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Marokko

Forschungsprojekte zu Biodiversität, Klima- und energieeffiziente Strukturen in den Megacities von Morgen sowie globaler Wandel und Wasserkreislauf bilden aktuelle Eckpfeiler der Kooperation zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Marokko. Flankiert werden diese aktuellen Forschungsprojekte durch nachhaltige Kooperationen zwischen deutschen Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit marokkanischen Partnerinstitutionen. So bestehen beispielsweise - teilweise seit den 1960er Jahren - 12 Kooperationen zwischen deutschen und marokkanischen Universitäten zur gegenseitigen Weiterentwicklung von Forschung und Lehre.

Politischer Rahmen der wissenschaftlich-technologischen Zusammenarbeit

Wichtig für den politischen Rahmen der wissenschaftlich-technologischen Kooperation zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Königreichs Marokko ist vor allem das "Memorandum of Understanding" zur wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit aus dem Jahre 1998. Erwähnenswert sind darüber hinaus die Abkommen einzelner Ressorts der Bundesregierung über die kulturelle Zusammenarbeit aus dem Jahre 1987, Vereinbarungen zu entwicklungspolitischen Maßnahmen in den Bereichen Wasser, Klima- und Umweltschutz sowie Förderung von erneuerbaren Energien aus dem Jahre 2008. Auf europäischer Ebene besteht seit 2005 eine Vereinbarung zur Kooperation in den Bereichen Wissenschaft und Technologie zwischen der EU und dem Königreich Marokko.

Aktuelle Schwerpunkte der Kooperation

Derzeit bildet das gemeinsame deutsch-marokkanische Förderprogramm PMARS Pro-gramme Maroc-Allemand de Recherche Scientifique,, Laufzeit 2010-2012, den Schwer-punkt der bilateralen Kooperation. Unterstützt wird die Anbahnung und Weiterentwick-lung von Partnerschaften und bilateralen Kooperationen zwischen deutschen und marok-kanischen Einrichtungen in Wissenschaft, Forschung und Technologie, die in gemeinsa-mem Interesse liegen Das BMBF und das marokkanische Forschungsministerium (Ministère de l'Éducation Nationale, de l'Enseignement Supérieur, de la Formation des Cadres et de la Recherche Scientifique) arbeiten in diesem Bereich erstmalig zusammen. Weitere Schwerpunkte der Zusammenarbeit der letzten Jahre reflektieren die nachfolgend skizzierten Forschungsprojekte, die sowohl bilateralen als auch multilateralen Charakter besitzen:

  • Das gemeinsame Erschließen von Innovationspotenzialen im Bereich der Wasserwirtschaft und -forschung ist Ziel des Kooperationsprojektes zwischen der German Water Partnership e.V und dem marokkanischen "Pôle de Compétences Eau & Environment". Neben den komplementären Kompetenzen im Bereich Wasserwirtschaft und -forschung, die über das Vorhaben gebündelt werden, spielen die künftigen Investitionsbedarfe bei der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung in Marokko eine bedeutende Rolle. Das Vorhaben wird durch das BMBF im Kontext der Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung unterstützt.
  • Marokko ist Partner des deutsch-afrikanischen Forschernetzwerkes BIOTA AFRICA (Biodiversity Monitoring Transect Analysis in Africa), das mit über 400 Wissenschaftlern aus 13 Ländern, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie eine Reihe afrikanischer Institutionen finanziert wurde. Im Kontext des regionalen Netzwerkes BIOTA Marokko standen die Flächennutzung und Vegetationsdynamik sowie der Transfer ökologischer Prozessanalysen auf die Raumplanung am Randgebiet zum Hohen Atlasgebirge im Zentrum der Forschungen.
  • Im Rahmen des BMBF Förderschwerpunkts "Forschung für die nachhaltige Entwicklung der Megastädte von morgen" wird der Aspekt "energie- und klimaeffiziente Strukturen in urbanen Wachstumszentren" aufgegriffen. Der Förderschwerpunkt versteht sich als eine global ausgerichtete, flankierende Komponente der "Hightech-Strategie zum Klimaschutz" der Bundesregierung. Schwerpunkt der Projektaktivität in Casablanca ist das Thema urbane Landwirtschaft als integrierter Faktor einer klimaoptimierten Stadtentwicklung.
  • Die Teilnahme an "Studien- und Forschungsstipendien von heute für Megacities von morgen" steht neben Forscherinnen und Forschern aus Marokko auch Akteuren aus Vietnam, Indien, China, Iran, Peru, Südafrika und Äthiopien offen.
  • Im BMBF-Förderschwerpunkt "Globaler Wandel des Wasserkreislaufs" (GLOWA) wurden Entscheidungsgrundlagen für Planungs- und Investitionsmaßnahmen erarbeitet. Im Rahmen der Projektaktivität IMPETUS in Marokko wurde die vollständige Untersuchung aller Aspekte des hydrologischen Kreislaufes in zwei Flusseinzugsgebieten in Westafrika durchgeführt: dem Wadi Drâa im Südosten Marokkos und dem Ouémé in Benin.
  • Schließlich ist auf die starke Kooperation deutscher und marokkanischer F&E-Einrichtungen im Kontext des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms hinzuweisen. In mehr als der Hälfte aller marokkanischen Projektbeteiligungen sind deutsche Partner eingebunden. Thematische Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind Energie-, Umwelt-, Ernährungs- sowie Medizinforschung.

Besondere Aktivitäten der Wissenschafts- und Mittlerorganisationen

Ergänzend sind zahlreiche universitäre und außeruniversitäre Forschungs- und Bildungseinrichtungen über Kooperationsaktivitäten mit marokkanischen Partnerinstitutionen verbunden. So bestehen Kooperationen zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Nationalen Zentrum für Wissenschaftliche Forschung (CNRST), dem Deutschen Archäologischen Institut und dem Nationalen Archäologischen Forschungszentrum (INSAP) sowie zwischen dem Geoforschungszentrum Potsdam (GFZ) und den Universitäten in El Jadida, Fes und Marrakesch, um nur einige zu nennen. Die Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) und marokkanische Partnereinrichtungen kooperieren auf Projektbasis zu Themen wie ländliche Elektrifizierung und Wasseraufbereitung. Darüber hinaus unterhält der Deutsche Akademische Austauschdienst ein Lektorat in Rabat. Das Goethe Institut betreibt Zweigstellen in Casablanca und Rabat sowie einen "Dialogpunkt für Deutsch" in Marrakesch. Forschungsstipendien werden seit den 1980er Jahren von der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) an marokkanische Wissenschaftler vergeben.

 

Projektlinks:

BIOTA AFRIKA

Forschungsprojekt Energie- und klimaeffiziente Strukturen in urbanen Wachstumszentren
Forschungsprojekt Energie- und klimaeffiziente Strukturen in urbanen Wachstumszentren; Megacity Casablanca - Urban Agriculture

Globaler Wandel des Wasserkreislaufs
Globaler Wandel des Wasserkreislaufs - IMPETUS

INCO NET MIRA

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