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Dossier

Deutschlandstipendium

Zeit für eine neue Stipendienkultur

Zahlreiche Menschen leisten schon in jungen Jahren Herausragendes in Ausbildung und Studium, Familie und Gesellschaft. Das Deutschlandstipendium will sie gezielt dazu ermutigen und in ihrer Entscheidung für eine anspruchsvolle Qualifikation bestärken. Der Bildungsaufstieg junger Menschen darf nicht an finanziellen Hürden scheitern. Daher hat die Bundesregierung 2010 mit dem Deutschlandstipendium ein neues Stipendienprogramm angestoßen, das begabten und leistungsstarken Studierenden in Deutschland den Rücken stärken soll. Das gemeinsame Engagement von Bund, Hochschulen und privaten Förderern setzt starke Anreize für Spitzenleistungen, wirkt dem Fachkräftemangel entgegen, schafft wertvolle Vernetzungen und stärkt die langfristigen Entwicklungsperspektiven unserer Gesellschaft.

Nähere Informationen finden Sie unter http://www.deutschlandstipendium.de

Unser Land verdankt seinen Wohlstand vor allem hoch qualifizierten Fachkräften. Die werden wir in Zukunft mehr denn je brauchen. Gezielte Spitzenförderung wird darum immer wichtiger.

Das Deutschlandstipendium fördert begabte und leistungsstarke Studierende aller Fächer an den staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland. Neben überzeugenden Noten sollen bei der Vergabe des Deutschlandstipendiums auch gesellschaftliches Engagement und besondere persönliche Leistungen berücksichtigt werden - etwa die erfolgreiche Überwindung von Hürden in der eigenen Bildungsbiografie.
 
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden mit je 300 Euro im Monat unterstützt. 150 Euro zahlen private Förderer, 150 Euro steuert der Bund bei. Viele Förderer und Hochschulen haben die Gelegenheit genutzt, über die finanzielle Förderung hinaus den Stipendiatinnen und Stipendiaten ideelle Fördermaßnahmen wie z.B. Mentorenprogramme anzubieten.
 
Der private Anteil der Stipendienmittel wird von den Hochschulen eingeworben, die andere Hälfte gibt der Bund dazu. Die Ko-Finanzierung aus privaten und staatlichen Geldern macht deutlich, dass viele gesellschaftliche Kräfte, besonders Unternehmen und Stiftungen, aber auch Privatpersonen (zum Beispiel Alumni der betreffenden Hochschule) eine besondere Verantwortung für die Förderung von Talenten und Nachwuchskräften übernehmen. Mit dem Stipendienprogramm werden die Vernetzungen innerhalb der Hochschulen sowie mit ihrem lokalen und regionalen Umfeld gestärkt und der Grundstein für den Aufbau einer Stipendienkultur in Deutschland gelegt.


Schaubild - So funktioniert das DeutschlandstipendiumAuch die 2013 gebildete Regierungskoalition bekennt sich zum Deutschlandstipendium und zu seinem weiteren Ausbau. Bis 2017 sollen bis zu 2% aller Studierenden in Deutschland im Rahmen dieses Programms gefördert werden. Begabte Studierende, auch Studienanfängerinnen und -anfänger können sich direkt bei einer Hochschule bewerben, die das Deutschlandstipendium anbietet. Das traf Ende 2013 bereits auf ca. 90% aller Studierenden zu. Die Hochschulen gestalten das Auswahlverfahren, wählen die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus und sprechen mit finanzieller Unterstützung durch den Bund potenzielle Geldgeber an. Immer häufiger erweist sich der Einsatz für das Deutschlandstipendium für die Hochschulen als Bestandteil breiter angelegter Fundraising-Kampagnen.

Gut vernetzt und beste Chancen - Jahresveranstaltung zum Deutschlandstipendium am 29. Mai 2013

Rund 300 Hochschulvertreter, Förderer, Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten auf der Jahresveranstaltung am 29.Mai 2013 in Berlin über ihre Erfahrungen mit dem Deutschlandstipendium. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka beglückwünschte dabei auch die drei Preisträger des Wettbewerbs „Die Besten begleiten".

Der Wettbewerb "Die Besten begleiten" wurde erstmals vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgelobt. Die Stiftung Studienfonds OWL aus Ostwestfalen-Lippe, die Goethe-Universität Frankfurt am Main und die Humboldt-Universität zu Berlin holten den jeweils mit 10.000 Euro dotierten Preis für die besten ideellen Förderkonzepte. Bundesbildungsministerin Johanna Wanka beglückwünschte Akteure im Gespräch - fördern, fordern, vernetzen v.l.n.r.: Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen (BMBF), Prof. Dr.Hans-Jörg Bullinger (Caspar Ludwig Opländer Stiftung), Katja Urbatsch (Initiative Arbeiterkind.de), Maria José Muñoz Calvo (Deutschlandstipendiatin), Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Angela Elis (Moderation) : Foto: © BMBF 2013die Gewinner und dankte den insgesamt sieben Finalisten für ihr Engagement. Rund 14.000 Deutschlandstipendien haben die Hochschulen im Jahr 2012 an engagierte Studierende mit herausragenden Leistungen vergeben. Immer häufiger begleiten Projekte, Seminare, Workshops, Mentoring-Programme oder Netzwerkveranstaltungen die finanzielle Förderung.

Akteure im Gespräch - fördern, fordern, vernetzen v.l.n.r.: Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen (BMBF), Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger (Caspar Ludwig Opländer Stiftung), Katja Urbatsch (Initiative Arbeiterkind.de), Maria José Muñoz Calvo (Deutschlandstipendiatin), Prof. Dr. Wilhelm-Günther Vahrson (Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde), Angela Elis (Moderation) : Foto: © BMBF 2013

Gerade diese Gestaltungsmöglichkeiten machen für viele Studierende, Förderer und Hochschulen die besondere Qualität des Deutschlandstipendiums aus.

Zwischenbilanz: Drei Viertel aller Hochschulen beteiligen sich am Deutschlandstipendium

Nach knapp zwei Jahren Deutschlandstipendium ist es an der Zeit eine erste Zwischenbilanz zu ziehen.

Insgesamt haben die Hochschulen bislang Fördermittel für 10.997 Deutschlandstipendien eingeworben; die Förderzahl im Vergleich zum Vorjahr wurde somit mehr als verdoppelt. Es wurden damit seit Beginn des Sommersemesters 2011 rund 30 Millionen Euro an privaten Mitteln für Stipendien mobilisiert. Nach den Worten der Bundesbildungsministerin hat sich das Deutschlandstipendium damit als "wirksamer Anreiz für bürgerschaftliches Engagement im Bildungsbereich erwiesen".Gesprächsrunde bei der Auftaktveranstaltung: Vorsitzender des alumni-clubs.net.e.V. Christian Kramberg, Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Prof. Andreas Schlüter, Abteilungsleiterin im BMBF Dr. Susanna Schmidt, Rektor der Universität Duisburg-Essen Prof. Ulrich Radtke, Personalverstand der Deutschen Telekom AG Thomas Sattelberger, Präsidentin der Hochulrektorenkonferenz Prof. Wintermantel und Moderatorin Petra Gerster, (v.l.n.r.).

Unter den Hochschulen, die bei der Einwerbung und Vergabe von Deutschlandstipendien besonders erfolgreich sind, finden sich größere Universitäten genauso wie kleinere Fachhochschulen, Technische Hochschulen ebenso wie Kunsthochschulen.

Günther Vahrson, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, die besonders erfolgreich Stipendien vergeben hat, merkt an: "Gemeinsam können wir zeigen, dass in unserer Region auch einiges passiert und wir damit kluge Köpfe gewinnen, die wir möglichst auch halten." Das Deutschlandstipendium biete privaten Förderern eine attraktive Alternative zu Sachleistungen für die Hochschule an: "Mit den Leistungen der Stipendiaten sehen sie direkt die Ergebnisse ihrer Investition - das klappt hervorragend."

Rund drei Viertel aller 391 Hochschulen in Deutschland beteiligten sich. Im Jahr 2012 beträgt die Höchstförderquote an den teilnehmenden Hochschulen 1 Prozent. Im August 2013 wird sie auf 1,5 Prozent erhöht. Durch ein neues Verteilverfahren können ab dem Wintersemester 2012/13 innerhalb eines Bundeslandes nicht ausgeschöpfte Stipendienkontingente von Hochschulen, die über die Höchstförderquote hinaus Mittel eingeworben haben, genutzt werden.

Eine detaillierte Erfolgsbilanz der ersten beiden Förderjahre finden Sie hier

Ein Jahr Deutschlandstipendium - viel erreicht, viel vor

Mehr als 4500 Studierende wurden 2011 mit dem Deutschlandstipendium gefördert. Die Hälfte von ihnen sind Frauen, der Anteil der BAföG-Empfängerinnen und -Empfänger entspricht mit einem Viertel demjenigen unter allen Studierenden. Über 50 Prozent der Gelder haben die Förderer ohne Zweckbindung vergeben - weit mehr, als das gesetzlich vorgeschriebene Minimum von einem Drittel. Dies sind die Ergebnisse der  Bundesstatistik zum Deutschlandstipendium für das Jahr 2011.

"Die Statistik belegt: Das Deutschland-Stipendium kommt gut an", erklärte Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen. "Befürchtungen, wonach nur Studierende aus bessergestellten Elternhäusern gefördert und die Natur- und Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften durch die Mittelgeber über Gebühr bevorzugt würden, haben sich als grundlos erwiesen. Auch die Behauptung, nur Hochschulen in wirtschaftsstarken Regionen würden genügend Förderer finden, ist falsch." Drei Viertel aller Hochschulen beteiligen sich am Deutschlandstipendium. Von diesen haben zwei Drittel die Quote voll ausgeschöpft.

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Rund 300 Gäste aus Hochschule, Wirtschaft und Politik hatten sich am 30. Mai 2012 in Berlin - ein Jahr nach Start des Deutschlandstipendiums - auf Einladung des Bundesbildungsministeriums, der Hochschulrektorenkonferenz und des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft zu Erfahrungen und Perspektiven des neuen Modells in der Spitzenförderung ausgetauscht. Dabei zogen die Akteure des Deutschlandstipendiums eine positive Bilanz. "Wir stehen am Anfang einer neuen Stipendienkultur", sagte Staatssekretärin Quennet-Thielen. Sie äußerte die Zuversicht, "dass noch mehr Hochschulen und potenzielle Förderer die Chancen des Deutschlandstipendiums erkennen."

Das Deutschlandstipendium fördere schon jetzt erkennbar das Bewusstsein bei der Wirtschaft, Verantwortung für Hochschulbildung zu übernehmen, resümierte Renate Lieckfeldt, Rektorin der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur. Die Hochschule hat bereits im ersten Anlauf gute Erfahrungen bei der Mitteleinwerbung gemacht. "Wir haben nur eine einzige Absage erhalten", so Lieckfeldt. Doch da ginge sicherlich noch mehr. Die Hochschulrektorin rät dazu, das Deutschlandstipendium zur Chefsache zu machen und sowohl die einzelnen Fakultäten als auch die jeweiligen Industrie- und Handelskammern vor Ort in die Mitteleinwerbung einzubeziehen. Darüber hinaus sei ein entscheidender Erfolgsfaktor, dass es gelänge, den Austausch der Stifter sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander zu fördern.

Auftaktveranstaltung Deutschlandstipendium in Berlin

Mit einer Auftaktveranstaltung in Berlin wurde am 1.02.2011 der Startschuss für die Einführung des Deutschlandstipendiums zum Sommersemester 2011 an staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen gegeben. Das mit Gesetz vom 21.07.2010 beschlossene Programm soll begabten und leistungsstarken Studierenden in Deutschland den Rücken stärken. Finanzielle Hindernisse für die Aufnahme eines Studiums sollen so abgebaut und Anreize für Spitzenleistungen geschaffen werden. Die Stipendien in Höhe von 300 Euro pro Monat werden von Unternehmen, Stiftungen, oder Privatpersonen und vom Bund gemeinsam finanziert.

Auftaktveranstaltung Deutschlandstipendium Sachsen

Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen auf der Auftaktveranstaltung in Dresden"Unsere Hochschullandschaft wird durch das Deutschlandstipendium bunter und ideenreicher werden. Davon bin ich überzeugt." Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen auf der Auftaktveranstaltung in Dresden.Für eine lebendige Stipendienkultur in Deutschland und für die gezielte Unterstützung junger Spitzenkräfte von morgen sprach sich auch die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer aus:  "Das Deutschlandstipendium kann jungen Menschen zu hervorragenden Leistungen ermuntern und Taten fördern. Es bietet auch der Wirtschaft ein wirksames Instrument, um aktiv Fachkräfte zu gewinnen." Der ehemalige Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Kurt Biedenkopf, betonte, dass mit dem Programm begabte junge Leute ermutigt werden, ihre Fähigkeiten noch besser zu entwickeln. Er zeigte sich zuversichtlich, dass damit die Grundlagen, auf denen Wirtschaft, Wissenschaft und der öffentliche Bereich gedeihen können, gestärkt werden.

Pressemitteilungen

Dokumente

  • Ausschöpfung des Stipendienkontingents

    Liste der Hochschulen, die das Stipendienkontingent für 2011 ausgeschöpft haben

    Download [PDF - 83,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/Stipendienkontingent_Deutschlandstipendium.pdf)

  • Stipendienprogramm-Gesetzes (StipG) auf der Seite des Bundesjustizministeriums

    Download [PDF - 38,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/StipG_gesamt.pdf)

  • Verordnung der Bundesregierung zur Durchführung des Stipendienprogramm-Gesetzes (Stipendienprogramm-Verordnung – StipV)

    Download [PDF - 36,5 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/stipendienporgramm_verordnung.pdf)

  • Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms (Stipendienprogramm - Gesetz - StipG)

    Bundesgesetzblatt Jahrgang 2010 Teil I Nr. 38, ausgegeben zu Bonn am 26. Juli 2010

    Download [PDF - 45,6 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/pubRD/stipendiengesetz.pdf)

Fragen und Antworten

Welche Ziele verfolgt das Deutschlandstipendium?

Mit dem Deutschlandstipendium unterstützt die Bundesregierung begabte und leistungsfähige Studierende; sie will herausragende Leistungen honorieren und eine neue Stipendienkultur in Deutschland anstoßen. Insbesondere Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen und Alumni sollen angeregt werden, talentierte Studierende mit ihrem Beitrag zu fördern.

Welche Vorteile bringt das Deutschlandstipendium?

Das Deutschlandstipendium setzt Anreize für Spitzenleistungen, auf die unser Land im globalen Wettbewerb angewiesen ist, und wirkt zugleich dem Fachkräftemangel entgegen. Es trägt zur Profilbildung der Hochschulen bei und stärkt das Miteinander auch im regionalen Umfeld: Bund, Förderer und Hochschulen unterstützen gemeinsam junge Menschen bei der Entfaltung ihrer Talente und ermöglichen ihnen, sich voll auf ihr Studium zu konzentrieren. So entstehen auch vor Ort starke Netzwerke, von denen der gesamte Wissenschaftsstandort Deutschland profitiert.

Wer wird gefördert?

Das Deutschlandstipendium fördert an deutschen Hochschulen Studierende aller Nationalitäten, deren bisheriger Werdegang herausragende Studienleistungen erwarten lässt. Zu den Förderkriterien zählen neben besonderen Erfolgen an Schule und/oder Universität auch das gesellschaftliche Engagement zum Beispiel in Vereinen oder in der Hochschulpolitik, in kirchlichen oder politischen Organisationen sowie der Einsatz im sozialen Umfeld, in der Familie oder in einer sozialen Einrichtung. Berücksichtigt wird auch die Überwindung besonderer biografischer Hürden, die sich aus der familiären oder kulturellen Herkunft ergeben.

Wie hoch ist die Förderung und wer bezahlt sie?

Die Förderung pro Stipendium beträgt 300 Euro pro Monat. Sie ist unabhängig vom sonstigen Einkommen der Studierenden und ihrer Eltern. Die eine Hälfte übernehmen private Förderer, die andere Hälfte übernimmt der Bund. Die Hochschulen werben private Mittel ein und vergeben die Stipendien.

Wie werden die Stipendien ausgewählt?

Die Auswahlverfahren werden im Einzelnen durch die Hochschulen festgelegt und bekannt gemacht. Die teilnehmenden Hochschulen schreiben die Stipendien öffentlich aus und informieren über Zahl und eventuelle fachliche Zuordnung der Stipendien sowie über die erforderlichen Nachweise und Unterlagen. Die Hochschulen allein treffen die Auswahlentscheidungen. Sie können Vertreter der privaten Mittelgeber mit beratender Funktion in Auswahlgremien berufen.

Sind bei der Auswahl der Stipendiaten herausragende Leistungen in Schule und Studium entscheidend?

Ja, die Stipendien werden nach Begabung und Leistung vergeben. Zusätzlich zählen jedoch auch ein besonderes gesellschaftliches Engagement oder die Überwindung biografischer Hindernisse zu den Auswahlkriterien.

Wie viele Deutschlandstipendien wurden bislang vergeben?

Im Jahr 2012 wurden 13.896 Deutschlandstipendien vergeben. Im Startjahr 2011 bekamen 5.375 Studenten ein solches Stipendium. Somit wurden seit Beginn des Sommersemesters 2011 rund 30 Millionen Euro an privaten Mitteln für Stipendien mobilisiert.

Soll das Deutschlandstipendium das BAföG ersetzen?

Nein. Das Deutschlandstipendium ist eine Ergänzung zum BAföG. Das BAföG als Instrument der Breitenförderung ist darauf ausgelegt, möglichst vielen Menschen die Aus- und Weiterbildung zu ermöglichen. Das Deutschlandstipendium fördert gezielt besonders begabte Studierende. Stipendiaten können beide Fördermaßnahmen ohne Einschränkungen miteinander kombinieren.

Werden auch ein Zweitstudiengang oder ein Master-Studiengang gefördert?

Förderungsfähig sind neben einem Erststudium grundsätzlich auch ein Zweit- oder Ergänzungsstudium sowie Masterstudiengänge; nicht förderfähig sind Promotionsstudiengänge.

Wie beteiligen sich die Hochschulen?

Die Hochschulen übernehmen die zentrale Vermittlerrolle beim Deutschlandstipendium. Sie sprechen potenzielle Unterstützer an, wählen die Stipendiaten aus und organisieren die Förderung. Sie konkretisieren gegebenenfalls auch die Vorgaben für die Auswahlverfahren und die Kriterien für die Vergabe der Stipendien.

Was leisten private Förderer?

Die privaten Förderer ermöglichen, dass der Stipendiatin oder dem Stipendiaten mindestens ein Jahr lang monatlich 300 Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Förderer trägt davon die Häfte, also 150 Euro im Monat, die andere Hälfte zahlt der Bund. Ein Stipendium kann sich dabei aus Mitteln mehrerer Stifter zusammensetzen. Die Stifter können außerdem zusätzliche Förderangebote machen, zum Beispiel Praktika, Weiterbildungs- oder Informationsveranstaltungen.

Wie beteiligt sich der Bund?

Der Bund übernimmt den gesamten öffentlichen Stipendienanteil. Er bezahlt 150 Euro monatlich pro Stipendium. Darüber hinaus unterstützt der Bund die Hochschulen bei der Einwerbung der Mittel durch eine Pauschale.

Welche Rolle spielen die Länder?

Viele Länder bieten Studierenden eigene Begabtenförderungsprogramme an. Sie lassen sich mit dem Deutschlandstipendium kombinieren, solange es sich dabei lediglich um eine ideelle Förderung zum Beispiel durch zusätzliche Kursangebote oder Trainings handelt.

Auf welchen rechtlichen Grundlagen fußt das Deutschlandstipendium?

Auf dem Stipendienprogramm-Gesetz (StipG), das unter folgendem Link zu finden ist.

 

Zusatzinformationen

Reden

  • 29.05.2013

    Gut vernetzt und beste Chancen

    Rede der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, anlässlich der Jahresveranstaltung zum Deutschlandstipendium "Gut vernetzt und beste Chancen" am 29. Mai 2013 in Berlin

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    [PDF - 122,8 kB]  barrierefrei

    [URL: /pub/reden/mr_20130529.pdf]
  • 30.05.2012

    Viel erreicht, viel vor - das Deutschlandstipendium

    Eröffnungsrede der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen Anlässlich des Dialogs "Viel erreicht, viel vor - das Deutschlandstipendium" am 30. Mai 2012 in Berlin

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    [PDF - 72,2 kB]  barrierefrei

    [URL: /pub/reden/stqt_20120530.pdf]
  • 14.06.2011

    Auftaktveranstaltung für das Deutschlandstipendium in Sachsen

    Ansprache von Staatssekretärin Cornelia Quennet-Thielen bei der Auftaktveranstaltung für das Deutschlandstipendium in Sachsen am Dienstag, 14. Juni 2011, um 17.00 Uhr in Dresden

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    [PDF - 47,5 kB]  barrierefrei

    [URL: /pub/reden/stqt_20110614.pdf]

Dokumente

Publikationen

  • Informationen zum Deutschlandstipendium ID = 1243

    Titelbild der Publikation

    2013, 6 Seiten
    Bestell-Nr.: 30579

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 422,0 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium.pdf)

  • Informationen für Förderer ID = 1245

    Titelbild der Publikation

    2014, 8 Seiten
    Bestell-Nr.: 30580

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 1,02 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium_foerderer.pdf)

  • Informationen für Hochschulen ID = 1247

    Titelbild der Publikation

    2014, 8 Seiten

    Download [PDF - 428,2 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/flyer_deutschlandstipendium_hochschulen.pdf)

  • Germany Scholarship: Information for sponsors ID = 1390

    Titelbild der Publikation

    2014, 6 Seiten
    Bestell-Nr.: 30654

    Kostenlos bestellen

    Download [PDF - 705,9 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/The_German_Scholarship_Information_for_sponsors.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)

 

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