Präsidentin der Hochulrektorenkonferenz Prof. Wintermantel und Moderatorin Petra Gerster, (v.l.n.r.).Gesprächsrunde bei der Auftaktveranstaltung: Vorsitzender des alumni-clubs.net.e.V. Christian Kramberg, Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Prof. Andreas Schlüter, Abteilungsleiterin im BMBF Dr. Susanna Schmidt, Rektor der Universität Duisburg-Essen Prof. Ulrich Radtke, Personalverstand der Deutschen Telekom AG Thomas Sattelberger, Präsidentin der Hochulrektorenkonferenz Prof. Wintermantel und Moderatorin Petra Gerster, (v.l.n.r.). Die Stipendien im Rahmen des nationalen Stipendienprogramms sollen von den einzelnen Hochschulen nach Leistung und Begabung vergeben werden. Neben den bisher erbrachten Leistungen und dem persönlichen Werdegang sollen auch gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, oder besondere persönliche Umstände berücksichtigt werden, die sich beispielsweise aus der familiären Herkunft oder einem Migrationshintergrund ergeben.

Der private Anteil der Stipendienmittel wird von den Hochschulen eingeworben, die andere Hälfte gibt der Bund dazu.

Die Ko-Finanzierung aus privaten und staatlichen Geldern macht deutlich, dass viele gesellschaftlichen Kräfte, besonders Unternehmen und Stiftungen, aber auch Privatpersonen (zum Beispiel Alumni) eine besondere Verantwortung für die Förderung von Talenten und Nachwuchskräften übernehmen. Mit dem Programm wird die Vernetzung der Hochschulen mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld gestärkt und der Grundstein für den Aufbau einer Stipendienkultur in Deutschland gelegt.

Mehr Informationen finden Sie unter www.deutschland-stipendium.de 

Ein Jahr Deutschlandstipendium - viel erreicht, viel vor

Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen im Gespräch mit Deutschlandstipendiaten am 30. Mai 2012 in Berlin. Copyright: BMBF.Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen im Gespräch mit Deutschlandstipendiaten am 30. Mai 2012 in Berlin. Copyright: BMBF.Mehr als 4500 Studierende wurden 2011 mit dem Deutschlandstipendium gefördert. Die Hälfte von ihnen sind Frauen, der Anteil der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger entspricht mit einem Viertel demjenigen unter allen Studierenden. Über 50 Prozent der Gelder haben die Förderer ohne Zweckbindung vergeben - weit mehr, als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum von einem Drittel. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Bundesstatistik zum Deutschlandstipendium.

"Die Statistik belegt: Das Deutschland-Stipendium kommt gut an", erklärte Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen. "Befürchtungen, wonach nur Studierende aus bessergestellten Elternhäusern gefördert und die Natur- und Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften durch die Mittelgeber über Gebühr bevorzugt würden, haben sich als grundlos erwiesen. Auch die Behauptung, nur Hochschulen in wirtschaftsstarken Regionen würden genügend Förderer finden, ist falsch." Drei Viertel aller Hochschulen beteiligen sich am Deutschlandstipendium. Von diesen haben zwei Drittel die Quote voll ausgeschöpft.

Rund 300 Gäste aus Hochschule, Wirtschaft und Politik hatten sich am 30. Mai 2012 in Berlin - ein Jahr nach Start des Deutschlandstipendiums - auf Einladung des Bundesbildungsministeriums, der Hochschulrektorenkonferenz und des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft zu Erfahrungen und Perspektiven des neuen Modells in der Spitzenförderung ausgetauscht. Dabei zogen die Akteure des Deutschlandstipendiums eine positive Bilanz. "Wir stehen am Anfang einer neuen Stipendienkultur", sagte Staatssekretärin Quennet-Thielen. Sie äußerte die Zuversicht, "dass noch mehr Hochschulen und potenzielle Förderer die Chancen des Deutschlandstipendiums erkennen."

Das Deutschlandstipendium fördere schon jetzt erkennbar das Bewusstsein bei der Wirtschaft, Verantwortung für Hochschulbildung zu übernehmen, resümierte Renate Lieckfeldt, Rektorin der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur. Die Hochschule hat bereits im ersten Anlauf gute Erfahrungen bei der Mitteleinwerbung gemacht. "Wir haben nur eine einzige Absage erhalten", so Lieckfeldt. Doch da ginge sicherlich noch mehr. Die Hochschulrektorin rät dazu, das Deutschlandstipendium zur Chefsache zu machen und sowohl die einzelnen Fakultäten als auch die jeweiligen Industrie- und Handelskammern vor Ort in die Mitteleinwerbung einzubeziehen. Darüber hinaus sei ein entscheidender Erfolgsfaktor, dass es gelänge, den Austausch der Stifter sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander zu fördern.

Zwischenbilanz: Drei Viertel aller Hochschulen beteiligen sich am Deutschlandstipendium

Nach einem Jahr Deutschlandstipendium ist es an der Zeit eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

Bereits zu Beginn des Wintersemesters 2011/2012 nutzen rund drei Viertel der 388 Hochschulen in Deutschland das neue Instrument zur Förderung begabter und leistungsfähiger Studierender. Rund die Hälfte der teilnehmenden Hochschulen haben ihre Höchstförderquote für 2011 (0,45 Prozent) voll ausgeschöpft. Hierzu gehören unter anderem die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder, die Universität Mannheim, die TU München, die Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt/Main, die Universität Hannover, die TU Ilmenau, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die Universität des Saarlandes sowie die Universität und die FH Dortmund.

Einige Hochschulen, wie etwa die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die RWTH Aachen und die TU Bergakademie Freiberg, haben sogar deutlich mehr Stipendien eingeworben, als sie 2011 vergeben können. Auch in strukturschwachen Regionen konnten viele Hochschulen gute Erfolge erzielen.

Insgesamt haben die Hochschulen Fördermittel für 5551 Deutschlandstipendien eingeworben; es wurden damit über 10 Millionen Euro an privaten Mitteln für Stipendien mobilisiert. Nach den Worten der Bundesbildungsministerin hat sich das Deutschlandstipendium damit als "wirksamer Anreiz für bürgerschaftliches Engagement im Bildungsbereich erwiesen".

Eine detaillierte Erfolgsbilanz des ersten Förderjahres finden Sie hier

Auftaktveranstaltung Deutschlandstipendium in Berlin

Mit der Auftaktveranstaltung in Berlin gab Bundesministerin Schavan am 1.02.2011 den Startschuss für die Einführung des Deutschlandstipendiums zum Sommersemester 2011  an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen. Das mit Gesetz vom 21.07.2010 beschlossene Programm soll begabten und leistungsstarken Studierenden in Deutschland den Rücken stärken. Finanzielle Hindernisse für die Aufnahme eines Studiums sollen so abgebaut und Anreize für Spitzenleistungen geschaffen werden. Die Stipendien in Höhe von 300 Euro pro Monat werden von Unternehmen, Stiftungen, oder Privatpersonen und vom Bund gemeinsam finanziert.
In  ihrer Ansprache an der Humboldt-Universität zu Berlin betonte Schavan: "Wir brauchen eine Stipendienkultur in Deutschland." Abschließend beglückwünschte sie die drei ersten Deutschlandstipendiaten und überreichte ihnen ihre Urkunden.

Auftaktveranstaltung Deutschlandstipendium Sachsen

Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen auf der Auftaktveranstaltung in Dresden"Unsere Hochschullandschaft wird durch das Deutschlandstipendium bunter und ideenreicher werden. Davon bin ich überzeugt." Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen auf der Auftaktveranstaltung in Dresden.Für eine lebendige Stipendienkultur in Deutschland und für die gezielte Unterstützung junger Spitzenkräfte von morgen, sprach sich auch die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer aus:  "Das Deutschlandstipendium kann jungen Menschen zu hervorragenden Leistungen ermuntern und Taten fördern. Es bietet auch der Wirtschaft ein wirksames Instrument, um aktiv Fachkräfte zu gewinnen." Der ehemalige Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Kurt Biedenkopf, betonte, dass mit dem Programm begabte junge Leute ermutigt werden, ihre Fähigkeiten noch besser zu entwickeln. Er zeigte sich zuversichtlich, dass damit die Grundlagen, auf denen Wirtschaft, Wissenschaft und der öffentliche Bereich gedeihen können, gestärkt werden.

Wer schon dabei ist - Freiberg, Frankfurt, Münster

In Sachsen hat die TU Bergakademie die Rolle des Vorreiters beim Deutschlandstipendium übernommen. Als eine der ersten Hochschulen bundesweit hat sie das Deutschlandstipendium gestartet. Bereits zum Sommerssemester konnten in Freiberg 23 Stipendien vergeben werden. Damit schöpfte die Hochschule bereits vom ersten Tag an ihr volles Kontingent aus. Dazu die Freie Presse in Sachsen vom 29.01.2011.

Die Goethe-Universität Frankfurt konnte innerhalb von knapp einem halben Jahr 161 Stipendien bei privaten Spendern, Stiftungen und Unternehmen in Frankfurt und der Region einwerben. Insgesamt beteiligten sich 125 Förderer, von denen 100 zum ersten Mal als Spender der Hochschule auftraten. Die Gothe-Universität ist damit eine der ersten bundesweit, die die maximale Förderung des Deutschlandstipendiums wahrnimmt.

Die Westfälische Wilhelms Universität in Münster startete im Frühjahr 2011 zum Einwerben von Stipendien die Kampagne "Pro Talent". Sie könnte bundesweit ein Vorbild sein. In Münster beteiligen sich nämlich auch prominente Förderer bei der Kampagne. So werden beispielsweise Poster plakatiert, auf denen diese Förderer wie der Skateboard-Pionier Titus Dittmann oder der Verleger Wolfgang Hölker mit ihren Stipendiaten für das Programm werben. Dazu die Münstersche Zeitung vom 10.02.2011.

Pressemitteilungen

Dokumente

  • Ein Jahr Deutschlandstipendium

    Download [PDF - 151,0 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/1__Jahr_Deutschlandstipendium_BF.pdf)

  • Ausschöpfung des Stipendienkontingents

    Liste der Hochschulen, die das Stipendienkontingent für 2011 ausgeschöpft haben

    Download [PDF - 83,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Stipendienkontingent_Deutschlandstipendium.pdf)

  • Erstes Gesetz zur Änderung des Stipendienprogramm-Gesetzes (1. StipG-ÄndG)

    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil I Nr. 67, ausgegeben zu Bonn am 27. Dezember 2010

    Download [PDF - 31,3 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/stipg_aendg.pdf)

  • Verordnung der Bundesregierung zur Durchführung des Stipendienprogramm-Gesetzes (Stipendienprogramm-Verordnung - StipV)

    Download [PDF - 36,5 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/stipendienporgramm_verordnung.pdf)

  • Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms (Stipendienprogramm - Gesetz - StipG)

    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil I Nr. 38, ausgegeben zu Bonn am 26. Juli 2010

    Download [PDF - 45,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/stipendiengesetz.pdf)

Fragen und Antworten

Seit wann gibt es das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium startet bundesweit zum Sommersemester 2011. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Vergabe der Stipendien an allen Hochschulen möglich. Letztendlich bleibt es jeder Hochschule überlassen, ab wann sie an dem Programm teilnehmen möchte. Ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Welche Ziele verfolgt das Deutschlandstipendium?

Mit dem Deutschlandstipendium unterstützt die Bundesregierung begabte und leistungsfähige Studierende; sie will herausragende Leistungen honorieren und eine neue Stipendienkultur in Deutschland anstoßen. Insbesondere ehemalige Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen, Wirtschaftsunternehmen oder Stiftungen sollen angeregt werden, talentierte Studierende mit ihrem Beitrag zu fördern.

Welche Vorteile bringt das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium setzt Anreize für Spitzenleistungen, auf die unser Land im globalen Wettbewerb angewiesen ist, und wirkt zugleich dem Fachkräftemangel entgegen. Es trägt zur Profilbildung der Hochschulen bei und stärkt das Miteinander auch im regionalen Umfeld: Bund, Förderer und Hochschulen unterstützen gemeinsam junge Menschen bei der Entfaltung ihrer Talente und ermöglichen ihnen, sich voll auf ihr Studium zu konzentrieren. So entstehen auch vor Ort starke Netzwerke, von denen der gesamte Wissenschaftsstandort Deutschland profitiert.

Wer wird gefördert?

Das Deutschlandstipendium fördert an deutschen Hochschulen Studierende aller Nationalitäten, deren bisheriger Werdegang herausragende Studienleistungen erwarten lässt. Zu den Förderkriterien zählen neben besonderen Erfolgen an Schule und/oder Universität auch das gesellschaftliche Engagement zum Beispiel in Vereinen oder in der Hochschulpolitik, in kirchlichen oder politischen Organisationen sowie der Einsatz im sozialen Umfeld, in der Familie oder in einer sozialen Einrichtung. Berücksichtigt wird auch die Überwindung besonderer biografischer Hürden, die sich aus der familiären oder kulturellen Herkunft ergeben.

Wie hoch ist die Förderung und wer bezahlt sie?

Die Förderung pro Stipendium beträgt 300 Euro pro Monat. Sie ist unabhängig vom sonstigen Einkommen der Studierenden und ihrer Eltern. Die eine Hälfte übernehmen private Förderer, die andere Hälfte übernimmt der Bund. Das Deutschlandstipendium wird durch die Hochschule ausgezahlt, an der die Stipendiatin bzw. der Stipendiat immatrikuliert ist. Die Mittel vonseiten privater Stifter werben die Hochschulen ein.

Wie werden die Stipendien ausgewählt?

Die Auswahlverfahren werden im Einzelnen durch die Hochschulen festgelegt und bekannt gemacht. Die teilnehmenden Hochschulen schreiben die Stipendien öffentlich aus und informieren über Zahl und eventuelle fachliche Zuordnung der Stipendien sowie über die erforderlichen Nachweise und Unterlagen. Die privaten Mittelgeber können in das Auswahlverfahren einbezogen werden, zum Beispiel als Teilnehmer mit beratender Funktion bei den Sitzungen des Entscheidungsgremiums.

Sind bei der Auswahl der Stipendiaten herausragende Leistungen in Schule und Studium entscheidend?

Ja, die Stipendien werden nach Begabung und Leistung vergeben. Zusätzlich zählen jedoch auch ein besonderes gesellschaftliches Engagement oder die Überwindung biografischer Hindernisse zu den Auswahlkriterien.

Wie viel Deutschlandstipendien werden vergeben?

10.000 Studierende sollen schon im ersten Jahr bundesweit durch das Deutschlandstipendium gefördert werden. Mittelfristig soll das Deutschlandstipendium der Ausbildung von rund 160.000 Stipendiatinnen und Stipendiaten und damit acht Prozent aller Studierenden zugutekommen.

Soll das Deutschlandstipendium das BAföG ersetzen?

Nein. Das Deutschlandstipendium ist eine Ergänzung zum BAföG. Das BAföG als Instrument der Breitenförderung ist darauf ausgelegt, möglichst vielen Menschen die Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen. Das Deutschlandstipendium fördert gezielt besonders begabte Studierende. Stipendiaten können beide Fördermaßnahmen ohne Einschränkungen miteinander kombinieren.

Werden auch ein Zweitstudiengang oder ein Master-Studiengang gefördert?

Förderungsfähig sind neben einem Erststudium grundsätzlich auch ein Zweit- oder Ergänzungsstudium sowie Masterstudiengänge.

Wie beteiligen sich die Hochschulen?

Die Hochschulen übernehmen die zentrale Vermittlerrolle beim Deutschlandstipendium. Sie sprechen potenzielle Unterstützer an, wählen die Stipendiaten aus und organisieren die Förderung. Sie konkretisieren gegebenenfalls auch die Vorgaben für die Auswahlverfahren und die Kriterien für die Vergabe der Stipendien.

Was leisten private Förderer?

Die privaten Förderer ermöglichen, dass der Stipendiatin oder dem Stipendiaten mindestens ein Jahr lang monatlich 150 Euro zur Verfügung gestellt werden. Ein Stipendium kann sich dabei aus Mitteln mehrerer Stifter zusammensetzen. Die Stifter können außerdem zusätzliche Förderangebote machen, zum Beispiel Praktika, Weiterbildungs- oder Informationsveranstaltungen.

Wie beteiligt sich der Bund?

Der Bund übernimmt den gesamten öffentlichen Stipendienanteil. Er bezahlt 150 Euro monatlich pro Stipendium. Darüber hinaus unterstützt der Bund die Hochschulen bei der Einwerbung der Mittel durch eine Pauschale für den Verwaltungsaufwand sowie durch das Angebot von Schulungen zur Einwerbung von Fördermitteln.

Welche Rolle spielen die Länder?

Viele Länder bieten Studierenden eigene Begabtenförderungsprogramme an. Sie lassen sich mit dem Deutschlandstipendium kombinieren, solange es sich dabei lediglich um eine ideelle Förderung zum Beispiel durch zusätzliche Kursangebote oder Trainings handelt.

Auf welchen rechtlichen Grundlagen fußt das Deutschlandstipendium?

Auf dem Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms (Stipendienprogramm-Gesetz - StipG), das 2010 in Kraft getreten ist. Die Gesetzestexte und die ausführende Verordnung stehen unter der Rubrik Dokumente zur Verfügung.

 

 

Reden

  • 30.05.2012

    Viel erreicht, viel vor - das Deutschlandstipendium

    Eröffnungsrede der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen Anlässlich des Dialogs "Viel erreicht, viel vor - das Deutschlandstipendium" am 30. Mai 2012 in Berlin

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    [PDF - 72,2 kB]  barrierefrei

    [URL: /pub/reden/stqt_20120530.pdf]
  • 14.06.2011

    Auftaktveranstaltung für das Deutschlandstipendium in Sachsen

    Ansprache von Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen bei der Auftaktveranstaltung für das Deutschlandstipendium in Sachsen am Dienstag, 14. Juni 2011, um 17.00 Uhr in Dresden

    Download

    [PDF - 47,5 kB]  barrierefrei

    [URL: /pub/reden/stqt_20110614.pdf]

Publikationen

  • Informationen zum Deutschlandstipendium ID = 1243

    Titelbild der Publikation

    2012, 6 Seiten
    Bestell-Nr.: 30579

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 667,2 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium.pdf)

  • Informationen für Förderer ID = 1245

    Titelbild der Publikation

    2012, 8 Seiten
    Bestell-Nr.: 30580

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 844,2 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium_foerderer.pdf)

  • Informationen für Hochschulen ID = 1247

    Titelbild der Publikation

    2012, 8 Seiten
    Bestell-Nr.: 30578

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 827,2 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium_hochschulen.pdf)

  • Information on Germany Scholarship ID = 1388

    Titelbild der Publikation

    2011, 6 Seiten
    Bestell-Nr.: 30655

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 492,5 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium_en.pdf)

  • Germany Scholarship: Information for sponsors ID = 1390

    Titelbild der Publikation

    2011, 6 Seiten
    Bestell-Nr.: 30654

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,03 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium_foerderinformationen_en.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

Das Deutschlandstipendium in den Medien - ausgewählte Pressestimmen

04.11.2012, Frankfurter Allgemeine Zeitung
''Schön ist, dass meine bisherige Leistung honoriert wird''

27.10.2012, ka-news.de:
Höchstquote erfüllt: 202 Deutschlandstipendien am KIT

18.07.2012, Nordwest Zeitung:
Gewinn für Förderer und Studierende

17.07.2012, Saarbrücker Zeitung:
Ausländische Studenten mögen deutsche Unis

11.07.2012, Mannheimer Morgen:
Schavan wirbt für Stipendium

31.05.2012, Deutsche Welle:
"Stipendien: Deutschland lernt stiften gehen"

31.05.2012, Die Zeit:
"Wir lassen fördern"

30.05.2012, Deutschlandradio:
"Teure Verpackung, wenig Inhalt?"

30.05.2012, tagesschau.de:
Erste Zwischenbilanz: Wie erfolgreich ist das Deutschlandstipendium?

23.05.2012, Süddeutsche Zeitung:
Stiften gehen für die Bildung

12.04.2012, Die Zeit:
"Haben Sie mal eine Million?"

18.02.2012, Der Tagesspiegel:
"Es lohnt, sich für Bildung zu engagieren"

13.02.2012, youtube.com
Ein Stipendium geben für 150 Euro!

11.01.2012, Westdeutsche Allgemeine Zeitung:
"Nicht nur für Hochbegabte"

02.11.2011, Südwest Presse:
Ein großer Schritt in die Unabhängigkeit

27.08.2011, Westdeutsche Allgemeine Zeitung:
NRW-Unis wissen, wie man wirbt

14.07.2011, Südwest Presse:
Gaben für Begabte

13.07.2011, Schwäbische Zeitung:
Schavan wirbt für Deutschlandstipendium

21.06.2011, Nordsee-Zeitung:
Erste Deutschland-Stipendien stehen

15.06.2011, Blick.de:
"Da macht studieren noch mehr Spaß"

15.06.2011, Sächsische Zeitung:
Sachsen wirbt für mehr Deutschlandstipendien

14.06.2011, Freie Presse:
Firmen geben Geld an Studenten

02.06.2011, Frankfurter Allgemeine Zeitung:
Hilfe für 161 Studenten

21.05.2011, Der Tagesspiegel:
Ihr Engagement ist gefragt

20.05.2011, Sonntags-Post Brühl:
Zusammenwirken bei der Förderung des Nachwuchses

06.05.2011, Lausitzer Rundschau:
300 Euro mehr in der Tasche

04.05.2011, Mitteldeutsche Zeitung:
Ein Glückfall für Studenten

30.04.2011, Märkische Allgemeine Zeitung:
Mehr Geld fürs Studium

20.04.2011, Süddeutsche Zeitung:
Studierst du schon oder zahlst du noch?

19.04.2011, Mitteldeutsche Zeitung:
Geldsegen für begabte und aktive Studenten

14.04.2011, IHK Wirtschaftsmagazin Pfalz:
Studieren statt kellnern

11.02.2011, Westfälische Nachrichten:
Stifter fürs Studium - Uni Münster sucht Sponsoren für talentierte Studenten

02.02.2011, Mitteldeutsche Zeitung:
"Die Grundbereitschaft ist da"

02.02.2011, Berliner Zeitung:
Ein Stipendium von Deutschland

01.02.2011, tagesschau.de:
"300 Euro monatlich für Top-Studierende"

01.02.2011, Mitteldeutsche Zeitung:
Was ist beim neuen Deutschlandstipendium zu beachten?

25.01.2011, Main-Echo:
Finanzspritze für die besten Studenten

12.01.2011, Der Tagesspiegel:
"Es gibt einen Namen und ein Gesicht"