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ProduzierenKonsumieren 2.0

Entwicklung zukunftsfähiger Wertschöpfungsformen an der Schnittstelle zwischen Umwelttechnik, Produktion und Dienstleistungen durch transformative Innovationen

Kurzbeschreibung des Zukunftsfeldes

ProduzierenKonsumieren 2.0 gehört zu den Zukunftsfeldern neuen Zuschnitts, die im Foresight-Prozess als Schwerpunkte zukünftiger Forschungsanstrengungen erarbeitet wurden. Aus Befragungen von Expertinnen und Experten im In- und Ausland sowie einer Online-Umfrage und bibliometrischen Untersuchungen ergab sich die folgende Definition und Abgrenzung:

Definition und Abgrenzung

Das Zukunftsfeld neuen Zuschnitts ProduzierenKonsumieren2.0 zielt auf langfristig zukunftsfähige Paradigmen von Produzieren und Konsumieren. 2.0 steht dabei für »neue Generation«. Das Zukunftsfeld erforscht damit neue Wege zur bedarfsgerechten Leistungserstellung bei veränderten globalen Rahmenbedingungen. Gleichzeitig adressiert es eine der größten Herausforderungen der Zukunft: den Erhalt der für den Menschen lebenswichtigen Ökosphäre.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen transformative sozio-technische Innovationen hin zu zukunftsfähigen Mustern industriegesellschaftlicher Stoffumsätze. Etablierte Forschungsstränge aus Produktionsforschung, Dienstleistungsforschung, Umweltforschung, Biotechnologie und Materialwissenschaften arbeiten alle mit hoher Dynamik an Aspekten nachhaltiger Wertschöpfungsformen. Sie können jedoch den notwendigen systemischen Wandel des Gesamtgefüges jeweils alleine nicht adäquat thematisieren.

Das Zukunftsfeld entwickelt daher Methoden und Konzepte, die es erlauben, diese Stränge in einer Systemperspektive zusammenzuführen, integriert zu analysieren und neue Muster zu bewerten. Daneben werden Verfahren zur Moderation des Zusammenspiels der Akteure und Institutionen des Innovationssystems ausgelotet. Dies charakterisiert einen Pfadwechsel. Schließlich ist die Verankerung von Wissen und Kompetenzen sowie die Etablierung von Lernräumen für transformative Innovationen im Innovationssystem ein zentraler Bestandteil des Zukunftsfeldes.

Mehr zum Thema

Bericht

Das vollständige Kapitel aus dem Foresight-Bericht zu diesem Zukunftsfeld können Sie hier herunterladen.

Zusammenfassung der Nutzerbeiträge im Mai/Juni 2010

Von Anfang Mai bis Ende Juni 2010 hatten Nutzer auf einer eigens eingerichteten Onlineplattform die Gelegenheit, ihre Gedanken zu diesem Zukunftsfeld neuen Zuschnitts zu veröffentlichen. Als Anregung wurden u.a. folgende Fragen gestellt:

  • Wie bewerten Sie die Definition und Abgrenzung des Zukunftsfelds?
  • Welche Aspekte halten Sie für besonders wichtig?
  • Welche vorhandenen Ansätze und Anknüpfungspunkte sehen Sie?
  • Wie ordnet sich das Zukunftsfeld in die vorhandene Forschungs- und Innovationslandschaft ein?
  • Wie schätzen Sie die Perspektiven zur Weiterentwicklung und Umsetzung des Zukunftsfelds ein?
  • Welchen Handlungsbedarf sehen Sie?

Hierzu gab es den folgenden Beitrag:

ProduzierenKonsumieren 2.0

Verfasst von Hermann Skotz (Energietechnik Essen GmbH) am Dienstag, 6 Jul 2010 - 12:27
ProduzierenKonsumieren 2.0 ist gewiss ein außerordentlich bedeutendes Zukunftsfeld, nicht nur im Hinblick auf den Erhalt der Biosphäre, die notwendige Beherrschung der Folgen des Klimawandels und eine ökologisch wie ökonomisch vernünftige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Die dargestellte Abgrenzung des Zukunftsfeldes lässt allerdings eine ideologisch gefärbte Sichtweise vermuten (bedarfsgerechte Leistungserstellung, systemischer Wandel..., Pfadwechsel). Wissenstransfer, Integration wissenschaftlicher Erkenntnisse der verschiedensten Disziplinen ist die notwendige Bedingung für innovative Produkte. Hinzukommen muss ein global konsensuales Bewerten ökologischer und ökonomischer Aspekte von Innovationen. Hier spielen natürlich politische Rahmenbedingungen eine Rolle. Innovative Produkte mögen Ansprüche erfüllen, die es vor deren Marktpräsenz nicht gegeben hat. Diese Dynamik des globalen Marktes muss genutzt werden, um die o.g. Ziele zu erreichen.



 

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