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Bewilligte Projekte aus dem Themenfeld "Sicherung der Warenketten"

Die sichere Versorgung und der reibungslose Transport von Waren und Gütern sind für Gesellschaft und Wirtschaft in einer Exportnation wie Deutschland unabdingbar. Im Mittelpunkt der hier vorgestellten Verbundprojekte steht daher die Entwicklung von Lösungen, die vor einem Ausfall von Produktions- und Logistikprozessen schützen.

 

ContainIT

Containersicherheit durch vernetzte IT-Systeme

Förderkennzeichen 13N11006 bis 13N11016

Der Seetransport bildet für den internationalen Warenverkehr einen der wichtigsten Verkehrswege. Um die zunehmend globalen Transportketten über Wasser, Schiene und Straße effizient und kostengünstig steuern zu können, wird auch die IT-Vernetzung vom Versender bis zum Empfänger immer komplexer. Hier setzt das Projekt ContainIT an, indem es vernetzende effiziente IKT-Lösungen für die Logistik mit innovativen Sicherheitslösungen kombiniert. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer IKT-Plattform zur Vernetzung bestehender Insellösungen. Diese soll erstmals die Logistik von Containertransporten umfassend abbilden und alle Schritte des Warentransports erfassen. Auf diese Weise sollen Störungen und Auffälligkeiten in der Warenkette echtzeitnah identifiziert und in Bezug auf das Risiko eingeordnet werden.

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ECSIT

Erhöhung der Containersicherheit durch berührungslose Inspektion im Hafen-Terminal

Förderkennzeichen 13N10990 bis 13N10999

Das starke Wachstum des weltweiten Warenverkehrs führt zu einem steigenden Bedarf für effiziente Sicherheitslösungen zum Schutz der Waren. So können etwa illegal in einen Seefrachtcontainer eingebrachte Gefahrstoffe die Versorgung der Bevölkerung und Wirtschaft empfindlich stören. Daher werden im Projekt ECSIT Demonstratoren zur Identifikation von radioaktiver Strahlung erarbeitet und schnelle, bildgebende Verfahren zum Aufspüren von illegal in einen Seefrachtcontainer eingebrachte Ware oder Gefahrstoffe entwickelt. Ziel ist es, eine hohe Zahl von Containern in deutlich kürzerer Zeit als bisher auf Gefahrquellen hin untersuchen zu können.

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MIME

Multimodales Mustererkennungssystem zum Schutz der Bevölkerung vor organisierter Arzneimittelkriminalität und zur Bekämpfung des internationalen Drogenhandels

Förderkennzeichen 13N12006 bis 13N12012

Fälle manipulierter oder gefälschter Arzneimittel sowie die zunehmende Verbreitung illegaler Substanzen haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich zugenommen. Das Verbundprojekt MIME zielt auf die Entwicklung eines Demonstrators, der die Zusammensetzung von Medikamenten automatisch bestimmen und gefälschte Präparate erkennen kann. Mit Hilfe dieses Systems sollen die Herkunft, die Herstellungsprozesse sowie die Verbreitungs- und Verbringungswege gefälschter Arzneimittel identifiziert werden können.

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PiraT

Piraterie und maritimer Terrorismus als Herausforderungen für die Seehandelssicherheit: Indikatoren, Perzeptionen und Handlungsoptionen

Förderkennzeichen 13N11026 bis 13N11029

Durch die aktuellen Vorfälle am Horn von Afrika ist die Frage eines sicheren Seehandels wieder ins Bewusstsein der Öffentlichkeit gelangt. Ziel des Verbundvorhabens ist die Erarbeitung eines Maßnahmenkatalogs zu sicherheitsfördernden Schritten und Initiativen - auch unter Berücksichtigung von Kosten-Nutzen - und rechtlichen Aspekten - sowie ein Risikomodell zur Einschätzung der aktuellen Herausforderungen. Zusätzlich wird eine strategische Zukunftsanalyse für die Sicherheit des Seehandels in den nächsten 15 bis 20 Jahren angefertigt.

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PreparedNET

Agentenbasierte Simulation und Erforschung eines Notfallkonzeptes zum Schutz von sensiblen Logistikknoten

Förderkennzeichen 13N11133 bis 13N11137

In der logistischen Infrastruktur Deutschlands übernehmen Güterverkehrszentren (GVZ) als Logistikknoten wichtige Aufgaben bei der Warenversorgung. In einem GVZ werden unterschiedliche Verkehrsträger, etwa von der Straße oder Schiene mit weiteren Akteuren zusammengeführt. Kommt es zu einer Störung eines GVZ, etwa durch terroristische Handlungen, kann dies national und international zu Produktausfällen und Versorgungsengpässen führen. Ziel des Projekts PreparedNET ist die Entwicklung eines Notfallkonzepts, mit dem sofort nach Schadenseintritt ein Notbetrieb ermöglicht wird. Dafür wird ein Simulationsmodell auf Softwarebasis erarbeitet, das auf einem sogenannten "Multiagentensystem" beruht, das die Schadenslage abbildet und eine schnelle automatisierte Entscheidungsunterstützung erstellen soll.

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RESCUE IT

IT-Plattform für die lückenlose Sicherung von Lebensmittelwarenketten

Förderkennzeichen 13N10963 bis 13N10968

Lebensmittel müssen auf dem Weg vom Erzeuger bis zur Ladentheke optimal geschützt werden. Es gilt, sowohl das Risiko von Lebensmittelskandalen, als auch die Gefahr von Agro- und Bioterrorismus zu verringern. Der Warenaustausch zwischen Deutschland und Frankreich ist besonders intensiv. Ziel des deutsch-französischen Vorhabens ist es, ein IT-System zu entwickeln, das die Sicherung von Lebensmittelwarenketten unternehmens- und länderübergreifend verbessert. Sicherheitsrelevante Vorfälle sollen gemeinsam erkannt und eine umgehend koordinierte Reaktion eingeleitet werden.

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RM-LOG

Risikomanagementstrategien in Logistik- und Infrastrukturnetzen aus unternehmerischer und gesamtwirtschaftlicher Sicht

Förderkennzeichen 13N11211 bis 13N11214

Die Konzentration der Warenversorgung auf Knotenpunkte, wie Häfen und Verteilungsstandorte, hat sich als effizient erwiesen, da Produktions- und Logistikprozesse eng miteinander vernetzt werden können. Ziel des Projekts RM-LOG ist es, ein softwarebasiertes Risikomanagement-System für Unternehmen und öffentliche Entscheidungsträger zu erarbeiten, aus dem sich Handlungsoptionen und -empfehlungen zur Optimierung der Warenkettensicherheit für Wirtschaft und Bevölkerung ableiten lassen.

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SafeMed

Systemgestaltung zur wirtschaftlichen Sicherung der Medikamentenversorgung

Förderkennzeichen 13N11194 bis 13N11198, 13N111200 und 13N111201 sowie 13N111751

Die Sicherung der Medikamentenwarenketten spielt für die Gesundheit der Bevölkerung eine wichtige Rolle. Das Verbundprojekt SafeMed arbeitet an der Entwicklung eines digitalen Risikomanagementsystems, das besonders sicherheitsrelevante Stationen in der Warenkette identifizieren hilft und passende Sicherungsmaßnahmen für die Warenkette anbietet. Dieses  System soll dafür sorgen, dass der Verbraucher nur sichere Medikamente erhält.

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SefLoG

Sichere und effiziente Logistikprozesse: Prävention, Identifikation und Bewältigungsstrategien                                                                 

Förderkennzeichen 13N11223 bis 13N11230

Der effektive Schutz des Containertransports hat eine große Bedeutung für den Welthandel. Aufbauend auf den zwei Szenarien "gekaperter Container" und "trojanisches Pferd" werden im Projekt SefLog Technologien für die Detektion von Gefahren und die Verfolgung und Identifikation von Containern analysiert, bewertet und verglichen. Je nach Bedrohungsszenario sind Schutzmaßnahmen und Empfehlungen abzuleiten.

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SiLeBAT

Sicherstellung der Futter- und Lebensmittelwarenkette bei bio- und agro-terroristischen (BAT-)Schadenslagen                                     

Förderkennzeichen 13N11202 bis 13N11210

Die Qualität und Sicherheit der Futter- und Lebensmittel ist gesetzlich geregelt und wird durch strenge Bestimmungen in der Lebensmittelhygieneverordnung überwacht. Um dazu beizutragen, auch künftig höchste Sicherheit in der Lebensmittelwarenkette gewährleisten zu können, müssen auch mögliche neue Risiken berücksichtigt werden. Im Forschungsprojekt SiLeBAT sollen innovative Lösungen für die Prävention und Schadensbegrenzung für den Fall einer Bio- oder Agro-Terroristischen (BAT-)Schadenslage entwickelt werden.

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TRANS4GOODS

Sicherheit im Güterlandtransport mittels sicherer Informationsmuster an der Fracht

Förderkennzeichen 13N11238 bis 13N11243

Das Wissen, an welchem Ort und in welchem Zustand sich eine zu transportierende Ware befindet sowie nach welchen Gesichtspunkten und Vorgaben sie innerhalb der Warenkette behandelt werden muss, ist von zentraler Bedeutung für die Sicherheit von logistischen Abläufen. Diese Informationen stehen heute oft nicht durchgängig zur Verfügung, was bei zunehmend komplexen Logistikketten zu Verzögerungen oder gar zu Manipulationen der Ware führen kann. Das Ziel des Verbundprojekts Trans4Goods ist es, die Sicherheit bei Gütertransporten über Land vor allem mit Hilfe einer besseren Rückverfolgbarkeit zu erhöhen.

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Zusatzinformationen

Publikationen

  • Forschung für die zivile Sicherheit ID = 1438

    Titelbild der Publikation

    Sicherung der Warenketten

    2011, 12 Seiten

    Download [PDF - 652,0 kB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/sicherung_der_warenketten.pdf)

Hier finden Sie die lieferbaren Materialien.
(URL: http://www.bmbf.de/publikationen/)