Im Test waren 16 Grundlagenkurse Buchführung, die geschulte Testpersonen inkognito besucht haben. Da das Angebot sehr groß ist, wurden Kurse ausgewählt, die maximal 52 Unterrichtseinheiten dauerten. Diese Kurse werden von Industrie- und Handelskammern, Volkshochschulen und privaten Bildungsinstituten angeboten. Sie finden als Abendkurs über mehrere Wochen oder als Blockseminar von drei bis maximal fünf Tagen statt und kosten zwischen 60 und 550 Euro.
Ein wichtiger Prüfpunkt war die Qualität von Inhalt und Didaktik. Untersucht wurde zum Beispiel, ob wichtige Themen wie Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung, Buchungssätze und Bestandskonten behandelt wurden, ob sich das Lehrmaterial zur Vor- und Nachbereitung eignete und ob der Unterricht abwechslungsreich und teilnehmerorientiert gestaltet war. Geprüft wurden auch die Kursorganisation und die Kundeninformationen im Internet bzw. in gedruckter Form. Außerdem hat ein Rechtsgutachter die allgemeinen Geschäftsbedingungen auf verbraucherunfreundliche Klauseln geprüft.
Inhaltlich machten die 16 Kurse im Test ihre Sache meist gut. Doch in punkto Didaktik gab es große Schwächen: Nur drei schafften es, den "trockenen" Stoff spannend und anschaulich zu vermitteln. Die Testpersonen fühlten sich oft genug an ihre Schulzeit erinnert. Frontalunterricht dominierte in vielen Kursen. Teilweise nahmen 25 und mehr Personen teil. Vorwissen, Interessen und berufliche Hintergründe der Kursbesucher spielten oft keine Rolle im Unterricht.
Ein guter Kurs sollte keine Vorlesung sein. Interessierte sollten deshalb vor der Buchung nachfragen, ob im Kurskonzept praktische Übungen, Gruppen- und Partnerarbeiten vorgesehen sind und wie hoch ihr Anteil im Unterricht ist. Sinnvoll ist es auch, sich nach der Teilnehmerzahl im Kurs zu erkundigen. Damit Zeit für Übungen und Fragen bleibt, sollte die Gruppe auf maximal 15 Personen beschränkt sein.
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