
Mit einem Netzwerk aus Produzenten von Halbleiterbauelementen, aus Material- und Technologiezulieferern, Serviceeinrichtungen sowie FuE-Strukturen hat sich in den vergangenen Jahren im Raum Dresden eine exzellente Forschungs- und Entwicklungs-Infrastruktur gebildet. Die im "Silicon Saxony" ansässigen Unternehmen haben dazu in der Gründungsphase mehr als 10 Milliarden Euro investiert - mehr als 11.000 Arbeitsplätze wurden geschaffen.
Um den Standort zukunftssicher zu machen, hat sich das BMBF vor allem auch für eine Stärkung der Forschung vor Ort eingesetzt und daran mitgewirkt, geeignete Rahmenbedingungen für die Gründung von Fraunhofer-CNT (Center Nanoelektronische Technologien), NaMLab (Nanoelectronic Material Laboratory), Carl Zeiss Innovation Center und dem weltweit führenden Forschungszentrum für Maskentechnologie AMTC (Advanced Mask Technology Center) zu schaffen. Diese Forschungszentren, die aufgrund ihres Standortes und ihrer Forschungsthemen in direktem Kontakt zur Chip-Produktion stehen, werden ergänzt durch Forschungsaktivitäten an den Universitäten, der Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft sowie anderen Forschungseinrichtungen wie etwa dem Forschungszentrum Jülich.
Mit dem 2009 begonnenen Aufbau des Fraunhofer Zentrums ASSID (All Silicon System Integration Dresden) wird der Forschungs- und Entwicklungsstandort Dresden weiter nachhaltig gestärkt. Die 3D-Silizium-Systemintegration, die in dem international bislang einzigartigen Forschungszentrum entwickelt und vorangetrieben wird, gilt als strategische Schlüsseltechnologie, um zukünftigen Anforderungen an intelligente elektronische Systeme gerecht werden zu können.
Nicht zuletzt aufgrund dieser hervorragenden Rahmenbedingungen im "Silicon Saxony" ist die Partnerschaft Cool Silicon als einer der Gewinner aus der ersten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs hervorgegangen. Der Spitzencluster aus Sachsen wird seit 2009 mit rund 40 Millionen Euro gefördert. Ziel ist die Entwicklung technischer Lösungen, die den Energieverbrauch im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien deutlich senken - bis hin zu energieautarken Systemen. Die gemeinsam entwickelten Schlüsselinnovationen finden Anwendung in den Fertigungsprozessen der Bereiche Computing, Mobilfunk und vernetzte Sensorik. Mittelfristig strebt "Silicon Saxony" kein geringeres Ziel an als die Weltmarktführerschaft bei der Entwicklung energieeffizienter IKT-Lösungen.
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