52 Kurse im Vergleich

Fernunterrichtsanbieter verzeichnen seit Jahren steigende Teilnehmerzahlen. Besonders gefragt sind Kurse im Bereich Betriebswirtschaft. Sie können einer Karriere den entscheidenden Kick geben. Die Stiftung Warentest hat 52 Lehr- und Studiengänge von 18 Anbietern verglichen.

Untersuchung

Immer mehr Berufstätige wollen neben dem Job per Fernunterricht zum Betriebswirt werden. Doch viele unterschätzen den Zeitaufwand, die finanzielle Belastung und die inhaltlichen Anforderungen - und brechen den Lehrgang ab. Damit die Teilnehmer vor Kursbeginn möglichst genau wissen, was auf sie zukommt, hat die Stiftung Warentest in einer Marktübersicht Preise, Dauer, Inhalte und Zielgruppen von betriebswirtschaftlichen Fernunterrichtslehrgängen zusammengestellt.

Qualitätskriterien

Berücksichtigt wurden nur die Lehrgänge, die einen weiterbildenden, berufsbegleitenden Charakter haben, mindestens sechs Monate dauern und in der Datenbank der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) aufgeführt sind. Die Lehrgänge werden in neun Gruppen  zusammengefasst. Dazu gehören institutsinterne Kurse zum Thema Betriebswirtschaft, IHK-Lehrgänge, Lehrgänge die zum Staatlich geprüften Betriebswirt führen und Studiengänge, die mit einem Bachelor of Arts (BA), einem Master of Arts (MA) oder einem Master of Business Administration abschließen (MBA).

Ergebnisse

Preise und Dauer der Kurse in den jeweiligen Gruppen variieren stark. Wer sich beispielsweise betriebswirtschaftliches Basiswissen aneignen möchte, hat die Wahl zwischen einem sechsmonatigen Kurs für 430 Euro und einem 16 Monate dauernden Kurs für knapp 3.000 Euro. Wer den Titel Betriebswirt ablegen möchte, kann das in 15 Monaten für 3.750 Euro oder in neun Monaten für gut 9.000 Euro erreichen. Auch beim Abschluss gibt es deutliche Unterschiede: Einige Anbieter händigen ihren Teilnehmern am Ende aussagekräftige Leistungsnachweise aus und verlangen dafür zahlreiche Klausuren und Prüfungen, bei anderen Kursanbietern ist die Prüfung freiwillig, und für ein Zeugnis mit Noten reicht es, wenn die Kursteilnehmer zu Hause in Eigenregie Aufgaben lösen.

Verbrauchertipps

Berufstätige sollten Zeitaufwand, Kosten und Prüfungsvoraussetzungen genau kennen, bevor sie einen Fernlehrgang beginnen. Am besten holen sie sich von mehren Anbietern Informationen ein und lassen sich beraten, welcher Kurs am besten zu ihrer bisherigen Laufbahn passt. Wichtig ist dabei die Frage, welches Zertifikat sie am Ende in den Händen halten. Achten sollten Sie auch darauf, dass der Kurs nicht nur per Fernunterricht stattfindet, sondern es auch Präsenzveranstaltungen gibt. So können sich die Teilnehmer bei Bedarf besser austauschen und gemeinsam auf Prüfungen vorbereiten. Eine Alternative sind Lehrgänge mit einem hohen E-Learning-Anteil, beispielsweise Online-Foren. 

Die ausführlichen Testergebnisse finden Sie hier