Der "Bundesbericht Forschung und Innovation" (BuFI) löst den "Bundesbericht Forschung" und den "Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit" ab. Das hatte der Deutsche Bundestag im Jahr 2006 im Rahmen einer Neuordnung der Berichterstattung zu Forschung und Innovation beschlossen.
Die Bundesregierung wird dem Deutschen Bundestag alle zwei Jahre den "Bundesbericht Forschung und Innovation" (BuFI) vorlegen, der umfassend über die Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik der Bundesregierung, der Länder und der EU informiert.
Der "Bundesbericht Forschung und Innovation" nimmt Bezug auf die Ergebnisse der unabhängigen Expertenkommission "Forschung und Innovation" (EFI), die die Bundesregierung zu Fragen der Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik wissenschaftlich beraten und von 2008 an alle zwei Jahre ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vorlegen soll. Die Expertenkommission Forschung und Innovation hat ihr erstes Gutachten am 27. Februar 2008 an Frau Bundeskanzlerin Merkel übergeben.
Das Gutachten der Expertenkommission Forschung und Innovation bestätigt: Von der Hightech-Strategie der Bundesregierung geht eine hohe Mobilisierungswirkung aus. Das Innovationsklima in Deutschland hat sich nachhaltig verbessert.
Die Prioritäten der Projektförderung werden dort gesetzt, wo Innovationen den Menschen nützen
In einer älter werdenden Bevölkerung wird Gesundheit zum Megathema. Ende 2008 werden wir ein neues Gesundheitsforschungsprogramm vorlegen. Mit neuen Forschungsinitiativen zum Beispiel im Bereich der Durchleuchtung lebender Zellen ("Molekulare Bildgebung") werden sehr viel frühere Diagnosen und bessere Therapien möglich.
Die Klimaschutzziele der Bundesregierung werden allein mit neuen Technologien zu erreichen sein. Der BuFI beschreibt eine Fülle vielversprechender Entwicklungen. Neuartige Beleuchtung kann Deutschland zum "Weltmeister bei der Energieeffizienz" machen, etwa mit organischen Leuchtstoffen für Lampen oder Bildschirme.
In der sehr FuE-intensiven und exportorientierten optischen Industrie hat die FuE-Förderung dazu beigetragen, dass Deutschland zu einem führenden Anbieter geworden ist. Bis zum Jahr 2015 sollen im Bereich der Optischen Technologien ca. 143.000 Beschäftigte tätig sein. Dies entspricht einem Zuwachs von über 40.000 Beschäftigten gegenüber 2005.
Mit der Hightech-Strategie wurde ein neuer, vielversprechender Weg der Forschungs- und Innovationspolitik beschritten. Die Expertenkommission Forschung und Innovation empfiehlt, diesen Weg konsequent weiterzuentwickeln.
Der Expertenkommission Forschung und Innovation gehören international ausgewiesene Innovationsforscherinnen und -forscher an.
Vorsitzender ist Prof. Dietmar Harhoff, stellvertretende Vorsitzende ist Frau Professor Jutta Allmendinger:
Professor Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, KfW-Stiftungslehrstuhl für Entrepreneurial Finance an der Technischen Universität München, Professorin für Betriebswirtschaftslehre;
Professor Jutta Allmendinger, Ph.D., Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin; Professorin für Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin;
Professor Dietmar Harhoff, Ph.D., Vorstand des Instituts für Innovationsforschung, Technologiemanagement und Entrepreneurship der Ludwig-Maximilians-Universität München; Professor für BWL;
Professor em. Dr. Joachim Luther, ehemaliger Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) und Professor für Physik an der Universität Freiburg.
Professor Dr. Patrick Llerena, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Louis Pasteur, Strasbourg/Frankreich
Weitere Informationen zur Expertenkommission Forschung und Innovation unter www.e-fi.de.

2008, 618 Seiten
Download [PDF - 10,93 MB] (URL: http://www.bmbf.de/pub/bufi_2008.pdf)
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